alltaeglich

Ein Blog, in dem ich (meist) täglich über meinen ganz alltäglichen Alltag berichte...
"Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen." (Pearl S. Buck)

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Standort: Geneva, GE, Switzerland

Meist gut gelaunt, naturliebend, Storchennestgucker

Samstag, Oktober 21, 2006

Mühelos steige ich heute aus dem Bett, frühstücke mit JPh und setze mich gegen 8 Uhr hinter das Steuer der Corsa um an das Tunnelfest/Klassentreffen am Ort, wo ich meine Kindheit und Jugend verbrachte zu reisen. www.ennetbaden.ch

Erstes Ziel ist Bern, wo ich um 10 Uhr meinen Bruder abholen soll, der sich ebenfalls mit seinen ehemaligen Klassenkameraden der Primarschule trifft. Die Fahrt ist schön, leichte Bodennebel, leuchtende Herbstfarben in sonnigen Abschnitten und Punkt 10 Uhr treffe ich bei meinem Bruder ein, der gleich das Steuer übernimmt und uns sicher ans Ziel bringt. Als Erstes besuchen wir den Friedhof und schmücken das Grab unserer vor 20 Jahren verstorbenen Grossmutter mit einem leuchtend gelben Blumenstock. Leider ist die Zeit knapp, es reicht nicht mehr, bei unserem ehemaligen Elternhaus vorbeizugehen. Wir suchen uns ein angenehmes Restaurant und geniessen plaudernd das Mittagsmahl. Dann trennen wir uns, und jedes geht an seinen Treffpunkt, um die seit 12 oder mehr Jahren nicht mehr gesehenen Kameraden wiederzusehen.



Mein Treffpunkt ist bei der alten Holzbrücke, wo unser Organisator im Freien einen Tisch aufgestellt hat und ein Apero serviert. Es gibt eine herzliche Begrüssung, ich erkenne doch die meisten meiner Mitschülerinnen und Schüler. Etwas später erscheint der Stadtführer, der mit uns "einen speziellen Stadtrundgang" unternehmen wird. Wir erfahren viele aktuelle Informationen und Geschichten der Stadt und Bäder von Baden. Nach den Ausführungen zur Holzbrücke geht es der Limmat entlang zur imposanten Hochbrücke, wo wir ins Innere des Pfeilers der Badener Hochbrücke steigen können - für fast alle eine Première!
Eine steile Betontreppe führt auf eine Plattform, die Akustik ist phantastisch. Es wurden hier sogar schon Konzerte abgehalten. Dann geht es weiter durch die Altstadt, auf den Kirchplatz, mit historischen Erklärungen.




Es folgt ein Besuch im Stadtturm, wo bis 1980 das Untersuchungsgefängnis war. Die Zellen entbehren jeglichen Komforts und waren praktisch ungeheizt. Auch der Auslauf beschränkte sich auf einen engen Korridor im Turminnern.





In der Nähe ist im Rathaus der schöne Tagsatzungssaal, in dem wichtige Ereignisse stattfanden.











Die Decke des Eingangskorridors ist mit obigem Gemälde verziert, geschaffen von einem meiner Mitschüler an der Bez.

Nach einem Bummel durch das Zentrum gelangen wir ins Bäderquartier, wo die Quelle des heissen, schwefelhaltigen Thermalwassers (Heilwirkung vor allem für Rheumakranke) ist. Auch hier einige Erklärungen und dann begeben wir uns ins Hotel Blume, ein altes Badehotel mit besonderem Charme, wo wir in einem Saal das Programm fortsetzen mit einem Zvieri, Bildshow und dem Vorlesen durch unseren Schriftsteller von Geschichten über Streiche, Erlebnisse, usw., die ihm einige von uns vorher zugesandt hatten.










Die Stimmung war ausgezeichnet und das Austauschen von Erinnerungen stimmte uns manchmal nachdenklich, meist aber fröhlich.

Gegen Abend beschlossen wir den Tag mit dem Besuch der neuen Tunnelanlage, welche das Bäderquartier vom Verkehr befreien wird. Dem Fluss entlang soll nun eine Flaniermeile entstehen. Dann gab es noch einen Trunk in einer Festbeiz und damit war das offizielle Treffen beendet.

Ich verliess bald die fröhliche Gesellschaft, um zu meinen Eltern zu fahren, die ca. 50 km weiter wohnen. Dort gab es noch einen Imbiss und ich hatte natürlich viel zu erzählen. So wurde es etwas spät, bis wir uns alle müde in die Kissen sinken liessen!

1 Comments:

Blogger Trudy said...

wirklich ganz speziell raffinierte Fotos hast gemacht, zu brav Brabo

6:45 PM  

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