alltaeglich

Ein Blog, in dem ich (meist) täglich über meinen ganz alltäglichen Alltag berichte...
"Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen." (Pearl S. Buck)

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Standort: Geneva, GE, Switzerland

Meist gut gelaunt, naturliebend, Storchennestgucker

Mittwoch, November 30, 2005

Den grössten Teil des Tages verbrachte ich im Büro wie jeden Mittwoch. Meine ex-Kollegin brachte mir die NZZ und bewunderte meinen neuen, geräumigen Arbeitsplatz und die Aussicht.
Die Arbeit ging recht gut vonstatten. Allerdings druckte ich quasi während dem halben Tag die gestrigen und heutigen Emails aus. Abends um 8 stand ich wie der Esel am Berg vor unserer Haustüre - ach ja, JP war ja heute Abend am Stamm in Bardonnex mit seinen Modellbau-Freunden. So las ich unterdessen "gemütlich" die 2 NZZs und machte ein paar Aufwärmübungen bis die Corsa in die Garageeinfahrt fuhr und mir JP das Tor öffnete. Er hatte einen angenehmen Abend verbracht und 2 Modellflugis von Albert als Geschenk erhalten.

Er erzählte mir, dass er am Morgen auf der Suche nach einem neuen Bürostuhl für unser Heimbüro diverse Geschäfte abgeklappert hatte und seine Wahl mehr oder weniger feststand. Er brachte auch das Auto in die Garage, damit ein Verstellhebel des Fahrersitzes, der nicht mehr funktionierte, ersetzt werden konnte. Sein Garagist riet ihm, den Wagen künftig nicht mehr an Musklor auszuleihen!

JP kaufte auch noch Salz für die Wasserenthärtungsanlage, sorgte für sein Mittagessen und Mistys Fressnapf und besorgte den Geschirrwasch.

Nach einem einfachen Mahl durchblätterte ich noch die Zeitungen, dann war es höchste Zeit, in die Klappe zu gehen!

Dienstag, November 29, 2005

Heute Morgen war der Schnee nach dem nächtlichen Regen geschmolzen. Wir beschlossen, nach Bonne im nahen Hochsavoyen zu fahren, um uns die von unserem Gärtner vorgeschlagenen Steinplatten für den geplanten Weg zum Gartenhäuschen anzusehen. Ich spielte den Navigator und wir fanden das Unternehmen auf Anhieb. Die Platten gefielen uns und wir fuhren zurück und holten auf dem Weg nach Hause noch Medikamente für JP in der Apotheke.

Nach einem raschen Lunch ging ich an den wöchentlichen Treffpunkt mit meinen Freundinnen der « Roue libre ». Trotz dem grauen und feuchten Tag fanden wir uns zu fünft und marschierten gleich los, denn es war zu kalt zum Hermumstehen. Wir waren für alle Fälle mit einem Regenschirm bewaffnet, aber vorläufig konnten wir unbeschwert plaudern. Wir spazierten zwischen Gemüsefeldern (Salat, Lauch, usw.) und Treibhäusern und fanden in einer Mulde, in der oft Blumenabfälle liegen, noch ganz schöne Cyclamenpflanzen. Wir suchten uns alle einen oder zwei Blumenstöcke aus und da niemand einen Plastiksack mitgebracht hatte, deponierten wir sie vorerst unter einer Tanne. Dann marschierten wir weiter, guckten uns hübsche Schafe mit schwarzen Ohren in einer Wiese an um nach einer Stunde im Bistro anzukommen, wo wir alle einen Tee genossen.

Auf dem Rückweg fanden wir auch noch genügend weggeworfene Plastiksäcke, so dass wir unsere Blumen gut verpackt wie Trophäen nach Hause tragen konnten. Wir hatten Glück: als wir erneut an der Mulde vorbeikamen war diese leer! Inzwischen fielen grosse Schneeflocken auf die Erde - wir hatten unsere Schirme nicht umsonst mitgebracht! Trotz dem misslichen Wetter waren wir zufrieden und freuten uns, die hübschen Blumen zu Hause in Töpfe zu verpflanzen.

Zurück im trauten Heim war ich angenehm überrascht zu sehen, dass mein Gatte unterdessen den Geschirrwasch erledigt hatte!

