alltaeglich

Ein Blog, in dem ich (meist) täglich über meinen ganz alltäglichen Alltag berichte...
"Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen." (Pearl S. Buck)

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Standort: Geneva, GE, Switzerland

Meist gut gelaunt, naturliebend, Storchennestgucker

Sonntag, Dezember 31, 2006


Gut ausgeschlafen, geniessen wir zu Dritt heute im Hotel ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, bevor wir die Reise in den Aargau zu meinen Eltern antreten. Das Wetter wird sonnig und warm - es wird der wärmste Sylvestertag seit 25 Jahren werden!

Bei den Eltern angekommen stelle ich die Lasagne in den Backofen und während ich mit Mami plaudere, tauschen die Männer ihre Neuigkeiten aus und JPh zeigt dem staunenden Grosspapi die Möglichkeiten seines neuen Laptops. Es ist schön, gemeinsam am Mittagstisch sitzen zu dürfen und anschliessend sogar einen längeren Spaziergang unternehmen zu können. Papi macht eine kleine Schlaufe mit uns, während wir noch zu einem Aussichtspunkt weiterspazieren, von dem aus man eine schöne Aussicht auf Aarburg geniesst.

Nach einem Zvieri und dem Abwasch machen wir uns wieder auf die Räder, um JPh bei seinem Bruder in Lausanne für den Sylvesterplausch abzuliefern. Wir machen noch einen kleinen Bummel um die erleuchtete Kathedrale und fahren dann auf wenig belebten Strassen in den Westzipfel der Schweiz zurück, wo wir um Mitternacht den Champagnerkorken knallen lassen! "Es guets Neuis!" Wir können mit dem verflossenen Jahr zufrieden sein und nur hoffen, auch 2007 bringe unserem Alltag viel Schönes und Beachtenswertes...

Samstag, Dezember 30, 2006


Heute Morgen fahren wir via Lausanne (wo wir C. abholen) nach Bern, wo wir die Familie meines Bruders besuchen und die 4 Cousins wieder einmal ein paar Stunden zusammen verbringen können. Zuvor muss noch die Katze gefüttert und ihre Hütte auf der Terrasse installiert werden. Ich bereite einen grossen Fruchtsalat (für 8) vor und packe meine Siebensachen zusammen, dann kann es losgehen. Zuerst müssen wir aber noch zum Tanken einen Halt einschalten während dem ich exotische Früchte für die Schwägerin einkaufe.

Das Wetter ist meist grau, aber trocken und wir kommen termingemäss zum Familientreffen. Die Jungs spielen zusammen Babyhockey und schauen sich eine DVD an. Wir plaudern und essen Pizza und Salat, trinken Wein dazu und vergessen auch das Dessert nicht. Dann macht ein Teil der Familie einen kleinen Spaziergang, während sich meine Schwägerin ausruht und C. mit dem älteren Cousin Ch. eine Partie Schach spielt, wobei dieser die französischen Namen der Figuren lernt. Da C. noch heute nach Lausanne zurückreisen will begleiten ihn Chr. und mein Bruder per öV an den Bahnhof. Als die beiden wieder zurück kommen verlassen wir das gastliche Haus und gehen mit meinem Bruder M. noch ein Bier trinken. Leider ist in unserem Hotel schon um halb elf Uhr Polizeistunde, aber mein Bruder weiss einen coolen Ort, die Billard Lounge, www.billardlounge.ch wo wir zu Grossbildschirm und DJ Musik in einem früheren Industriegebäude noch einen Schoppen genehmigen können, um den schönen Tag abzurunden.

Freitag, Dezember 29, 2006

Letzter Tag in diesem Jahr im Büro. Ich kann verhältnismässig frühzeitig das Büro verlassen, beladen mit Champagner und kandierten Früchten, die mir mein ehemaliger Chef gebracht hat. Es freut mich zu sehen, dass er 7 Jahre nach seiner Pensionierung noch fit und unternehmungslustig ist und ich bin gerührt, dass er die Tradition aufrechterhält, seine ehemalige Sekretärin auf die Festtage mit einem Geschenk zu beglücken.

JPh geht zu einem Freund in das Nachbardorf. Sie schauen sich zusammen einen Film an. Er kommt zum Abendessen wieder nach Hause und ich freue mich auf ein langes Wochenende im Familienkreise und etwas Ausruhen.


Donnerstag, Dezember 28, 2006

Eisnebel war heute angesagt, ein Glücksfall für die Carossiers! Ich wusch nach dem Frühstück mit einem Kübel warmem Wasser das ziemlich schmutzige Kleinauto, mit dem JPh diesen Morgen mit einer ehemaligen Schulkameradin zu einem Treffen mit einem Mitglied seiner Freundesgruppe fahren wird. Auch den Staubsauger benutzte ich und schrubbte die Wagenfenster, die sobald sie in Kontakt mit etwas Feuchtigkeit kamen, gefroren.

Die Fahrt ins Büro war zwar kühl, aber erträglich. Die Bäume waren hübsch mit etwas Rauhreif verziert und nach einer Weile wurde es plötzlich heller und ich konnte eine bleiche Sonne erblicken - toll, wenn man sie eine Woche lang nicht mehr gesehen hat!

