alltaeglich

Ein Blog, in dem ich (meist) täglich über meinen ganz alltäglichen Alltag berichte...
"Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen." (Pearl S. Buck)

Name:
Standort: Geneva, GE, Switzerland

Meist gut gelaunt, naturliebend, Storchennestgucker

Mittwoch, Januar 31, 2007

Früh aufstehen, Handschuhe und Mütze unter dem Velohelm anziehen - nach einem herzhaften Frühstück strample ich, vorsichtig die vereisten Stellen vermeidend, bei -4° mit dem Rad ins Büro.

Etwas später trifft sich die ganze Gruppe bei entspannter Atmosphäre in der Küche zu Kaffee oder Tee. Der Patron erzählt lustige Episoden aus seiner Militärzeit, dann geht es wieder gut gelaunt an die Geräte. Der Patron hat einen grossen Teil meiner Entwürfe vom Montag visiert und ich kann die Arbeit an die Buchhaltung weitergeben. Dazu erledige ich heute Arbeiten für zwei Mitarbeiter der Gruppe und drucke abends noch nebst einem wichtigen Brief, der noch weggesandt werden muss die mehreren hundert Seiten einiger Emails aus.

Endlich ist alles aufgeräumt und ich trete den Heimweg an. Der Schnee an den Strassenrändern wird immer schwärzer und weniger.

JP war heute Abend auswärts beim Essen und Diskutieren mit seinen Modellbauern. Ein von ihm erstelltes "Plakat" auf dem Küchentisch weist auf die restliche Kürbissuppe und andere Essensreste hin. Ich lasse es mir schmecken.

Dienstag, Januar 30, 2007


Das Wetter spielt mit und ist perfekt für meinen freien Tag. Am Morgen schlage ich mich etwas mit administrativen Arbeiten herum, nachmittags wandere ich mit 7 anderen Ladies und einem jungen Berner Sennenhund einem kleinen Flüsschen entlang in der näheren Umgebung.

Am späten Nachmittag fährt C. vor, lädt sein Snowboard und anderen Kram ab, erzählt ein bisschen von seinem Wochenende in den Bergen und schon bald fahre ich mit ihm an den Bahnhof. Gestern hatte er von einer interessierten Firma einen Anruf erhalten und bereitet sich nun auf ein Vorstellungsgespräch vor, das am nächsten Donnerstag stattfinden soll. Toi, toi, toi, mein Junge!


Montag, Januar 29, 2007

Auch heute war das Wetter freundlich und sonnig und an den Wegrändern und auf den Wiesen liegt immer noch eine kompakte Schicht Schnee.

Der Morgen verging im Fluge. Ich freute mich über das Klopfen des Spechtes und schon konnte ich, mit Sonnenbrille bewaffnet, ins Büro strampeln. Der Patron war wieder auswärts bei Kunden und liess sich bis zu meinem Weggang nicht mehr blicken. Ich hatte ein Telefon mit New York und vernahm, dass es dort sehr kalt sei.

Zu Hause hatte ich zwei längere Telefonate mit JPh und meinem Bruder. Alle sind zum Glück wohlauf! Schon ist es Zeit, ins Bett zu hüpfen!

Sonntag, Januar 28, 2007


Ein wunderbar sonniger Tag, draussen ist alles noch weiss.

Nach ausgiebigem Schlaf frühstücke ich (JP ist früher aufgestanden und hat frisches Brot geholt), dann holt JP seinen Wagen aus der Garage (das grosse Schiebetor harzt immer mehr und lässt uns an Elektrifizierung denken) und wir machen uns auf eine Testfahrt, denn der Garagist hat ein neues Benzineinspritzgerät installiert, das nun hoffentlich das Aufbocken des Autos nach längeren Fahrten verhindern sollte. Wir fahren ca. 100 km auf der Autobahn, wo wir in der Raststätte das Mittagessen und die Aussicht auf die Broye-Gegend geniessen. Natürlich darf der Sonntagsspaziergang bei diesem schönen Wetter nicht fehlen, wir beschliessen deshalb, bei der nächsten Autobahnausfahrt die Autobahn zu verlassen und nach einem Wanderweg zu suchen.