Der Abend war mit Abendessen, Telefonat an die Eltern (es geht ihnen ordentlich) und etwas Bügeln ausgefüllt.

Gleich nach dem Frühstück hieven wir die Winterpneus in die Corsa - JP fährt damit in die Garage und eine Stunde später ist das Auto für den Winter gerüstet.

Ich sortiere die angehäuften Wandervorschläge aus den Zeitungen nach geographischen Standpunkten und sehe uns schon in Gedanken über grüne Wiesen und durch geheimnisvolle Wälder wandern und an lauschigen Orten picknicken... Doch halt, morgen ist Grünabfuhr und es gilt, die 2 x 240 Liter fassenden Container mit Gartenabfällen zu füllen. Ich spiele Frisör und schneide einen stachligen Busch zurück.

Nachmittags fahre ich wie üblich ins Büro, während JP ebenfalls mit dem Rad in die Stadt fährt um Einkäufe zu machen (Weihnachtsgeschenke für die Freunde in den USA). Auf dem Heimweg geht es steil bergauf zur Altstadt und es gelingt ihm, die Pedale nicht loszulassen!

Mein Chef erklärt, er sei trotz Sonntagsarbeit überbordet. Es hagelt Emails, die ausgedruckt und abgelegt werden müssen, dazwischen komme ich knapp dazu, mir ein neues Diktaphon zu installieren , ein Diktat ab Kassette zu schreiben und neue Dossiers zu erstellen. Abends fülle ich auch noch ein internes elektronisches Bestellformular für Büromaterial aus, da das neue Sekretariat unbedingt benötigt.

Zu Hause hatte zum Glück mein Gatte bereits das Essen gewärmt, sodass ich mich (fast) nur noch an den Tisch setzen konnte!

Montag, November 28, 2005

1. Advent: draussen liegt noch eine kleine Schneedecke auf den Wiesen. JP trotzt der Kälte und holt per Velo Brot in der Bäckerei. Nach dem gemütlichen Frühstück radelt er nochmals ins Dorf, Ziel die Kirche. 10 Minuten später kommt er bereits zurück: die Messe wird im Nachbarort abgehalten - unmöglich dort noch rechtzeitig anzukommen. So bastelt er an seinen Modell -Accessoires.

Erst gegen Mittag erscheint eine bleiche Sonne, gegen Abend kommen die Wolken und es schneit auch ein bisschen. Ideales Wetter fürs Meditieren im Kerzenschein! JP verbringt den Nachmittag wieder an der Trans-Expo in Cointrin und hilft abends beim Wegräumen der Kleinode. Ich bearbeite am PC die Fotoseite der "Roue Libre" um diese in chronologischer Reihenfolge erscheinen zu lassen. Während der Wartezeiten zum Aufladen der Bilder sorge ich fürs Ablegen der bezahlten Rechnungen.

JP kommt gerade rechtzeitig für ein Raclette nach Hause, zu dem er einen Weisswein aus Neuseeland kredenzt. Beim Gutenachttee vor dem Fernseher und Ausbessern von Kleidungsstücken klingt der Sonntag aus.

Sonntag, November 27, 2005

Gla-gla-gla: heute Morgen mussten wir zuerst eine Eisschicht von den Autoscheiben kratzen bevor JP mit seinem B-17 (Fliegende Festung) Modell an die Expo der Modellbauer an den Flughafen fahren konnte, wo die Ausstellung in einer Durchgangshalle aufgebaut worden war. Seine Freunde waren für die Hilfe dankbar und JP stolz, die Fragen der neugierigen Zuschauern beantworten zu können.

Ich blieb zu Hause, beantwortete die Telefonanrufe und verpackte das Geburtstagsgeschenk an meinen Bruder. Leider hatte ich keine Ideen für den Text der Geburtstagskarte und das Suchen nach Verpackungsmaterial erwies sich als gefährlich, da ein Schachtelturm auf mich einstürzte! Deshalb wird das Paket erst montags auf die Post gebracht, hoffentlich noch rechtzeitig, um am Mittwoch,(dem Tag des Wiegenfestes) in Bern anzukommen.