Im Büro hatte mein armer Patron statt Zeit für seine wissenschaftlichen Beiträge mehrere Konferenzgespräche hintereinander. Er hatte mir einen Umschlag mit einer äusserst netten Karte und Geschenkbons auf den Schreibtisch gelegt und die Familienchronik, an der er noch Texte hinzugefügt hatte. Ich druckte sie mehrmals farbig aus und band die Exemplare zu einem eleganten Ganzen - jedenfalls war der Patron zufrieden. Dann musste ich ihm dies und jenes für ein neues, grosses Dossier bereitstellen, den Drucker von den eingeklemmten Papieren befreien, usw., sodass das Bürogebäude in Rot und Weiss erstrahlte, als ich nach Hause radelte.

JPhil kam etwas später nach Hause und wir waren froh, dass seine Fahrt trotz etwas Stau gut verlaufen war, besonders da wir von Karambolagen und Unglücken wegen des Eisnebels gehört hatten.

Mittwoch, Dezember 27, 2006

Back to work! Ich fand den Weg zurück ins Büro unter der Hochnebeldecke und fand es ganz nett, bei jedem Blick durchs Fenster sich mitten im Nebel zu fühlen. Etwas nostalgisch stellte ich den Abwesenheitsindikator auf off.

Leider wurde die Yogastunde abgesagt, da wohl zu viele potentielle Teilnehmer ferienabwesend waren.... so machte ich Besorgungen in der Mittagspause und vertilgte meinen Sandwich in der Küche, die gleichzeitig Fotokopierlokal ist. Der Patron erschien spät und ging über Mittag nach Hause mit einem ausgeliehenen USB-stick, auf den er Photos und die Struktur seiner Familienchronik für das Jahr 2006 geladen hatte. Meine Arbeit nachmittags bestand darin, das Dokument zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzufügen. Indem ich die Arbeitszeit etwas überbordete wurde der erste Entwurf fertig. Das Büro war blau und grün beleuchtet, als ich nach Hause radelte, vorbei an vielen mit leuchtenden Girlanden geschmückten Häusern, Bäumen und Sträuchern.

JP hatte die Jungmannschaft in meiner Abwesenheit gefuttert und es blieb auch für mich noch etwas übrig zum Abendschmaus. Nach dem Abwasch bügelte ich noch eine Wäschezeine voller Kleidungsstücke und las die Zeitungen, bevor ich müde ins Bett sank. JPh führte seinen Bruder an den Bahnhof - die Beiden werden am nächsten langen Wochenende noch teilweise beisammen sein.

Dienstag, Dezember 26, 2006


Stefanstag: das gleiche Wettermenu wie gehabt, bloss etwas milder: +5°! Die Jungs schlafen bis Mittag, dann essen wir zu viert ein abwechslungsreiches Leftover Essen.

Ich gehe an mein Dienstagsrendez-vous um zu sehen, ob noch jemand mit mir in der Natur herumbummeln will - und finde zwei Unerschrockene! Während die Boys mit einem Freund Billard spielen gehen, wandere ich plaudernd durch die Gegend. Es tut gut, wieder einmal draussen zu sein, auch wenn der Himmel grau ist.

Der Abend verläuft unspektakulär mit Lesen, Surfen und Weihnachtskarten schreiben.

Montag, Dezember 25, 2006


Weihnachten - ohne Schnee und unter dem Hochnebel! Ein Trost zu wissen, dass in den Bergen eitel Sonnenschein herrscht, wir überprüfen das mit der Webcam des Crêt-du-Midi, wo wir jeweils in den Ferien unsere Sonne suchen:
http://www.vercorin.ch/index.cfm?Page=BuildPageIntermed&MainMenuId=8&SousMenuId=66

C. ist schon um 8 Uhr aufgestanden, da er als Chauffeur die Freundin seiner Freundin, die heute aus New York am Genfer Flughafen ankommt, abholt und anschliessend bei den Eltern seiner Freundin (S.) zum Mittagsmahl geladen ist. Während sein Bruder tüchtig ausschläft und JP in die Kirche eilt, bereite ich nach dem Rezept meiner Schwiegermama die Pastetlifüllung vor und koche frische Erbsen mit Rüeblisternchen. Etwas spät essen wir dann zu Dritt am festlich gedeckten Tisch und feiern nochmals kulinarisch Weihnachten. Nachmittags erscheint C. wieder und die jungen Leute amüsieren sich kreativ am PC mit dem Bauen von halsbrecherischen Autorennstrecken, die dann auf Internet der Fangemeinde zugänglich gemacht werden und bald anerkennende Kommentare ernten.

Zum Abendessen sind wir wieder alle vereint, diesmal habe ich Sauerkraut gekocht, nicht gerade kalorienarm (die Zutaten), aber praktisch, da es auch aufgewärmt noch gut, wenn nicht noch besser schmeckt.

Heute gehen wir dann etwas früher schlafen, während die Filmliebhaber nochmals ins Kino fahren.