Wir parken das Auto beim Bahnhof Eclépens, der zwischen einem Tanklager und dem schweizerischen Paketverteilzentrum liegt, a priori kein besonders romantisches Wandergebiet. Ich habe aber einen gelben Wegweiser entdeckt, dem wir nun folgen und der uns durch ein romantisches Wäldchen führt, durch das vor zig Jahren ein Kanal gebaut wurde. Es war vorgesehen, dass dieser als Glied für den Kanal, der die Nordsee mit dem Mittelmeer verbinden sollte vom Neuenburger- zum Genfersee führen sollte. Das Projekt endete dann in dieser Gegend. Verschiedene Tafeln erklären die Geschichte und als wir dann am Ziel unseres Verdauungsbummels noch einen uralten Stein mit Inschrift sehen ist unser Erstaunen und unsere Freude perfekt.

Zurück beim Auto fahren wir noch durch zwei uns unbekannte Waadtländer Dörfer und geniessen bei untergehender Sonne die Aussicht auf das in der Ferne glänzende Montblanc Massiv.

Die Probleme mit dem Auto sind deutlich geringer geworden, JP wird dem Garagisten morgen rapportieren.

Bei einem gemütlichen Znacht lassen wir den Tag Revue passieren und freuen uns über den gelungenen Ausflug.

Samstag, Januar 27, 2007

http://www.jpemartin.com/brrr/

Nach einem kühlen Morgen kam nach dem Stamm mit zwei Freundinnen und dem Einkauf auf dem Marktstand (diesmal mit Heizung und Blachen - die Armen mussten um 6 Uhr früh noch den Platz von einer Eisschicht befreien) die Sonne hervor und liess die immer noch weissen Bäume nochmals erstrahlen, bevor der Schnee langsam von den Aesten glitt.

C. kam gut gelaunt zum Mittagessen (es gab von JP zubereiteten Kabeljau).

Nachmittags wischte ich den Eingang und klopfte die Teppiche auf dem Schnee bis ich Schwielen hatte an den Händen! Abends genossen wir Raclette und später erschien C. und packte sein Snowboard und seine Sieben Sachen in das Auto. Ich übergab ihm den Schlüssel unserer Ferienwohnung und er fuhr zunächst zu seiner Wohnung, von wo er morgen mit einem Freund für ein paar Tage ins Wallis zum Snowboarden zieht.

Am Fernsehen lief Catwoman während ich bügelte.

Freitag, Januar 26, 2007


Heute morgen beim Aufwachen fühle ich mich viel besser! Zum Frühstück gibts Zwieback und Quittengelee, dann vertiefe ich mich in die Lektüre der Zeitungen, ordne Quittungen und füttere die Waschmaschine.

Beim Mittagessen werfen wir immer wieder einen Blick auf den Meisenknödel, der am Zwetschgenbaum vor dem Fenster hängt. Tatsächlich können wir ein Rotkehlchen und eine Kohlmeise beim Futtern beobachten.

Nachmittags werden beide Fahrräder ausgeführt: während mein treues Rad mich zum Büro führt, fährt JP in die Vorstadt und macht Besorgungen: Orangen und Fisch für unsere nächsten Mahlzeiten.

Im Büro ist es ruhig: der Patron ist auswärts an einem Treffen mit Kunden, die ihn bis zum Abend benötigen. Dazwischen erhalten wir hie und da Telefonanrufe von ihm und für ihn.

Beim Verlassen des Gebäudes erstrahlt dieses in rötlich-violetten Pastellfarben: eine Kombination, die ich noch nie gesehen hatte. Beim Heimstrampeln fühle ich die Kälte an den Ohren - die Mütze ist in der Seitentasche - aber ich bin ja bald zu Hause angelangt, wo mich eine Reisplatte erwartet.


Donnerstag, Januar 25, 2007


Die Temperaturen sind immer noch knapp unter Null Grad, die weisse Pracht bleibt uns erhalten!

Ich bleibe im warmen Haus und mache Schreibarbeiten, während JP Reis kocht, denn ich habe seit ein paar Stunden eine unangenehme Darmgrippe!

Trotzdem fahre ich nachmittags vorsichtig ins Büro. Ich wähle die am besten geräumten Strassen und komme ohne Probleme und Fall am Bestimmungsort an. Im Büro ist es relativ ruhig - der Patron ist unterwegs in die Zürcher Filiale. Da er den Weg noch nicht gut kennt, ruft er uns während seines Fussmarsches an und wir lotsen ihn via Karte am Bildschirm zur richtigen Adresse, nicht ohne uns noch Instruktionen für seinen Mitarbeiter zu diktieren! Keine Bange, wir sind alle ausreichend beschäftigt.

Auch auf der abendlichen Heimfahrt kann ich Stürze vermeiden; auf einer ziemlich vereisten Quartierstrasse allerdings stosse ich mein Velo.