Nachmittags wischte ich die gefallenen Blätte in der Einfahrt zusammen: die Bäume werden langsam kahl, bloss Nachbars Birke (gelb) und unser japanischer Ahorn (rot) haben noch ziemlich Blätter an den Aesten. Dabei leistete mir ein Rotkehlchen Gesellschaft, wohl um mich daran zu erinnern, dass ich Meisenknödel auf die Einkaufsliste setzen solle. Denn auf der Wiese liegt immer noch etwas Schnee und gemäss der Wettervorhersage soll es mindesten bis Mitte nächste Woche kühl bleiben, mit weiteren Schneefällen!

Samstag, November 26, 2005


JP's "Stammtischpiloten" Freunde: Albert, Gerard und Franck der "Amicale des Maquettistes Genevois" am 26.11.05 an der Expo in Cointrin

Heute Morgen wartete eine weisse "Ueberraschung" auf uns: der vom Wetterdienst angesagte erste Schnee war tatsächlich gefallen und die Natur rund ums Haus mit ca. 2 cm Schnee bedeckt!

Wagemutig holte JP trotzdem mit dem Fahrrad das Brot im Dorf und fuhr später morgens und nachmittags auch noch in die Stadt damit!

Gegen Mittag erschien dann die Sonne und verzauberte die Landschaft noch mehr. Ich genoss die Radfahrt zur Arbeit am Nachmittag. Mit Hilfe einer Kollegin wurden die letzten Kartons geleert, die Schubladen beschriftet und BM entschied über Verbleib oder Wegwurf der zahlreichen Dokumente. Er hatte eine unangenehme Telefonkonferenz hinter sich, bei der ihm ein gestresster Kunde Vorwürfe machte, die sich wenig später als unbegründet ergaben...
Ich aber genoss den tollen Arbeitsplatz, den ich nach und nach entdecke. Die Kolleginnen des 5. Stockwerks schrieben mir eine nette Willkommenskarte: ich war sehr gerührt!

Freitag, November 25, 2005


Ein Sonnenstrahl - rasch eine Photo bevor der Schnee schmilzt!

Donnerstag, November 24, 2005

Heute war ein denkwürdiger Tag: der Umzug in das neue Büro und Sekretariat meines Chefs im 5. Stock! Im 6. Stock sind die Konferenzzimmer, es ist also die höchste Büroetage. Ein Team packte und transportierte alles was sich im kleinen Büro von BM befand an den neuen Standort. Inzwischen sind alle Kundenakten in den Schubladen versorgt, sowie eine Hälfte der Bundesordner. Morgen kommt Verstärkung, damit ich mit der Arbeit nicht zu sehr in Rückstand komme. Manches fehlt noch, aber der neue PC, der Drucker und das Telefon funktionieren! Meine neue interne Nummer ist die 425. Mal sehen, ob ich morgen Zeit habe, die 7 Stockwerke (vom Parkhaus her) wenigstens einmal zu Fuss zu ersteigen!

Die Bise hat während der Nacht die Wolken vertrieben und liess die Jurakette heute morgen in einem ganz besonderen Licht erscheinen. Gestiefelt und mit warmem Mantel, Mütze und Handschuhen bewaffnet radelte ich ins Büro. Der Chef eröffnete mir, dass er schon heute mit dem Umzug der Akten und Bundesordner beginnen wolle. Wir fanden einen Karren und Kartons und fuhren gemeinsam die erste Ladung Ordner in das 5. Stockwerk, wo er bereits einen Teil seiner Bücher ins Regal gestellt hatte. Wir bewunderten die Aussicht vom Chefbüro aus auf die alten Bäume und den Salève und Petit Salève im Hintergrund. Anschliessend füllte ich Kartons mit Akten, die bisher zusammen mit denjenigen der 3 anderen Rechtsanwälten der Gruppe in über 20 Schubladen verstaut waren. Bei dieser ungewohnten körperlichen Arbeit kam ich ins Schwitzen und fuhr deshalb in der Mittagspause ins Stadtzentrum, um mich etwas abzukühlen. Dies gelang vollauf, denn der Wind blies sehr stark: Blätter wirbelten umher, Masten wankten, ich musste mich an mein Fahrrad klammern, um nicht umgeworfen zu werden! Auf dem See schlugen die Wellen hoch und liess die Schwäne und Enten ganz hübsch herumschaukeln! Ich erstand das Geburtstagsgeschenk für meinen Bruder, ass einen Sandwich und kehrte wieder an die Wärme des Büros zurück.