Sonntag, Dezember 24, 2006


Wie von der Wettervorhersage angesagt, blieb das Flachland auch heute den ganzen Tag unter dem Hochnebel, während in den Bergen schönster Sonnenschein herrschte! Und das soll bis nächsten Freitag so bleiben, grrr! So geniessen wir halt die Mahlzeiten doppelt, die ich besonders liebevoll zubereite denn heute sitzen wir vollzählig am Familientisch. Alles ist OK und auch Misty freut sich über die Knochen, die sie abnagen darf.

Nachmittags dann kommt der Tannenbaum in den Ständer und wird vor allem von JP und im Vorübergehen auch von den jungen Männern verziert und mit Kerzen versehen. Rot und Grün dominieren und ich finde den Tannenbaum heuer besonders schön. Dazu hat sich auch noch eine Blüte der Hibiskuspflanze geöffnet und eine zweite wird wohl morgen die Blütenblätter entfalten.

Nach einigen Telefonaten mit der Familie und gefülltem Magen setzen wir uns in der guten Stube zum Tannenbaum, zünden die Kerzen an und C. und ich spielen auf der Blockflöte die alten Weihnachtslieder. Wir scherzen und freuen uns, vereint zu sein, packen die Geschenke aus, die unter dem Tannenbaum warten. Dazu versuchen wir die erhaltenen Süssigkeiten. Gerade erzählt C., dass kürzlich in Lausanne eine öffentliche Kissenschlacht auf einem Platz in der Stadt stattgefunden habe, bei dem die Federn geflogen seien und die Leute sich offensichtlich köstlich amüsiert hätten. Dann öffnen JPh und C. ihr grosses Paket von Onkel und Tante: was kommt da zum Vorschein: je ein rotes Kissen, mit dem die Beiden sogleich eine Kissenschlacht beginnen - etwas gefährlich, so nahe bei den brennenden Kerzen!

Auch wir erhalten originelle Geschenke: ein hölzerner Igel, ein sehr leichtes, schwenkbares und leicht befestigbares Stativ für die Digikamera, ein DVD eines Tigerfliegers mit tollen Filmszenen im Schweizer Himmel und vom Team in den Flughallen. JP schaut sich den Film bis in die frühen Morgenstunden an, ich gebe vorher auf und lege mich schlafen, glücklich und zufrieden über den gemütlichen Heiligen Abend.

Samstag, Dezember 23, 2006

Grau und kühl, aber ohne Bise präsentierte sich der heutige Samstag. Reisetag für JPh, der frühzeitig am Londoner Stanstead Flughafen seine Heimreise antrat. Sein Flugzeug landete mit 50 Minuten Verspätung in Genf, was in Anbetracht der hunderten von annullierten Flügen in den letzten 3 Nebeltagen ganz akzeptabel war. Ich holte am Markt die bestellten traditionellen Cardons und wie üblich Gemüse und Früchte und traf Bekannte, die dasselbe taten. Während JP unseren Sohn am Flughafen abholte buk ich eine Wähe mit tiefgekühlten Mirabellen aus unserem Garten, von der JPh gerne zwei Stücke ass, dazu ein warmes Schokoladegetränk: schliesslich hatte er seit dem Frühstück nichts mehr gefuttert!

Am späten Nachmittag stürzte ich mich in die Einkaufsschlacht, zum Glück fand ich fast alle der gewünschten Esswaren und musste auch an der Kasse nicht warten. Am Parkplatz bettelte ein junger Mann um eine Münze und fragte mich, ob ich ihm einen Job vermitteln könnte. Auf meine Frage, was für Arbeit er denn suche, erklärte er, am liebsten wäre er Betten-Tester!!

Unterdessen war auch C. zu Hause eingetroffen und die beiden Brüder hatten sich viel zu erzählen. Abends verschwand C. allerdings in einem Sushi-Restaurant mit seiner Freundin, die heute ihren Geburtstag feierte. So genossen wir zu Hause das von JP zubereitete Fischessen zu dritt. Anschliessend holte C. seinen Bruder für einen gemeinsamen Kinobesuch ab und wir suchten und versandten nach dem Aufräumen elektronische Festtagskarten für unsere Bekannten.

Freitag, Dezember 22, 2006

Diesmal war JP der erste, der sich aus dem warmen Bett wagte. Draussen war es grau und kalt den ganzen kurzen Tag. Ich brachte meiner Freundin die Poinsettia, ein kleines Säckchen meiner Weihnachtsguetzli und Baumnüsse von unserem Garten. Sie schenkte mir eine Auswahl ihrer selbstgebackener Leckereien. Dann schrieb ich Karten und Briefe und eine Namens- und Adressliste für JP, besorgte den Haushalt, fütterte und streichelte die Katze, fuhr mit dem Rad auf die Post mit meinen Briefen. JP besorgte Einkäufe und schrieb ebenfalls Weihnachtskarten.

Heute Abend werde ich noch etwas bügeln, dann bin ich reif für das Bett.

Donnerstag, Dezember 21, 2006

Trotz dem üblichen morgendlichen Hochnebel und einer moderaten Bise suchte ich mir im Treibhaus, an dem wir oft am Dienstag vorbeiradeln, eine Poinsettia (Weihnachtsstern) aus. Es war ungewohnt und schwierig, aus Hunderten von gleichen Pflanzen die Schönste herauszupicken.