Nach dem Abendessen bin ich KO - ich lege mich mit einer warmen Bettflasche ins Bett und schlafe bald ein.

Mittwoch, Januar 24, 2007


Zum Glück hatten wir einen batteriebetriebenen Wecker in Betrieb, alle am Strom laufenden Uhren blinkten heute Morgen: um 3h37 war Stromunterbruch! Ein Blick aus dem Fenster: der Schnee hatte während der Nacht die Umwelt verwandelt: es lagen min. 10 cm Neuschnee überall.

Wie geplant eilte ich zu Fuss zur Bushaltestelle und trotz der Verspätungen des öV kam ich um 8h00 als Erste in unserem Stockwerk im Büro an. Die Kollegin musste auf den Schneepflug warten und die Ausfahrt vom Haus ihrer Eltern zur Strasse freischaufeln. Sie kam 2 Stunden verspätet an, der Patron diktierte mir aus dem Stau Emails... Den ganzen Tag wurde ich von allen Seiten mit Arbeit eingedeckt.

Ueber Mittag zog es mich hinaus und ich spazierte zum Grossverteiler. Der Park lag verlassen unter einer dicken Schneeschicht aber ich wischte ein bisschen Schnee weg von einer Parkbank und setzte mich mit meinem Sandwich auf eine Plastikhülle. Das war schön erholsam und nachmittags ging die Arbeit weiterhin flott voran.

JP hatte unterdessen zu Hause Schnee geschaufelt, sein Auto zur Garage gebracht und für J. Besorgungen gemacht. Abends holte er mich mit dem Auto im Büro ab - wir genossen ein Glas Roten zum Essen und überflogen die Zeitungen.

http://www.metoffice.gov.uk/weather/impacts/200701/18042065.html

Dienstag, Januar 23, 2007


Grau und nur ca. +4° - der Winter ist im Anzug! JP setzt die gestrigen Besorgungen fort, bevor die angesagte grosse Kälte ankommt.

Nach mehreren Telefonanrufen stürze ich mich aufs Velo und fahre unter einem leichten Regen zum Treffpunkt der Velofreunde. Heute wandern wir unter 5 Regenschirmen durch die Gegend zu einem netten Kaffeehaus. Langsam geht der Regen in Schnee über und bei der Rückkehr sind die Bäume und Wiesen schon ein paar Zentimeter tief eingeschneit.

Zu Hause binde ich einen Meisenknödel an unsern Zwetschgenbaum, wische den ersten Schnee der Einfahrt weg und befreie die in den Weg ragenden Aeste von ihrer Schneelast. Dann habe ich noch Zeit für einen Lakenwechsel und das Staubsaugen von angelagertem Staub unter unserem Bett.

Nach dem Essen geniesse ich etwas Lektüre, lade die Bilder der Digi auf den Computer und dann pfeift mich JP ins Bett!

Montag, Januar 22, 2007

Noch 7° heute mittag, grauer Himmel. JP geht zu J., der invaliden Witwe, bringt ihr Einkäufe und holt sich die Liste der Dinge, die zu reparieren sind, resp. über die im betreffenden Geschäft reklamiert werden soll. Damit ist er für eine gewisse Zeit beschäftigt!

Der Nachmittag ist ausgefüllt mit den verschiedensten Nachforschungen und administrativen Handlungen. Ups, erst gegen Feierabend sehe ich ein Email meines Patrons, in dem er mich bat, für heute eine alte Rechnung gemäss den Wünschen des Kunden neu aufzuteilen. Grrr, da ich morgen nicht im Büro bin, mache ich es gewissenhaft, muss dabei aber etwas basteln bis die beiden Entwürfe richtig im System gespeichert sind.

Als ich das Bürogebäude verlasse, leuchtet es in Tannengrün! Es regnet dicke Tropfen, und kurz vor der Ankunft zu Hause erblicke ich die ersten mit einer dünnen Schneeschicht bedeckten Autos! Der erste Schnee dieses Winters ist bei uns angekommen! Für die nächsten Tage ist kaltes Wetter angesagt...ich habe also meine warmen Stiefel doch nicht umsonst gekauft!

Sonntag, Januar 21, 2007


Zwar ist es, wie angesagt, schon etwas kühler als vergangene Woche, aber unser japanischer Strauch sorgt mit seinen ersten Knospen für einige Farbpunkte.