Gegen Abend liess die Windstärke ab, und die Heimfahrt gestaltete sich problemlos. Ein Pizzakurier fragte mich nach einem Strassennamen und brauste dann rasch davon. Zu Hause erwarteten mich JP und Misty und eine gehörige Portion Sauerkraut! Auch JP war heute mit dem Rad in der Stadt unterwegs: er hatte sich ein Paar neue Hosen gekauft und benutzte den Wind um mühelos eine steile Strasse hinaufzufahren!

Das Bügeln vor dem Fernseher, mein Gutenachttee: meine Abendrituale habe ich genossen!

Mittwoch, November 23, 2005


So sah der Reporter der "Tribune de Geneve" den See heute!

Der Himmel blieb heute den ganzen Tag vorwiegend grau und kühl. JP verbrachte den halben Morgen damit, 4 Konfitürengläser zu verpacken und auf die Post zu bringen - Bestimmungsort Texas: heimatliches Selbstgemachtes für JPh (CHF 44.- / Tarif B) !

Am Nachmittag bummelte ich mit 7 anderen Frauen durch die Natur in der näheren Umgebung: wir durchquerten ein Wäldchen und marschierten entlang einem Fluss, hinauf und hinunter, tüchtig schwatzend und mit einem Zwischenhalt in einem Tearoom. Offensichtlich schätzen alle diese Dienstagsnachmittage sehr, alleine würde wohl nur wenige bei diesem eher unangenehmen Wetter herummarschieren.

Als ich gegen halb fünf zurückkehrt, hatte mein Göttergatte per Velo Einkäufe getätigt, damit wir heute Abend sein Lieblingsessen, Sauerkraut, essen konnten. Er hatte nämlich dazu passendes geräuchertes Fleisch und Würste aus dem Elsass mitgebracht.

Abends fütterte ich dann noch die Waschmaschine mehrmals - wie schön, wenn alle technischen Heinzelmännchen korrekt funktionieren!



Dienstag, November 22, 2005


Die Freundinnen der "Roue Libre" beim Aufstieg gegen Vessy

Stahlblauer Himmel, ziemlich angenehme Temperatur (6°) heute nachmittag, und ausschlafen bis wir von alleine erwachen (9h45!!)! Nach einem gemütlichen Frühstück mit Elsässer Gugelhopf und etwas Hausarbeit ist es schon bald Zeit, sich erneut an den Tisch zu setzen, für einen kleinen Lunch, bevor ich gut gelaunt ins Büro flitze, während mein Gatte sich mit Administrativem herumschlägt.

Mein Chef konnte mir nur kurz ein paar Instruktionen geben, bevor er mit Konferenzgesprächen und einem grossen neuen Dossier beschäftigt war. Unheimlich, wie viele Emails immer ankommen, die ich ausdrucken, ablegen und auch elektronisch an den richtigen Ort verschieben muss.

Gegen 19 Uhr hatte ich genug und trampte auf dem gewohnten Weg nach Hause, wo ich mit Hochgenuss mit JP das aufgewärmte Sauerkraut und ein Glas Bier genoss! Da fällt mir eben ein, dass in der Küche noch ein Quittenkompott auf dem Feuer steht - malschnellnachsehengeh obnochnichtangebrannt - uff, alles OK!

Montag, November 21, 2005

Herrliches Wetter heute, wenn auch ziemlich kalt. Ich wickle einen Schal um den Hals und schlüpfe in einen warmen Mantel, bevor ich mich auf den Sattel meines Velos schwinge. Die Fahrt geht zur Bäckerei, ich hole frisches Brot für mein Konfibrot zum Frühstück.

C. hat sich zum Mittagessen angemeldet und ich bereite Sauerkraut und eine Apfelwähe zu. Da C. gestern Abend mit einem Freund verbracht hatte, den er schon lange nicht mehr gesehen hatte und nicht viel geschlafen hatte, läute ich vergebens zum Essen. Ich lasse ihn schlafen und wärme ihm das Gericht um 15 Uhr, als er frisch geduscht in der Küche erscheint.