Mein Gatte war heute mit dem Schreiben und Versenden von Weihnachtskarten an Verwandte und Bekannte beschäftigt, die ich bloss noch zu unterschreiben hatte. Er hat für solche Dinge ein unbestrittenes Talent.

Nachmittags bereitete ich den Guetzliteig vor und da plötzlich die Sonne erschien und die Temperatur au ca. +4° erwärmte, ging ich nach draussen und wischte die immer weniger werdenden Blätter zusammen.

Heute ist die längste Nacht, ich werde mich gleich schlafen legen. Im Hause duftet es noch nach den eben fertig gebackenen "Butterbredle", die ich nach dem Rezept meiner verstorbenen Schwiegermutter hergestellt habe.


Mittwoch, Dezember 20, 2006

Den ganzen Tag Hochnebel und Temperaturen nicht über +5° und leichter Biswind. Ich erhebe mich problemlos um 6 Uhr und mache ein paar Briefentwürfe für die Weihnachtskorrespondenz. Nach dem Frühstück fahren wir beide in die Stadt und machen Einkäufe. JP findet eine passende Hose und Socken für ihn, dann kaufen wir Geschenke für Verwandte und Bekannte.

Zu Hause verpacke ich alles und lasse mich von JP in den letzten Minuten vor Torschluss auf die Post fahren. Es klappt und wir kaufen gleich noch die Autobahnvignette 07 fürs Auto. Vorher fuhr JP zur Witwe seines Freundes, um die telefonisch von ihr bestellte Ware abzuliefern.


Dann fährt JP an sein monatliches Treffen der Plastikmodellbauer ins Bistro eines Dorfes in der Nähe. Die Mitglieder zeigen ihre neuesten Kreationen (siehe Bild). Das Essen ist gut, nur schade, dass die Kleider nachher alle gewaschen werden müssen um den Oelgeruch wegzubringen.

Unterdessen führe ich ein Telefongespräch mit JPh, während er im Nebel nach Hause läuft. Alles ist OK, er hat dank der Gebrauchsanweisung auch den Backofen gebändigt und seine Waschmaschine läuft tip-top. Ich höre in den Nachrichten, dass in London wegen dem Nebel über 100 Flüge annulliert werden mussten und dass die Wetterlage bis Freitag andaure...

Dienstag, Dezember 19, 2006


Für heute war wegen der Bise Polarkälte angesagt und der Hochnebel liess der Sonne keine Chance. Wie immer wirkte die kalte Dusche nach der warmen erfrischend und weckte mich aus meiner Lethargie. Ein paar Wäschetrommeln füllen, das Geschenk für die (unbekannte) Kollegin einpacken (gemäss Anweisung im Werte von Fr. 10.-), warm und sportlich anziehen, und los radle ich mit hochgestelltem Kragen, warmem Schal und Handschuhen zum Restaurant in Stadtnähe, wo wir uns zu einem Weihnachtsmahl treffen.

Die Temperatur ist ganz erträglich, beinahe komme ich ins Schwitzen. Ich komme gerade rechtzeitig zur Geschenkeverteilung: meine Amaryllis gegen ein hübsches Badeset. Das Essen ist prima, die Stimmung gut, leider hängt der wohl unvermeidliche Frittierölgeruch in der Luft. Als meine Kolleginnen aufbrechen und zurück ins Büro eilen fahre ich wieder Richtung Salève. Etwas später rufe ich wie abgemacht meine Bekannten an und sie holen mich mit dem Auto ab. Ich schliesse das Rad ab und nach einer kurzen Autofahrt bummeln wir zu 7 in einer Gegend herum, wo wir sonst mit dem Velo durchfahren. Der Wind bläst uns um die Ohren, trotzdem lassen wir uns die gute Laune nicht verderben und nach 3/4 Stunden kommen wir im Einkaufszentrum an, auf dessen Dach eine kleine Eisfläche auf die Schlittschuhfahrer wartet. Wir trinken zuerst einen heissen Tee, dann wage ich es mit einer sportlichen Bekannten, eine Runde zu drehen. Ich werde noch etwas üben müssen, bis ich auf dem Eis ohne Gleichgewichtsprobleme wie zu meiner Teenagerzeit meine Kreise zeichnen kann! Meine Bekannte hat sehr schlanke Fesseln und die Schlittschuhstiefel schmerzten sie sehr. So verliessen wir die Eisbahn nach einer Runde und zogen wieder unsere Stadtstiefel an.

Einige Mitglieder wollten noch in Ruhe shoppen, andere waren schon mit dem Bus zurückgefahren, ich wanderte mit den beiden Chauffeuren auf kleinen, ruhigen Wegen zu den Autos zurück. Wir trennten uns mit allen guten Wünschen und ich war froh, mein Rad wiederzufinden und den letzten Kilometer nach Hause zu fahren, wo mein GG mich mit kurz geschnittenen Haaren erwartete.

Wir freuen uns über den abendlichen Anruf von JPh, der uns seine neue Telefonnummer angibt und über seinen Arbeitsalltag berichtet.

Montag, Dezember 18, 2006


Die Bise kommt! Aber sie vertreibt auch die Wolken und beschert uns einen schönen (Ferien)Tag.