Heute wird in einer Nachbargemeinde in einer neu renovierten Kirche ein ökonomischer Gottesdienst abgehalten, immer ein schöner Anlass, an dem die konfessionellen Schranken wegfallen und wir Bekannte verschiedener Glaubensrichtungen gleichzeitig treffen können. Auch diesmal ist es ein würdiger Anlass, nur leider dauert er etwas lange. Die Uhr hat schon 12 Uhr geschlagen, als wir aus der Kirche treten - und aus Zeitgründen nicht mehr zum Apero gehen.

Nach einem ruhigen Nachmittag unternehmen wir kurz vor Sonnenuntergang doch noch einen kleinen Rundgang zum Dorfzentrum. Abends lesen wir im Chat mit JP erfreut, dass er im März an einer Uni in den USA eine Vorlesung halten wird. Als stolze Eltern schlafen wir besonders gut!



Samstag, Januar 20, 2007

Das Wetter bleibt mild, ich freue mich aufs Damenkränzchen und die Rückkehr des Marktstandes auf den Dorfplatz nach den Weihnachtsferien. Schön, dass die Angestellten den Stand nicht mal heizen müssen, und auch die Schutzblachen nicht benötig werden.

Nachmittags scheint die Sonne, und eigentlich wollte ich draussen die Zufahrt wischen. Doch zuvor noch ein Blick auf den laufenden PC: ups, da finde ich die Bitte um eine technische Uebersetzung. Da es sich um einen netten freiwilligen technischen Mitarbeiter einer Plauderecke handelt versuche ich, mit BabelFish und einigen Korrekturen die Beschreibung über die Cookies vom Französischen ins Deutsche zu übersetzen. Plötzlich skypt auch noch JPh und wir tauschen die letzten Neuigkeiten aus - kein Wunder ist es dunkel, als ich mich wieder der Hausarbeit zuwende. Die Zufahrt werde ich irgendwann in den nächsten Tagen wischen...

Den Abend verbringe ich mit Flickarbeiten vor der Flimmerkiste, ich kann aber nur noch den lokalen Sender empfangen und dessen Programm wiederholt sich nach ein paar Stunden!

Freitag, Januar 19, 2007

Bei grauem Wetter versuche ich die Wäsche weiss zu waschen und bereite das Essen vor.

Nachmittags auf dem Weg ins Büro sehe ich plötzlich am Strassenrand etwas Weisses liegen, in etwa in der Grösse meines Badges. Ich reisse ein Stopp und hebe das nasse Ding auf: es i s t mein Badge! Ich reibe ihn trocken, glücklich über den Fund und stelle mir die nächste grosse Frage: ist er trotz dem 24 stündigen Liegen in der Nässe noch funktionstüchtig? Ein paar Kilometer weiter halte ich ihn gespannt an die Eingangssäule: das Garagetor öffnet sich wie immer! Gut, habe ich noch keinen neuen Badge verlangt, diese Mühe kann ich mir jetzt sparen.

Am Schreibtisch installiert arbeite ich in Freitagslaune. Der Patron ist an Sitzungen und ich sehe und höre ihn die ganze Zeit nicht. Ich werde mich nicht darüber beklagen, Arbeit habe ich ja noch genug, es bleiben mir Abends n0ch 20 Rechnungen vorzubereiten... doch ich verlasse einmal das Bürogebäude zu einer vernünftigen Zeit.

Abends skype ich mit JPh und frage C. per SMS ob er morgens zum Essen erscheine. Nein, erst nächstes Wochenende, kommt die Antwort. Da liegt also ein zweisames Wochenende vor uns.

Donnerstag, Januar 18, 2007

Während JP noch Schlaf nachholen musste, den er nachts nicht gefunden hatte, stand ich als erste auf, denn ich hatte versprochen, am heutigen Sekretärinnen-Frühstück teilzunehmen. Draussen wehte ein starker Wind und ein Regenschauer veranlasste mich, meinen orangefarbenen Regenschutz anzuziehen, um ins Büro zu radeln. Den Zutritts-Badge hatte ich in die Manteltasche gesteckt, doch als ich am Checkpoint ankam, war dieser verschwunden :-( Ich holte mir am Empfang einen Besucherbadge und nahm am Frühstück teil, das etwas verspätet war, weil unser üblicher Konferenzsaal besetzt war und wir umdisponieren mussten. Bei unserer Sitzung erfuhren wir, dass eine Receptionistin der Kanzlei, die schon mehrere Jahre hier arbeitete, ihre sofortige Kündigung erhalten hatte... Das warf einen Schatten auf unsere Zusammenkunft, schätzten doch die meisten diese begabte Kollegin, die es gewagt hatte, ihre Meinung nicht zu verbergen.