Am Nachmittag rief JP an und kündigte seine Heimfahrt an. Im Durchschnitt dauert die Fahrt 3,5 Stunden - ich sollte also wenigstens das Abendessen in Gesellschaft geniessen können. C. fuhr inzwischen mit seinem Motorrad an den Bahnhof, um rechtzeitig in seinem Studio in Lausanne zu sein, seine Woche vorzubereiten und genügend Schlaf zu finden.

Ich skypte noch eine Weile mit meinem Bruder und freute mich, dass alles OK ist bei ihm und dass seine Söhne gut arbeiten in der Schule. Der Jüngste, ein Erstklässler, macht rasche Fortschritte beim Lesen und Schreiben - Bravo! Dann rief ich meine Eltern an und erfuhr, dass meine Mutter starke Schmerzen im rechten Arm hat. Hoffentlich kann ihr der Arzt helfen, ich bedaure aufrichtig, dass sie so leiden muss.

Das Abendessen mit meinem Gemahl war sehr nett - wie schön dass ich vorläufig nicht mehr Strohwitwe bin. Wir erzählten uns die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Woche und prosteten uns zu!

Sonntag, November 20, 2005

Die Sonne schien so schön heute, dass ich zwischen dem Laubrechen immer mal wieder zur Digikamera griff! Posted by Picasa

Samstag war ein sonniger, aber kühler Tag. Meine Haupttätigkeit war das Zusammenrechen von gefallenen Blättern - das dauerte Stunden und füllte zwei Container der Grünabfuhr. Zum Zvieri genehmigte ich mir eine Tasse Tee und das letzte Stück Apfelwähe. Dann gings nochmals hinaus, bis es langsam dunkel wurde. Misty rannte fröhlich im Garten herum. Als ich ganz hinten im Garten arbeitete, kam C. und holte rasch etwas aus dem Haus, um gleich wieder loszufahren. "Er hat doch hoffentlich die Türe nicht verschlossen", fuhr es mir durch den Kopf. Ich ging zum Eingang und - wie dumm - die Türe war tatsächlich verschlossen! Da stand ich nun, in Gartenstiefeln, Jeans und Arbeitsweste - ohne Geld, Schlüssel, usw.

Ich beschloss, das Beste daraus zu machen. Spätestens gegen Mitternacht würde ja das Söhnchen wieder kommen. Ich zündete die zwei Aussenlampen an und griff wieder zum Laubrechen, denn auf der Wiese vor und hinter dem Haus lagen noch viele Blätter. Nach einer Weile schlug die Turmuhr 7 Uhr - unglaublich, ich hatte bereits eine Stunde Nachtarbeit geleistet! Der Himmel war voller Sterne und dann leuchtete auch noch der quasi-Vollmond hinter den Tannen des Nachbars hervor. Trotz den bloss 2° C war mir (noch) nicht kalt und ich fand immer wieder Laub zum Zusammenrechen. Da hörte ich plötzlich ein Motorrad in der Einfahrt - es war C., dem plötzlich eingefallen war, dass da wohl etwas nicht stimmte: die Garage
war offen, als er heimkehrte und er hatte sie verschlossen, als er wegging... Er entschuldigte sich und ich war natürlich froh, wieder an die Wärme und zu einem Abendessen zu kommen!

Hier ein Teil unseres Gartens heute Posted by Picasa

Samstag, November 19, 2005

Letzte Nacht bescherte uns den ersten Frost. Leider hatte ich auf der Terrasse eine nicht winterharte Grünpflanze stehen lassen, die jetzt sehr unschön aussieht! Ich stellte sie in die Küche - mal sehen, ob da noch was zu retten ist...

Nach Hausarbeit und Essen zubereiten schwang ich mich zum ersten Mal diese Saison mit dem dicken Wintermantel auf den Sattel und rollte bei herrlichem Sonnenschein jedoch kühlem Wetter an meinen Arbeitsort. Heute Nachmittag war es sehr ruhig, und ich konnte die Pendenzenliste etwas verkleinern. Meine Kolleginnen und eine Rechtsanwältin zerbrachen sich den Kopf, wo sie wohl einen wie vom Erdboden verschwundenen Bundesordner mit Originaldokumenten wieder finden könnten. Leider konnte auch ich ihnen nicht helfen.