Am Morgen schlafe ich tüchtig aus, dann ein bisschen Haushalt und Essen, und los geht es nach dem 40 km entfernten Annecy, wo mein GG einen amtlichen Termin hat. Ich stehe ihm als mit Karte bewaffneter Navigator bei. Die Sitzung dauert 3/4 Stunden und verläuft zur allgemeinen Zufriedenheit. Anschliessend trinken wir noch einen Kaffee in der Cafétéria der Galeries Lafayette. Auf dem Heimweg bewundern wir den farbigen Sonnenuntergang. JPh ruft an und berichtet, dass er seinen ersten Arbeitstag überstanden habe. Zwar war die Internetverbindung out, und er muss sich an einen neuen Arbeitsalltag gewöhnen, aber global ist er zufrieden mit diesem Start. Und er kann eine Woche Ferien zwischen Weihnachten und Neujahr einschalten! Da er noch keine Internetverbindung hat buche ich für ihn gleich den Hin- und Zurückflug. Bis zu seiner Ankunft bereiten wir den Fragenkatalog vor!

Müde von den Strapazen legen wir uns in die frische Bettwäsche!

Sonntag, Dezember 17, 2006

3. Advent: wir schliefen aus, der Himmel war meistens grau, aber wenigstens war die Temperatur angenehm. Ich verbrachte den Morgen mit Lesen und Kochen und wir genossen das Sauerkraut im Kerzenschein.

Gleich nach dem Essen unternahmen wir unsere kleine sonntägliche Marschtour, vorbei an den teilweise bereits abgeernteten Kohlfeldern:



JP fand einen Computerbestandteil mit vielen Kabeln am Rande eines Feldes. Er hob ihn auf und brachte ihn nach Hause für seine Modellbasteleien...

Dann liessen wir uns zum Zvieri ein Stück meiner gestern gebackenen Mirabellenwähe schmecken und ich habe eine Vorliebe für Pfefferminz/Süssholz-Tee entdeckt.


Samstag, Dezember 16, 2006

Samstag morgen: Zeitungen überfliegen, am Markt fröstelnd Schlange stehen und mich im Bistro zu zwei Freundinnen beim Kaffeeklatsch gesellen! Dann etwas kochen, essen und nachmittags noch weitere Blätter zusammenwischen, obwohl nur noch am Quittenbaum einige Blätter noch nicht abgefallen sind. Ich schneide auch die verblühten Rudbeckias und Farne ab und finde amüsiert eine grosse Baumnuss im Steingärtchen, ein Zeichen, dass die Eichhörnchen noch immer in der Gegend herumturnen, wenn ich sie auch sehr selten erblicke.

Abends bügle und nähe ich fast abfallende Knöpfe wieder an bei laufender, etwas verschneiter TV. Vor dem Zubettgehen genehmigen wir uns noch ein Glas Bier und schlafen dann ausgezeichnet.

Freitag, Dezember 15, 2006

Auch heute morgen lachte die Sonne (bei uns ab 11 Uhr) und bei dem blauen Himmel war es ein Vergnügen, ins Büro zu radeln. Heute allerdings nahm ich an einem vom Partner der Nachbarsgruppe auf dem 5. Stockwerk organisierten Lunch teil und deshalb radelte ich (im Kleid) direkt zum auserwählten Restaurant in der Nähe der Kanzlei, das für mich eine angenehme Entdeckung bedeutete. Es herrschte eine gute Stimmung und die filets de perche schmeckten ausgezeichnet. Allerdings merkten wir bei der Ankunft im Büro, dass unsere Mäntel und Kleider stark nach Frittieröl rochen... Ich teilte mein Eau de toilette mit meiner Kollegin und auf ihre Frage an den Praktikanten, ob wir immer noch nach Oel riechen würden, verneinte dieser mit der Bemerkung, er rieche nur Parfüm!

Ich arbeitete fleissig am Vorabend meiner einwöchigen Ferien. Dazwischen erschien noch der neue Mitarbeiter meines Patrons, der am 3. Januar die Arbeit beginnen wird und der schon mal seine Fachbücher im neuen Büro einräumen wollte. Das Problem ist, dass die erste Mitarbeiterin vorher am gleichen Ort wie er arbeitete und die Beiden nicht gerade die beste Beziehung zueinander hatten. Ich bin ja gespannt, wie das herauskommen wird. Jedenfalls hat jeder ein eigenes Büro...

Ich verliess das Büro spät, als es in grün glänzte, radelte durch die Nacht ins traute Heim wo wir noch die restlichen Resten assen, welche JP im Kühlschrank gefunden hatte.

Donnerstag, Dezember 14, 2006

Nach dem Frühstück mit hausgemachter Konfitüre packen wir JPhs Koffer ins Auto und los geht es, Richtung Flughafen. Zum Glück sind wir rechtzeitig abgefahren, denn sogar auf der Autobahn herrscht stockender Verkehr. Check-in, Bezahlen von zusätzlichem Koffer und Uebergewicht, noch eine heisse Schokolade im Café, schon verschwindet JPh nach einer herzlichen Umarmung hinter der Passkontrolle.