Nach dem Sekretärinnenfrühstück radelte ich langsam wieder nach Hause, den Blick ständig auf den Boden geheftet, in der Hoffnung, meinen Badge wieder zu finden. Leider war ich erfolglos, bereitete das Mittagessen vor und radelte schon bald wieder Richtung Bürogebäude, diesmal zum Arbeiten. Wiederum suchte ich den nassen Asphalt nach meinem Badge ab, auch diesmal ohne Erfolg. Ich arbeitete tüchtig und versuchte auch abends, soweit als möglich ein weisses rechteckiges Stück Plastik zu erspähen - und fand wieder nur Papierfetzen, leere Zigarettenschachteln und ähnlichen Abfall.

Trotzdem schmeckte mir das Essen, schliesslich ist so ein Ding ersetzbar und da kein Name draufstand, kann er auch nicht leicht missbraucht werden.

Mittwoch, Januar 17, 2007

Nach dem schönen Dienstag heisst es, im Büro die freie Zeit nachzuholen und den ganzen Tag zu arbeiten. Die Belege für die Rechnungen per 31.12.06 kommen angeflattert und es heisst für mich, daraus akzeptable Honorarrechnungsentwürfe zu kreieren, die dann von unseren Kunden auch noch möglichst prompt bezahlt werden sollten! Mit dieser Arbeit werde ich mindestens 14 Tage beschäftigt sein, aber da kommt natürlich immer wieder anderes dazwischen...

In der Mittagspause mache ich ein paar Einkäufe und setze mich auf eine Bank zum Picknicken. Sogar ein Sonnenstrahl fällt auf den Platz und ich bewundere die schön gestutzten Bäume und Rosen.

Bevor ich jeweils abends mein Büro verlasse rufe ich JP an und kündige mein baldiges Kommen an. Er stellt sich dann meist an den Herd und bereitet etwas Gutes für uns zu. Was bin ich doch für ein Glückspilz!

Dienstag, Januar 16, 2007


Dienstag! Das Wetter bleibt mild und nachmittags kann ich mit 8 Bekannten losspazieren. Ziel ist die Arve, der Fluss, der unsere Gemeinde in Bögen umfliesst. Hier wird für Museumszwecke ein Wasserwerk restauriert und wir freuen uns über den neuen, fröhlichen gelben Anstrich des Gebäudes.

Abends ruft C. an: er hat seine Diplomarbeit erfolgreich vor einem strengen Gremium verteidigt und wird nächsten Monat stolz sein Diplom in Empfang nehmen dürfen. Freude herrscht! Nun haben wir 2 Ingeniöre in der Familie!

Montag, Januar 15, 2007

Dumm, heute wache ich mit einem torticoli auf - und kann den Kopf nur etwas steif drehen. Draussen ist es grau, ich wickle ein Foulard um meinen Hals und widme mich wie gewohnt meinen Tätigkeiten.

Im Büro ist es ziemlich ruhig, der Patron ist anderweitig beschäftigt und auf meinem Schreibtisch liegt genug Stoff, um mich zu beschäftigen. Ich kann zu einer vernünftigen Zeit weggehen und sogar noch Besorgungen vor Ladenschluss machen!

Sonntag, Januar 14, 2007


Nach dem vormittäglichen Besuch eines Gottesdienstes und dem sonntäglichen Sauerkraut machen wir einen längeren Ausflug bei sehr mildem und sonnigem Wetter. Da ich auf einem alten Fahrplan den nächsten Bus eine halbe Stunde zu früh erortet hatte, fuhren wir ein Stück mit dem Fahrrad und wanderten dann einem Flüsschen entlang, das kürzlich renaturiert worden war. Wir genossen unseren Spaziergang, der fast zwei Stunden dauerte, tranken Kaffee in einem Café bevor wir bei romantischem Sonnenuntergang mit dem nächsten Bus zurück zu unseren Fahrrädern fuhren. Zu Hause angekommen leerten wir hungrig unsere Teller mit dem Abendgericht.

Die Krönung des Tages war dann das Austauschen von Photos und eine Videokonferenz per skype mit JPh.

Samstag, Januar 13, 2007

Die Nächte sind lang, wie so oft dieser Tage schlafen wir mal wieder so richtig aus.

Ich treffe mich am Stammtisch mit meinen Freundinnen. JP bringt der invaliden Bekannten Einkäufe und füllt deren Garage mit Stapelware. Unterdessen lockt mich das milde Wetter nach draussen, ich wische welke Blätter zusammen und beschäftige mich mit den üblichen samstäglichen Hausarbeiten.