Nach Einkäufen im Supermarkt radelte ich in der Dunkelheit problemlos nach Hause, wo mich Misty wie üblich mit einem Konzert empfing und sich gierig über ihren Fressnapf hermachte. Am Telephon teilte ich mit JP die letzten News, bevor auch ich mir etwas Essbares zuführte.

Donnerstag, November 17, 2005

Heute nachmittag entdeckte ich den ersten Schnee auf den höchsten Gipfeln des Juras. Die Bise blies den Hochnebel und die Wolken weg und bescherte uns einen sehr sonnigen, wenn auch kühlen Nachmittag. Handschuhe und Mütze werden unerlässlich beim Velofahren.

Heute Morgen las ich eine Menge der sich aufgehäuften Tageszeitungen. Dabei lernte ich, dass der "durumagi", der Mantel, in den sich die Teilnehmer am APEC Gipfel in Busan in Südkorea hüllen, auch hierzulande ein Hit werden soll. Warum nicht, praktisch jedenfalls sieht dieses Kleidungsstück aus.

Meine Kollegin ist traurig, weil heute angekündigt wurde, dass mein Chef und ich bereits nächste Woche umziehen werden. Wir sahen uns das leere Büro an, in dem es recht viel Platz hat und in welchem ich dann die Welt von oben relativisieren kann! Doch bis alles eingerichtet ist - argh!

Mittwoch - wie üblich viel Arbeit und Termindruck im Büro. Ich kam Morgens etwas später als üblich an, da ich wohl vergessen hatte, den Wecker zu stellen und erst um halb acht erwachte! Ich brachte wieder Trauben ins Büro und da ich keine Zeit hatte, sie zu waschen und auf den Schrank zu stellen, erbot sich meine Kollegin - wie sie zugab aus egoistischen Motiven - dies zu erledigen. Das Wetter war zwar grau aber so mild, dass ich auch diesen Mittwoch meinen Sandwich im Park verspeiste.

Vielerorts blüht der Winterjasmin mit seinen kleinen gelben Blüten, und man kann noch in manchen Gärten schöne Rosen entdecken.

Abends telefonierte ich noch mit der Familie und freute mich, dass die Schweizer Fussballmannschaft in Istanbul genug Tore gegen die Türken geschossen hatten, um die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 06 in Deutschland trotz verlorenem Spiel zu gewinnen.

Mittwoch, November 16, 2005

Heute nahm ich an einem Treffen mit Leuten aus dem Seniorweb teil. Es war das erste mal, dass wir uns trafen und die meisten kannten sich vorher bloss virtuell aus den Foren.

So stieg ich heute Morgen auf mein Rad und fuhr an den Bahnhof, wo ich den Zug nach Freiburg bestieg. Am Treffpunkt gesellte ich mich zu unserer Gruppe von 10 unternehmungslustigen 50+ Leuten, die sich nach einem Kaffehalt und erster Kontaktnahme schon lebhaft unterhielten und interessiert den Ausführungen von M. Savary, unserem guide, folgten. Wir spazierten vom Bahnhof zur Kathedrale St. Niklaus, die dasselbe Portal wie die Kathedrale von Strassburg besitzt, weiter durch die « Reichengasse », durch die engen Gassen der Altstadt hinunter zur Sarine, dem Fluss der die Grenze zwischen der deutschen und der französischen Schweiz bildet.

Im Rest. Tirlibaum wartete ein ausgezeichnetes Fondue auf uns, das unsere gute Laune falls möglich noch vergrösserte! Dann bummelten wir durch die Altstadt zurück zum Bahnhof, genehmigten uns noch einen Kaffee und bedankten uns ganz herzlich bei den Organisatoren. Viel zu früh musste jeder wieder nach Hause fahren. Ich reiste in Begleitung von zwei Damen: Lémania, aus Nyon und Hellrun, eine sportliche Quebecquoise aus Montreal, die für zwei Jahre ihrem Compagnon ins Tessin gefolgt ist. Sie machte einen Abstecher via Genf, um sich mit französischen Büchern ein- und die Stadt zu entdecken.

Es war ein wunderschöner, sonniger Tag und glücklich pedalte ich unter dem Vollmond nach Hause, wo mich Misty, die Katze, miauend begrüsste!

http://snipurl.com/jy0e

Dienstag, November 15, 2005

Heute Montag blieb der Himmel den ganzen Tag grau, aber die Temperaturen waren für die Gartenarbeit recht angenehm. Ich schnitt Gebüsch zurück und pflanzte die Stiefmuetterchen, die ich gestern aus der vor der Gaertnerei stationierten Mulde geholt hatte.