Wir fahren zurück nach Hause, bei schönstem Sonnenschein und Rauhreif auf den von der Sonne noch nicht berührten Wiesen und Bäumen. Bei einem Kaffee fasst sich JP wieder - er ist etwas traurig, seinen Sohn wegziehen zu sehen. Ich wasche JPhs Bettwäsche und wärme Resten zum Mittagessen.

Dann kleide ich mich ausnahmsweise in einen Rock, denn heute Abend sind Personal und Familien und Freunde der Kanzlei zu einem Cocktail geladen, mit Weihnachtsmann, Zuckerwatte, Videos und Geschenken für die Kleinen! Bei dem sonnigen Wetter ist das Radeln ein Vergnügen. Wir erledigen die laufenden Geschäfte und wie abgemacht kommt auch mein GG ins Büro. Wir begrüssen bekannte Gesichter und ich stelle ihn meiner Kollegin, deren Schwester und Tochter und der Mitarbeiterin des Patrons vor. Dazwischen essen wir feine Häppchen, nippen am Glas und hören uns die Rede des Managing Partners an, der nicht ohne Stolz erwähnt, dass sich 2006 die Zahl der Mitarbeiter erhöht habe.

Wir haben einen Tisch für die Athleten der Course de l'escalade zugeteilt erhalten, wo ich die Photos und Resultate aufstellen kann. JP knipst ein Bild des Rennteams, bzw. derjenigen, welche wir zusammentrommeln können. Sie erhalten Applaus von den Zuschauern. Es freut mich, ein paar Eindrücke von den Mitgliedern zu erhalten und wir hoffen, dass wir auch für das Rennen von Dezember 2007 ein Team zusammenstellen können, denn viele der bisherigen Teilnehmer werden dann nicht mehr der Firma angehören.

JP fuhr mit dem Auto nach Hause, während ich noch das Büro aufräumte und letzte Kopien für den Patron machte, der morgen schon um 8 Uhr ein Referat an der Universität halten muss. Er seufzt: "was habe ich mir da noch aufgebürdet!"

Wieder vereint essen wir noch etwas Suppe und gehen dann müde in die Klappe.

Mittwoch, Dezember 13, 2006

Brrr, heute war es kalt auf dem Velo bei der Fahrt ins Büro, aber ich hatte die warmen Handschuhe nicht vergessen und traf ohne erstarrte Finger am Ziel ein. Wir übergaben dem Patron gemeinsam die Pakete über welche er sich freute, wenn er auch fand, das wäre nicht nötig gewesen! Dann tranken wir zusammen einen Kaffee in der Küche und er erzählte von der ersten (ziemlich schlaflosen) Nacht mit dem Baby zu Hause, im Elternzimmer. Er sah ziemlich übernächtigt aus... die nächsten Wochen und Monate werden bestimmt sehr kraftraubend sein. Wir hoffen alle, er halte durch, ohne krank zu werden.

Abends gehe ich früher als üblich nach Hause, denn Morgen fliegt JPh ins Vereinigte Königreich und ich habe versprochen, ihm die frisch gewaschenen Kleider zu bügeln. Zum Glück sind diese alle getrocknet und ich erledige das Nötige, während er seine Koffer packt. Wir trinken noch einen guten Tropfen auf seine erfolgreiche Zukunft und gehen dann in die Heia.

Dienstag, Dezember 12, 2006

Da wir 3 Frauen, d.h. meine Kollegin und die Mitarbeiterin unseres Patrons, gestern entschieden hatten ihm zur glücklichen Geburt ein Geschenk zu offerieren, wurde ich beauftragt, Karte und Geschenkbon zu erstehen, da ich als Halbtagsangestellte über etwas mehr Zeit verfüge...

So radelte ich denn heute Morgen in die Stadt und suchte zunächst eine schöne, passende Karte. Das war gar nicht so einfach, doch nach dem Besuch und Herumstöbern in 4 Läden konnte ich mich zu einem Modell entschliessen. Dann liess ich noch eine Geschenkkarte aufladen und wählte Farbstifte, Malkreiden und Zeichenblock für die 3 älteren Kinder der Familie. Die Zeit reichte noch zum Kauf von Devisen und einem Buch für JPh, dann düste ich nach Hause wo JP Spaghetti gekocht hatte und nach dem gemeinsamen Essen war es bereits Zeit für den wöchentlichen Veloplausch! Wir waren 4 Velofahrerinnen und 6 Spaziergängerinnen, die sich in einem Bistro trafen und tratschten. Zuvor hatten wir an einem schönen Aussichtspunkt Halt gemacht:

Wieder zurück am heimischen Herd wischte ich noch die Blätter bei unserem Eingang zusammen und genoss dann den Abend mit meinen Männern zwischen Küche und PC.



Montag, Dezember 11, 2006


Sehr schönes Wetter, aber bei -5° ist alles gefroren, bis gegen Mittag die Sonne hinter dem Berg hervorkommt und den Rauhreif verdampfen lässt.

