alltaeglich

Ein Blog, in dem ich (meist) täglich über meinen ganz alltäglichen Alltag berichte...
"Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen." (Pearl S. Buck)

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Standort: Geneva, GE, Switzerland

Meist gut gelaunt, naturliebend, Storchennestgucker

Mittwoch, August 09, 2006

Im Morgengrauen stehen wir auf, denn heute habe ich schon um 7h00 ein Treffen mit der Bibliothekarin meines Arbeitgebers, die ganz in der Nähe wohnt und der ich schon letztes Jahr vorgeschlagen hatte, ihr meinen Weg zum Büro mit dem Velo zu zeigen. Montags hatte ich ein Email von ihr erhalten, in dem sie mir mitteilte, dass sie letzten Sonntag am 2. Genfer "Slow-up"teilgenommen und dabei viel Spass gehabt habe http://www.slowup.ch/
Nun würde sie sich gerne mir anschliessen und da ich nur am Mittwoch schon morgens ins Büro radle, einigten wir uns auf dieses Datum.

Das Wetter war gut, ich wartete wie abgemacht auf meine Kollegin, die für diese erste Fahrt ins Büro noch Elastikschnüre zum Befestigen ihrer Tasche suchen musste! Los gehts, zu zweit, und meine Arbeitskollegin staunt, wie kurz die Strecke auf der verkehrsreichen Hauptstrasse ist. Wir fahren durch kleine Quartierstrassen und von alten Bäumen überdachte Alleen, vor und hinter fünf Schulhäusern. Sie erzählt mir, dass hier ganz in der Nähe ihre Grossmutter wohnte und erwähnt Ereignisse, die aus dem letzten Jahrhundert stammen und die sie von Mutter und Grossmutter erfahren hatte. Als ich ihr dann noch zeige, wie die Verkehrsampel zum Ueberqueren einer Hauptverkehrsader automatisch die Präsenz der Radfahrer erfasst und wir durch ein holpriges Strässchen vor dem Bürogebäude ankommen, ist sie total begeistert. Wir fahren in das Parkhaus und ich darf mein Bike ebenfalls auf ihren Parkplatz stellen. Die Bibliothekarin will schon heute ihr Rad für einen Service zum Mechaniker bringen und plant, bei schönem Wetter öfters zur Arbeit zu biken!

Nach diesem anregenden und motivierenden Tagesbeginn stürze ich mich in die Arbeit, der Patron ist noch nicht angekommen! In der Mittagspause gehe ich Einkaufen und picknicke in einem nahen Park, Gravensteiner als Nachtisch und Trinksame aus der Flasche, die immer am Velo festgeklemmt ist.

Der Tag vergeht im Nu, es wird schon deutlich früher dunkel.