Nachmittags gings wie üblich per Velo ins Buero. Heute war ein wichtiger Tag im Leben meines Chefs: intern wurde von der Direktion bekannt gegeben, dass er ab 1. Januar 2006 Partner der Anwaltsfirma Lenz und Staehelin in Genf wird! Sogleich "explodierte" seine Mailbox mit Gratulationen! http://www.lenzstaehelin.com/en/3_attorneys/attorney.php?ID=86

Er versprach mir, dass ich nach den ersten paar Monaten weniger Arbeit haben werde! Er wird im Februar Verstärkung erhalten, sowie eine Sekretärin mit einem 100% Pensum. Nächste Woche wird voraussichtlich umgezogen, vom 2. in den 5. Stock!

Pech für C.: er vergass den Hausschlüssel und stand vor verschlossenen Türen. Als ich Abends gegen 8 Uhr nach Hause kam, fand ich eine Notiz von ihm und eine Tasche mit schmutziger Wäsche!

Abends dann noch ein Anruf von J-P: alles OK!


Hier eine Auswahl meiner "geretteten" Stiefmuetterchen, die diesen Fruehling vor unserem Briefkasten bluehten

Montag, November 14, 2005

Heute Sonntag war ein angenehm milder Herbsttag, wie üblich grau bis gegen Mittag, doch dann kam die Sonne. Während J-P seine sieben Sachen für seine "Geschäfts"-Reise ins Elsass packte, buk ich eine Schokoladetorte für den Verkauf an der Kermesse, und kochte Sauerkraut, damit J-P heute abend etwas zum Aufwärmen hat, auch wenn er weg von zu Hause ist.

Am Nachmittag radelte ich nach Bardonex, wo an einem Weinberg immer noch süsse, schöne Trauben auf Abnehmer warten. An einer Abfallmulde bei einer Gärtnerei fand ich noch Stiefmütterchen- und Chrysanthemenpflanzen. Es ist ein Hobby von mir, weggeworfene Pflanzen hochzupäppeln. An deren Blüten freue ich mich jeweils ganz besonders! Zurzeit blüht hinter unserem Haus eine sehr schöne weiss-gelbe Chrysantheme, die ich letztes Jahr vom Abfall gerettet hatte und auf die ich sehr stolz bin!

Als Strohwitwe genoss ich trotzdem mein Abendessen mit Kürbissuppe, um nach einem Telefonat mit meinen Eltern noch etwas zu bügeln.

Sonntag, November 13, 2005

Heute Samstag war Kermesse im Dorf und ich traf mich dort mit meinen Freundinnen zum Tee. Ich verteilte den Internetlosen Ausdrucke der letzten Fotos unserer Zusammenkünfte und stellte ein paar Trauben von unserer Nachlese auf den Tisch, die wir zum Apero genossen. Dann kaufte ich Gemüse am Markt und grüsste viele Bekannte.

Nachmittags buk ich eine Apfelwähe und bereitete den Ragout für die nächste Mahlzeit vor. Dann wischte ich noch eine Stunde Laub zusammen und band eine Chrysanthemenpflanze hoch, deren Zweige sich zu Boden neigten. Dazwischen füllte ich noch zweimal die Waschmaschine. Per Rad fuhren mein Gatte J-P und ich zurück ins Dorf an die Kermesse, um dort das Abendessen (Risotto mit Tessiner Wurst) zu geniessen. Zurück nach Hause, wo ich meinen Rucksack ausbesserte und eine Telereality-Sendung genoss. http://www.tsr.ch/tsr/index.html?siteSect=369100


Erfreut nahmen wir Kenntnis vom Resultat des Fussballmatch Schweiz - Türkei, den die Schweiz 2:0 gewann!

Gute Nacht!

Samstag, November 12, 2005

Toll, heute konnte ich vor dem Hause noch 2 schön rote, reife Monatserdbeeren ernten!

