alltaeglich

Ein Blog, in dem ich (meist) täglich über meinen ganz alltäglichen Alltag berichte...
"Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen." (Pearl S. Buck)

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Standort: Geneva, GE, Switzerland

Meist gut gelaunt, naturliebend, Storchennestgucker

Sonntag, September 10, 2006

Ein sonniger, warmer Sonntag.

Morgens backe ich eine Zwetschgenwähe, reinige den Ventilator, der seine Saison beendet hat, und wasche das Geschirr ab, denn in der Altwohnung im Elsass hat es natürlich keinen Geschirrspüler.

JP besucht die Messe in der Kirche, in der wir uns erstmals unsere Eheringe an den Finger steckten. Dann packen wir Aepfel, Konfitüre und Schokolade in zwei Taschen und marschieren in die nahe Stadt zum Patenkind (F.), das uns, zusammen mit seiner Mutter und Bruder zu einem Racletteessen eingeladen hat. Zunächst tauschten wir noch Neuigkeiten mit den unterwegs angetroffenen Nachbarn aus, und liessen alte Erinnerungen aufleben, von Zeiten als deren Kinder jeweils bei meiner Schwiegermama zum Spielen und Schokolade Essen weilten. Dann weiter zu F., wo ich ihre ihre alte Stadtwohnung und ihre Probleme als alleinstehende Frau entdecke. Wir geniessen das Essen, plaudern angeregt, die Mama macht eine kurze Siesta und dann fahren wir mit dem Auto des Bruders in unseren Fief, an das Herbstfest mit "Estrich Leerete" (Flohmarkt). Wir offerieren F. einen Teeservice für 1 Euro, der als Geschenk für ihre Nichte gedacht ist, sowie einen irdenen Topf, der eine rustikale Vase abgibt. Am Herbstfest haben die Coiffeurmeister eine Sammlung von Schneide- und anderen Instrumenten aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts ausgestellt, und die Mutter von F. trifft hier ihren äusserst geschätzten Coiffeur. Auch JP trifft alte Kameraden und Nachbarn, sowie unseren Gärtner - heute haben wir ausgiebig geschwatzt!

Nachdem wir unsere Freunde an den Parkplatz zurück begleitet haben, verabschieden wir uns und spazieren durch die schicken Strassen mit hübschen Blumengärten zurück zu unserem Heim. Hunger haben wir nach unserem ausgiebigen Mittagessen keinen, deshalb geht JP zum GZ und macht eine kleine Retusche während ich die Aepfel zusammen lese und die gestern gepflanzten Hibiskussprosse giesse.

Suppenmahl und Wähe, Apfelkompott herstellen und ins Bett!