alltaeglich

Ein Blog, in dem ich (meist) täglich über meinen ganz alltäglichen Alltag berichte...
"Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen." (Pearl S. Buck)

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Standort: Geneva, GE, Switzerland

Meist gut gelaunt, naturliebend, Storchennestgucker

Mittwoch, Oktober 18, 2006

Ein wunderbarer Morgen, ohne Nebel. Die Strassenlampen warfen noch ihren gelblichen Schimmer auf die Strasse, der Himmel war rosafarben, die Temperatur etwas kühl als ich auf meinem Supervelo durch die Strassen Richtung Büro strampelte. Ich hatte Trauben vom Genfer Weinberg mitgebracht und obwohl sie bedeutend weniger süss als unsere aus dem Elsass waren, verschwanden sie in diversen Schlünden.

In der Mittagspause hatte ich mich für einen Kurs Yoga angemeldet - zum Versuchen. Dank mir kamen wir kanpp auf die Mindestteilnehmerzahl, damit der Kurs stattfindet. Der Kellerraum ist zwar nicht gerade angenehm und beim Anlehnen an die Wand bei einem der Uebungen brökelte der Verputz zu Boden, aber es ist vorgesehen, demnächst einen blauen Spannteppich einzurichten. Zum Glück hatten wir kleine Gymnastikteppiche zur Verfügung und wir konzentrierten uns auf die Uebungen. Für den Anfang war ich ganz zufrieden, aber natürlich steckt da noch viel Arbeit und Ueben dahinter, bis ich nur annähernd so elegante Posturen wie unsere Lehrerin hinbringe! Mal sehen, ob ich Morgen Muskelkater haben werde!

Nach einem kurzen Imbiss in der Küche unseres Büros mit meiner Kollegin, die mir das Yoga schmackhaft gemacht hat, stürzen wir uns wieder in den Papierkrieg. Der Patron hat nicht einmal Zeit, die Sitzung über die Verteilung der internen Sitzungen zu besuchen. Ich schlage mich mit dem Durchlesen und Korrigieren von einem Vertrag herum, der noch heute in Französich und Deutsch möglichst perfekt dem Kunden übermittelt werden sollte. Meine Arbeitszeit ist schon abgelaufen, als mir der Patron eine nochmals leicht veränderte Fassung überreicht. Gutmütig wie ich nun mal bin, erkläre ich mich bereit, die Arbeit noch heute Abend zu erledigen. Leider mache ich eine Fehlmanipulation und muss meine Korrekturen in einer Fassung 2 mal eingeben. Trotzdem ist das Gebäude noch nicht in Farbe getüncht, als ich den Heimweg bei gar nicht kühlem, aber etwas Regentropfen fallen lassenden Himmel unter die Räder nehme.

Zuhause finde ich meine zwei Männer mit Kochen, bzw. am Computer beschäftigt. Sie haben sich einen kleinen Aufenthalt nächste Woche in England arrangiert, um für JPh eine Wohnung auszusuchen. Ich hoffe, dass sie für den Sohn ein angenehmes Plätzchen finden werden, wo wir vielleicht auch mal unser Lager aufschlagen werden, um "good old England" neu zu entdecken. Ich bin sehr gespannt!