Freitag, Januar 12, 2007

Heute morgen rasch unter die Dusche, eine Tasse Tee und losstrampeln zum Haarschneider (ach, diese Kurzhaarfrisuren brauchen regelmässige Coiffeurbesuche). Ich beeilte mich umsonst - meine Coiffeuse erschien mit 15 Minuten Verspätung.

Nach einem langen Arbeitsnachmittag bügelte ich nach dem Abendessen vor dem Fernseher, wo der gute alte Inspecteur Columbo einen kniffligen Fall löste. Anschliessend konnte ich es nicht verkneifen, noch etwas auf dem Internet herumzusurfen... was mich mit etwas Verspätung ins warme Bett steigen liess.

Donnerstag, Januar 11, 2007

Und wieder herrschen milde Temperaturen, die Tourismusbranche ist nicht sehr glücklich darüber, denn der Schnee fehlt in den mittleren Höhen.

Im Büro bin ich heute Nachmittag alleine, meine Kollegin musste wegen eines Sturzes ihrer Tochter mit ihr zum Arzt usw. Es hagelt von allen Seiten Wünsche, um die ich mich kümmere und die mich wieder einmal etwas über die vertragliche Arbeitszeit hinaus beschäftigen, was JP natürlich wenig schätzt.

Mittwoch, Januar 10, 2007

Immer noch ist die Temperatur sehr mild für die Saison und Velofahren ein Vergnügen.

Leider wurde die Yoga-Lektion auf den Dienstag verschoben, sodass ich in der Mittagspause mit dem Rad rasch in die Stadt fahre, um mir ein Paar neue Pantoffeln zu erstehen. Auf der Eisbahn mitten in der Stadt tummeln sich die Kinder, der jet d'eau erhebt sich in seiner ganzen Pracht und ich finde sogar eine leere Parkbank in der Nähe der Ile Rousseau, um meinen Sandwich zu verzehren. Es ist toll, sich in der Mittagspause in einer solchen Umgebung bewegen zu können und frisch gestärkt lasse ich mich wieder von der Einfahrt zum unterirdischen Parkplatz verschlucken.

Natürlich herrscht völlige Dunkelheit, als ich wieder nach Hause strample!

Dienstag, Januar 09, 2007

Der Himmel ist etwas grau, aber wenigstens ist es nicht kalt. Ich habe einen Termin bei der Dentalhygienikerin und bin froh, wenn die Prozedur nach einer halben Stunde überstanden ist und das Verdikt: "alles in Ordnung" fällt.

Nachmittags sind wir ein halbes Dutzend Frauen, die am Fusse unseres Hausberges spazieren, plaudern und die Natur und die Arbeit am Steinbruch beobachten. Gemütlich sitzen wir anschliessend in einer Dorfbeiz und trinken unseren Tee. Wir senden ein SMS an eine kranke Kameradin die im Spital liegt, wo man mit vielen Tests die Ursache ihrer gesundheitlichen Probleme herauszufinden versucht.

Abends sende ich wie üblich ein kleines Zirkularmail an alle und lade die Photos auf die spezielle Photowebseite. Dann kreiere ich noch die Kommentare - dies alles ist leider ein Zeitfresser! Ich darf aber nicht zu spät in die Klappe, denn mittwochs gilt es, um 6 Uhr aufzustehen, aufs Rad zu steigen und im Büro 8 Stunden zu arbeiten.

Montag, Januar 08, 2007

Heute fängt für die Schüler und das Lehrpersonal die Schule wieder an und die Strassen sind erneut stark bevölkert. Ich habe endlich eine Dankeskarte für meinen Patron geschrieben und übergebe sie ihm sofort bei meiner Ankunft im Büro. Heute sind alle aus den Ferien zurück und der Patron ist so mit wichtigen Arbeiten überhäuft, dass er abwinkt, als wir ihm die Tickler geben wollen, Pendenzen, die diese Woche erledigt oder überwacht werden müssen. Alle müssen sich im Geschäft wieder an den Alltag gewöhnen und es bleibt noch relativ ruhig für uns Sekretärinnen.

Zu Hause erhält JP Anrufe von drei mehr oder weniger depressiven Witwen, die er aufmuntert und ihnen etwas menschliche Wärme vermittelt. Daneben schreibt er noch die letzten Karten zum Jahreswechsel und beantwortet jene, die wir erhalten haben.

Sonntag, Januar 07, 2007

Bei wechselnd bewölktem aber mildem Wetter geniessen wir einen ruhigen Sonntag.

