
Weil der Zug meines Bruders pünktlich in Freiburg angekommen war hatte er die Wartezeit benützt, um den Standort der Mietwagen zu finden, so konnten wir sogleich losfahren. Zu meiner Ueberraschung hatte mein Bruder ein Cabrio gemietet und so öffneten wir das Dach und fuhren mit den Haaren im Wind durch eine grüne Gegend. In Broc stiess uns der tolle Duft von Schokolade der dortigen Fabrik in die Nase, wir sahen von weitem das Schloss Gruyères auf seinem Hügel und kamen bald darauf in Moléson-Village an. Wir waren nicht die Einzigen, die den Moléson ersteigen wollten, es bestiegen noch etliche Senioren und Familien mit Kindern (Herbstferien) das Funiculaire. Auf halber Höhe des Moléson angekommen genossen wir zunächst die Aussicht und begannen dann unsere Wanderung seitwärts der Bergflanke entlang bis zum Chalet-Restaurant Le Gros Plané. Leider war es geschlossen, aber wir setzten uns an den Rand der Terrasse und verpflegten uns aus dem Rucksack. Ein vorbeiwanderndes Ehepaar grüsste uns und wir plauderten ein wenig. Sie zeigten uns noch andere schöne Wanderrouten in der Umgebung und wünschten uns bon courage für den doch eher steilen Aufstieg, den wir wohlgemut in Angriff nahmen. Wir freuten uns über das ideale, milde und windstille Wetter und hielten immer wieder inne, um ins Tal zu blicken. Bei einer steilen Felsstelle halfen ein Eisenseil und Metalltritte für ein sicheres Ueberqueren und nach ca. 1 1/2 Stunden waren wir schwitzend und leicht ausser Atem auf dem Gipfel angelangt! Wow - das Panorama war phantastisch! Fast so schön wie hier ( "Moléson" wählen)
http://www.leman-sans-frontiere.com/francais/QTVR/visite_virtuelle.htm
nur lag über den entfernteren Seen eine Dunstschicht.
Nach einer Weile kehrten wir mit Seilbahn und Funiculaire wieder an die Talstation zurück und fuhren nach Greyerz, wo ich meinem Bruder das hübsche Städtchen zeigte und wir eine der Spezialitäten der Region, Meringues mit von den schwarz-weissen Freiburger Kühen stammendem Doppelrahm, genossen. Dann fuhren wir zurück nach Freiburg, tankten und liessen das Auto zurück, um uns nach einem leichten Abendessen in entgegengesetzten Richtungen in den Zug zu setzen. Dabei hatte ich riesig Glück: die Züge vorher wurden seit zwei Stunden allesamt in Lausanne angehalten, da im Genfer Hauptbahnhof eine Bombendrohung eingegangen war was eine Evakuirung aller Anwesenden zur Folge hatte!
Müde aber glücklich kam ich zu Hause an, etwas vorwurfsvoll begrüsst von Misty, die sich gierig über die Milch hermachte.

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