alltaeglich

Ein Blog, in dem ich (meist) täglich über meinen ganz alltäglichen Alltag berichte...
"Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen." (Pearl S. Buck)

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Standort: Geneva, GE, Switzerland

Meist gut gelaunt, naturliebend, Storchennestgucker

Sonntag, Oktober 08, 2006


Ein wunderbarer Frühherbsttag, noch etwas grau am frühen Morgen, aber gegen Mittag scheint die wärmende Sonne. Ich möchte für den Ausflug mit meinem Bruder am kommenden Dienstag etwas trainieren und mein Göttergatte erklärt sich bereit, mich zu begleiten.

So wird nach dem Mittagessen Tee gekocht und in die Thermos gefüllt, der Rucksack gepackt und die Wanderschuhe angezogen. Los geht es auf Entdeckungsfahrt Richtung Vuache, dem Berg hinter dem Hausberg Salève, den wir nun doch schon gut kennen. Ich spiele Navigator mit Hilfe einer Landkarte und wir kommen ohne Falschfahren in der gewünschten Gegend an. Wir finden einen Ausgangspunkt für eine Rundwanderung, die hinunter an die Rhône führt, durch Wald, Weiden und kleine Dörfer oder Weiler. Wir sprechen mit einer Dame aus Arcine, die uns den Weg zeigt und erzählt, dass ihr Haus noch eine Schiessscharte hat und dass im 18. Jahrhundert hier ein Verteidigungsposten stand. Das Nachbardepartement "Ain" wurde vor 1860 als "Frankreich" bezeichnet, da das jetzige Hochsavoyen in jener Zeit zum Königreich Sardinien gehörte .

Nach dem Abstieg zur Rhone, mit Blick auf das château d'Arcine, durch Weiden, Wald und Weiler setzen wir uns für einen kleinen Imbiss am einsamen Strand auf ein Mäuerchen und bewundern die Umgebung (siehe Bild). Da der Nachmittag schon fortgeschritten ist, machen wir uns bald wieder auf die Beine für die Wanderung zurück zum Auto, die uns über Bange und Beauchâtel vorbei an Kühen und einem Mann mit einer Schubkarre voller mächtiger Kürbisse für Halloween auf einem angenehmen Weg mit prächtiger Aussicht zu unserem Ausgangspunkt zurückführt. Die Sonne verschwindet gerade hinter dem Jura, als wir ankommen. Auf unserer Fahrt zurück nach Hause fotographieren wir noch die gespenstisch ausschauende Festung Fort de l'Ecluse und entzücken uns über den aufsteigenden Fast-Vollmond, der riesig aussieht.


Wir geniessen eine Kürbissuppe und corn on the cob, schwärmen von unserem gelungenen improvisierten Ausflug und legen uns schlafen.