Zum Frühstück wollen wir die übrig gebliebenen Stücke vom 3-Königskuchen essen: halt, wo habe ich ihn schon wieder hingestellt? Ach ja, er steht noch auf dem Buffet in der guten Stube, mit einem Papier bedeckt. Als ich dieses wegziehe wird klar, dass hier Misty zu nächtlicher Stunde am Werk gewesen war: in der Mitte ist der Kuchen angeknabbert! Mit verächtlicher Miene schneidet JP das Stück weg - und was kommt da zum Vorschein? Der rote Panther mit Königskrone! Misty hatte somit genau die Tranche erwischt, in der die Figur für die Königin versteckt war! Die Situation lässt mich in schallendes Gelächter ausbrechen - tant pis, heute müssen wir den Tag als gewöhnliche Sterbliche beenden!

Nachmittags machen wir einen Spaziergang in der näheren Umgebung, aber nur auf asphaltierten Strassen, da die Erde vom nächtlichen Regen noch feucht ist. Wir bewundern die äusserst unterschiedlich gebauten Eigenheime und deren Gärten, die viel über die Bewohner aussagen. Dieser Baum ist mächtig gross geworden:



Nach dem Spaziergang geniessen wir einen englischen Tee und streichen uns zum Trost hausgemachte Konfitüre auf die noch verbleibenden 3-Königskuchenstücke.

Samstag, Januar 06, 2007


Ein milder Dreikönigstag, den wir mit dem traditionellen Königskuchen feiern. Zum Glück hilft C. beim Essen, so sind die Chancen, zum König für einen Tag erkürt zu werden unter drei Familienmitgliedern aufgeteilt. Leider hält die Spannung nicht lange an: schon beim ersten Stück wählt C. dasjenige, das eine Roter Panther-Figur enthält und lässt sich mit der goldenen Krone ablichten.

Nachmittags halten wir unser erstes Video-Telephongespräch mit JPh aus Cambridge. Toll, seinen Sohn so entspannt auf dem Sofa vor dem Fenster zu einem schönen Park sitzen zu sehen und die Farbe des Himmels und einen grossen Parkbaum zu bewundern.

Anschliessend gehe ich bis zum Sonnenniedergang in den Garten - unterdessen dreht sich die Wäsche in der Trommel - und wische die gefallenen Blätter auf dem Vorplatz und unter den Büschen zusammen.

Abends bessere ich vor einem Konzert mit Alain Morisod & the Sweet People diverse Wäschestücke aus, während JP seiner Lieblingslektüre frönt.

Freitag, Januar 05, 2007

Nach einem grauen Morgen scheint die Sonne und es wird mild. JP fährt mit dem Rad in die Stadt, um wegen seiner unprofessionnell reparierten Armbanduhr zu reklamieren - und man richtet schwups die Uhr wunschgemäss.

Im Büro bin ich wiederum ganz alleine, der Patron ruft zweimal an und ich erledige fast alle Pendenzen und lege sämtliche diese Woche eingegangene Korrespondenz geordnet auf seinen Schreibtisch. Die Papierflut hält sich in Grenzen!

C. kommt nachmittags nach Hause und JP bereitet seine Fischspezialität zum Abendessen für 3 vor und serviert es bei meiner, leider etwas späten, Ankunft zu Hause. Es hat allen geschmeckt! Nach etwas Lektüre gehen wir müde ins Bett.

Donnerstag, Januar 04, 2007

Vorwiegend regnerisch und grau präsentiert sich dieser Donnerstag, den wir mit administrativen Arbeiten und Haushalt am Morgen und Büro für mich und "Besuch einer alten Dame" für JP füllen.
Trotz dem leichten Regen ist die Radfahrt nicht unangenehm. Im Büro ist es sehr ruhig - ich bin die Einzige unerer Gruppe, die präsent ist. Mein Patron ruft an und diktiert mir ein Mail, ansonsten trage ich meinen Pendenzenberg ab. Ich verpasse wieder einmal die richtige Zeit zum Weggehen und das Gebäude erstrahlt violett, als ich es nach 19 Uhr verlasse...

Zu Hause sitzen wir Abends noch eine Weile vor dem Christbaum und lassen die Kerzen brennen - es herrscht eine friedliche, sogar festliche und etwas nostalgische Atmosphäre.

Mittwoch, Januar 03, 2007

Um 6 Uhr früh schrillt der Wecker: heute ist der erste Tag im neuen Jahr, an dem ich wieder ins Büro pilgere, und dies für einen ganzen Tag! Das Wetter ist angenehm und der Weg auf dem Velo kein Leidensweg. Die gelben Strassenlaternen brennen noch, ich schrecke die Vögelchen in den Gebüschen entlang dem Radweg auf und freue mich über die schneebedeckten Anhöhen rundum.