Auch heute wieder ein sonniger Nachmittag, den ich im Büro verbrachte, während J-P einkaufte und später das Abendessen zubereitete. Das Büro meines Chefs war heute wieder einmal übersät mit Büchern und Dokumenten - er hat einfach zu viel Arbeit und will jetzt noch eine zweite Mitarbeiterin einstellen.

Als ich gegen 20 Uhr zu Hause ankam, musste ich nur noch den Salat bereitmachen zu den Steaks und Bratkartoffeln, die knusprig in der Pfanne warteten. Das Essen schmeckte prima!

Freitag, November 11, 2005

Heute Donnerstag war der Himmel morgens grau, nicht gerade einladend für die Gartenarbeit. Deshalb erledigte ich administratives, bevor es Zeit war, das Mittagessen vorzubereiten. J-P hatte Fischfilets eingekauft, die ich in der Pfanne brutzeln liess, dazu kamen Kartoffeln nature und Salat aus dem Garten. Langsam scheint es zu kalt für die Schnecken zu werden, denn ich fand keine im Gemüsebeet...

Bei strahlendem Sonnenschein konnte ich dann an meinen Arbeitsort radeln, wo ich sogleich mit Arbeit überhäuft wurde: der Partner diktierte mir ein Email, neue Dossiers mussten erstellt werden. Zusammen mit meinem Chef notierte ich den Platz, den wir im 5. Stock (zur Zeit teilen wir noch im 2. Stock die Bürofläche mit dem abtretenden Partner) für unsere Akten brauchen werden: wir kamen auf 22 Schubladen ! Dazwischen immer wieder Auskünfte, Telefonate, Erstellen von Kopien, Ausdrucken und Transferieren von Emails. Zuletzt druckte ich noch den Entwurf eines Begleitschreibens aus und die dazugehörenden Beilagen. Möglichst bald sollen dann 30 solcher Briefe mit Einzahlungsschein an die Mitglieder eines Vereins versandt werden.

Am Donnerstag sind die Läden länger offen (zwischen 19h30 und 21 Uhr). Deshalb kaufte ich noch einige Nahrungsmittel und non food Dinge ein, bevor ich durch die Dunkelheit zurück ins traute Heim pedalte.

Nach dem Essen machte ich noch ein paar Nadelstiche in C.'s Hose und streichelte die Katze, bis ich so müde war, dass ich alles liegen liess.

Donnerstag, November 10, 2005

Mittwoch - das ist jeweils ein strenger Tag: im Büro von 8 bis 19 Uhr, mit einer etwa einstündigen Pause. Heute war es neblig, besonders beim Heimradeln, aber in der Mittagspause war es mild genug um im Park zu picknicken.

Wie schön, wenn zu Hause der Ehemann die Kürbissuppe wärmt und ein Birchermüesli auf mich wartet (beide gestern von mir zubereitet...)!

Dienstag, November 08, 2005


Radausflug mit meinen Freundinnen im Genfer Hinterland

Heute war mein freier Tag und ich konnte mit 8 "copines" durch die Landschaft radeln. Wir pflückten Trauben in einem Rebberg, genossen einen Tee in einem gemütlichen Café und hatten uns viel zu erzählen.

Am morgen noch vor dem Frühstück füllte ich den Container mit Laub, da er heute morgen geleert wurde. Am Nachmittag füllte ich dann gleich die beiden geleerten Boxen wieder mit den gefallenen Blättern. Der Gärtner kam noch rasch vorbei und streute Kompost auf das neue Steingärtchenbeet. Ich freue mich auf den Frühling, um all die neu gepflanzten Blumen in ihrer Blütenpracht zu entdecken.

Montag, November 07, 2005

Beim Surfen auf dem Internet bin ich auf diese Seite gestossen. Da ich es vor ein paar Jahren aufgegeben habe, täglich in mein Tagebuch zu kritzeln, werde ich versuchen, mein ganz alltägliches Leben und das meiner Lieben auf diese Weise zu verewigen...

Heute war ein sonniger Tag. Am Nachmittag schwangen mein Gatte und ich uns auf unsere Räder und radelten nach Landecy, dem nächsten Weinberg, wo wir eine tüchtige Menge Trauben pflückten - erlaubte Nachlese, selbstverständlich!

Heute Abend setze ich mich vor den Fernseher, damit das Bügeln unserer Wäsche etwas leichter fällt!