Gespannt radle ich ins Büro und erfahre, dass in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag ein neues Söhnlein zur Familie des Patron gestossen ist: alles ist problemlos verlaufen. Allerdings hat er viel Arbeit und Stress, denn heute muss noch ein Rechtsgutachten von über 20 Seiten versandbereit gemacht werden. Am späteren Nachmittag verlässt er das Büro und widmet sich seiner Familie, immer begleitet von seinem Blackberry.

Nach einem gemütlichen Essen mache ich mich ans Bügeln und verfolge gleichzeitig auf JPh's Laptop das Diaramas des wichtigen Tages im November, an dem unser Aeltester seine These verteidigt hatte. Wir plaudern noch etwas zusammen, doch dann chattet er mit seiner Freundin und wir Eltern gehen schlafen.

Sonntag, Dezember 10, 2006


Tolles Wetter an diesem Sonntagmorgen, wenn auch etwas kühler als die letzten Tage. Wir gehen zu Dritt an die Ein"weih"ungsfeier (mit Weihrauch) einer kürzlich renovierten Kirche, die zu unserer Kirchgemeinde gehört. Das neue Innere der Kirche fand allgemein Gefallen. Die Kirche war mit Gästen und Gläubigen voll gefüllt. Wir waren gerade rechtzeitig eingetroffen und fanden noch einen Platz auf der Empore, wo später auch noch eine Genfer Jodlertruppe zwei Lieder mit religiösem Inhalt auf Schweizerdeutsch sang.

Nach dem heimischen Mittagessen legte sich JPh schlafen (schliesslich war er gestern 32 Stunden wach geblieben) und wir machten zu Zweit einen Sonntagsspaziergang zwischen abgeernteten Cardons und Kohlfeldern - mit dem dazugehörenden Duft. In der Ferne glitzerte der schneebedeckte Hügel der Voirons :

während unsere Sonne hinter den Wolken verschwand.

Zurück von unserem Spaziergang weckten wir JPh und feierten zusammen L'escalade.
http://www.tdg.ch/tghome/toute_l_info_test/geneve_en_direct_nv/escalade__10_12_.html
Ich zerschlug mit dem Sprössling nach dem rituellen "et ainsi périrent les ennemis de la République" den Schokoladesuppentopf und bei Tee, Schokoladestückchen und Marzipangemüse genossen wir ein langes Zvieri.


Samstag, Dezember 09, 2006

Es hat aufgehört zu regnen, ist aber kälter geworden. In höheren Lagen der Schweiz ist der von der Tourismusbranche ersehnte erste Schnee gefallen, der Winter findet vielleicht doch noch statt, obwohl in den Geschäften bereits die Frühlings-Sommerkollektion zu kaufen ist! Und dabei habe ich noch nicht die Zeit gefunden, mir einen neuen Wintermantel auszusuchen! Auf unserem Hausberg entdecke ich heute morgen ein erster weisser Hauch!


Um Mittag soll Dr. JPh landen, wir rollen für ihn einen imaginären roten Teppich aus! Ich stieg recht früh und gut gelaunt aus den Federn, liess Misty an ihren Futternapf, und machte vorerst administrative Arbeiten, bevor ich mich dem Putz und dem Einkaufen auf dem Markt widmete.

Dann fuhren die stolzen Eltern an den Flughafen, wo unser enfant prodige nach kurzer Wartezeit im Ankunftsraum erschien und wir uns tüchtig umarmen konnten! Wir fuhren gleich nach Hause und bereiteten das Essen zu, während JPh bereits von einer Schulkameradin einen Hilferuf erhielt, da sie Probleme mit dem Umwandeln ihrer umfangreichen Diplomarbeit ins PDF-Format hatte! Sogar ein paar Sonnenstrahlen gab es heute:



Nach einer gemütlichen Pause führte JPh uns seinen neuesten Laptop vor, borgte sich dann mein Rad aus und fuhr zu der in der Nähe wohnenden Kameradin, um ihr Problem zu lösen. Nachdem er nach vollbrachter Leistung zurückkehrte, probierten wir noch seine Webcam aus - es war sehr lustig.


Nach dem Essen wurde JPh von seinen Freunden für eine Billardparty abgeholt und wir erledigten den Abwasch.


Freitag, Dezember 08, 2006

Beim Aufstehen ein Blick aus dem Fenster: rosa Wölkchen am Himmel, milde Temperatur. Haushalt und Waschen von JPh's grosser Bettdecke, die in der Badewanne gerade mal Platz hat und die ich im Seifenwasser hin und her schwenke und anschliessend ein halbes Dutzend mal spüle.

JP hat von der Witwe seines Modellbauerfreundes eine grosse Anzahl Flugzeugmodelle erhalten, welche er jetzt, fachgerecht verpackt, in unserem Haus irgendwo verstauen muss... Zwei Exemplare stehen startbereit auf dem PC!

Bald beginnt es, in Strömen zu regnen, ich verkleide mich mit meinem Tauchanzug für die Velofahrt ins Büro. Ich komme trocken an, das Einzige, das mir noch fehlt sind Scheibenwischer auf den Brillengläsern! Im Büro herrscht Freitagsstimmung, aber es wird trotzdem intensiv gearbeitet. Der Patron hat heute keine Termine, aber seine Seufzer brechen mir das Herz: zu viele Dossier, zu viel Arbeit! Meine Kollegin organisiert ihm einen industriellen Staubsauger für den Betonstaub, den die Baustelle an seinem Haus verursacht hat und holt das Gerät gleich selber in einem anderen Quartier der Stadt ab. Das Baby lässt immer noch auf sich warten: vielleicht wird es ein Sonntagskind!