Im Büro grüsst man allerseits mit "Bonne année!" und da mein Patron in die Berge geflüchtet, die Mitarbeiterin Mutterschaftsurlaub hat und auch meine Kollegin in den Ferien weilt, bin ich zunächst allein beim Abtragen all der Akten, die auf meinem Schreibtisch gelandet sind. Etwas später führt die HR-Mitarbeiterin unseren neuen Mitarbeiter in sein Büro. R. ist deutscher Muttersprache, spricht aber fliessend französisch und auch seine Englischkenntnisse sind ausgezeichnet, wie ich etwas später feststelle. Ich stehe ihm für Fragen zur Verfügung, aber er wird zunächst von einem Superuser in unser internes Computersystem eingeführt.

Die Sonne strahlt, über Mittag habe ich eine neue Batterie für JP's Uhr zu posten und geniesse mein Picknick auf einer Bank mit Blick auf die Rhone. Der Jet d'eau sieht majestätisch aus mit der verschneiten Bergkulisse im Hintergrund, die Kinder vergnügen sich auf einer Eisbahn mitten in der Stadt - zu schade, dass ich die Digikamera nicht bei mir habe!

Der Patron ruft nur einmal, von der Piste aus, an - das Geschäftsleben ist sehr ruhig: ein halbes Dutzend Neujahrskarten, ich muss in London um Verlängerung für die deadline eines zu publizierenden Artikels bitten und ein paar Emails verschicken. Mit anderen administrativen Arbeiten beschäftigt, vergeht die Zeit im Nu und ich verlasse das Büro zwar müde, aber zu einer vernünftigen Zeit, um meinen GG wiederzufinden, der eben einen Riesenabwasch gemeistert und die Vorbereitungen für das Abendessen getroffen hat. Er versandte auch ein Paket an JPh und versandte weitere Neujahrskarten an Freunde und Bekannte.

Mit einem Telefongespräch mit JPh und Zeitungslesen geht der Tag zu Ende.

Dienstag, Januar 02, 2007


Berchtoldstag ist hier ein Feiertag: keine Zeitungen, keine Post! Dank der gesparten Zeit kam ich flott mit der Wäsche vorwärts, führte den Staubsauger spazieren und bereitete das Essen zu.

Das Wetter war launisch und in der Nacht hatte es bis zur Hälfte des Salèves hinuntergeschneit. Doch die Sonne lachte zwischen den Wolken hindurch und ich fuhr mit dem Rad an den Treffpunkt, an dem allerdings niemand erschienen war. Never mind, ich hatte trotzdem Lust, eine kleine Tour zu machen und ein paar Fotos zu schiessen. Ich traf zwar nicht viele Spaziergänger an, aber es gab doch Kinder auf 3-Radvelos und Leute, die ihren Hund spazieren führten. Von einem Feldweg ertönten bezaubernde Trompetenklänge und die Vögel flogen bei meinem Vorbeifahren in Scharen aus den Büschen auf.

Abends sprachen wir noch mit JPh, der gut im Königreich angekommen war und bereits einen Arbeitstag vollbracht hatte. Heute sind auch meine Feiertage vergangen und morgen heisst es, den ganzen Tag im Büro zu verbringen...

Montag, Januar 01, 2007


Neujahr begannen wir mit ausgiebigem Ausschlafen bis fast um Mittag - so etwas war uns schon lange nicht mehr passiert! Draussen wehten starke Winde und es regnete in Strömen!


Den Nachmittag verbrachten wir mit Lesen, doch gegen Abend, als das Wetter wieder trocken war, machten wir doch noch einen Bummel durch das Dorf, um die Festbeleuchtung zu bewundern.


Um 19 Uhr sollten wir JPh am Flughafen mit seinen beiden Koffern aus Genf treffen während er direkt mit dem Zug aus Lausanne anreiste. Der Plan klappte bestens. JPh überliess uns wegen Uebergewicht allerdings einen seiner Koffer und packte seine Sachen um, da er nicht zusätzliche Fr. 145.- bezahlen wollte für das Ueberschreiten der 20 kg pro-Person-Limite. Nach einem Glas Fruchtsaft trennten wir uns vor der Passkontrolle, winkten ihm "gute Reise" nach und traten die Heimfahrt an. Das Haus erschien uns etwas leer, obwohl da noch einiges aufzuräumen wäre, aber dies verschoben wir auf den morgigen Feiertag.