Es regnet immer noch, als ich nach Hause trample. Ich bin froh über das Essen, das bereits auf dem Tisch steht. Ich bügle noch die aufgestapelte Wäsche, trinke meinen Gutenachttee und sinke in die Kissen!


Donnerstag, Dezember 07, 2006

Heute war ein sonniger Tag, was um diese Jahreszeit bedeutet, dass wir die Sonne erst um halb elf oder noch später sehen. Wir mussten zuerst die Autoscheiben klarkratzen, bevor ich JPh's grosse Bettdecke ins Auto packen und zur Selbstwaschanlage fuhr, wo ich hoffte, nicht nur grosse Tumbler sondern auch extragrosse Waschmaschinen finden zu können. Dem war leider nicht so und ich kehrte mit meinem Paket wieder zum Auto zurück. Dann machte ich noch Lebensmitteleinkäufe und fuhr wieder nach Hause. Morgen werde ich die Decke in der Badewanne waschen!

Die Fahrt ins Büro war heute angenehmer als gestern und es war auch ziemlich ruhig im Sekretariat. Der Patron wartet immer noch auf einen Anruf seiner Frau für die Fahrt in die Gebärklinik. Mal sehen ob er morgen im Büro erscheint! Meine Kollegin hatte einen kleinen Weihnachtsbaum zur Dekoration auf den Schrank gestellt mit kleinen Schokolädchen in einer Schale davor. Ich brachte dann noch die Mandarinen und wir haben noch ein Arrangement mit mithin getrockneten Rosen, Mais, usw., das immer noch schön grüne Blätter hat. So sieht es bei uns fast gemütlich aus. Der Stagiaire vom Büro nebenan konnte der süssen Pracht nicht widerstehen und wir erlaubten ihm, sich zu bedienen.

Als ich nach Hause kam, schaute JP gerade eine TV-Sendung über Uebergewichtige - ich erhaschte einige schreckliche Bilder von über 500 kg schweren Menschen, die sich buchstäblich zu Tode essen!

Mittwoch, Dezember 06, 2006

Tolles Regenwetter heute! Ich rüste mich mit Regenhosen, oranger Pelerine und Gummistiefeln aus und los gehts, per Rad auf den Weg ins Geschäft! Ausser den nassen Brillengläsern habe ich keine Probleme und komme gut im Büro an, das heute Morgen noch in Grün schillert, da es immer noch dunkel ist!

Eigentlich ist heute der Geburtstermin für den Sprössling meines Patrons, aber es kommt kein Telefon seiner Frau, das Warten geht weiter! Der Mann ist heute schon am Morgen müde, wie soll das weitergehen ! Ich rapportiere dem Patron über den Rechnungsetat. Wir schreiben auch einen kurzen Text über das Rennen für das firmeninterne wöchentliche Bulletin und meine Kollegin stellt mit meinen ausgedruckten Photos ein kleines Dossier zusammen, das wir unter den Teilnehmern zirkulieren lassen.

In der Mittagspause verrenken wir uns zu fünft beim Yoga. Die Lehrerin sagt, dass das Glück rund um uns da ist und es an uns liegt, es zu erkennen. Wie recht sie hat!


Nicht allzu spät kehre ich nach Hause zurück, wo wir St. Nikolaus feiern bei Kakao und Grittibänzen.

Dienstag, Dezember 05, 2006

Der Morgen verlief im Fluge, nach der Zeitungslektüre und etwas Haushalt war es bereits höchste Zeit, das Essen vorzubereiten. Ich kochte auch noch Quittenmus, das wir jeweils als Dessert geniessen.

Da das Thermometer stolze 15,5° anzeigte und es diesen Morgen viele sonnige Aufhellungen gab, radelte ich auf halb zwei an den Treffpunkt der Roue libre, heute war ja Dienstag, mein freier Tag! Zu fünft starteten wir - bis ein paar Tropfen eine frisch vom Coiffeur kommende Bekannte umkehren liess, da sie keinen geeigneten Regenschutz hatte. Bald darauf zeigte ein Regenbogen, dass die Sonne wieder schien und der Rest unseres Ausfluges verlief im Trockenen.


Der Himmel war phantastisch und die Sonne beleuchtete wie ein Scheinwerfer bald diese, bald jene Gegend. Wir machten eine Pause auf einer Aussichtsbank und eine zweite in einem Bistro, wo noch eine Bekannte zu uns fand. Beim Heimfahren stand die Sonne bereits tief am Horizont und verfärbte ihn romantisch.


Zu Hause füllte ich noch einen halben Container mit zusammen gewischten Blättern bis es dunkel wurde und ich über einen am Boden liegenden Ast stolperte und auf die Nase fiel! Zum Glück kein Schaden, und der Anblick des Vollmondes am Himmel tröstete mich vollauf über diesen kleinen Zwischenfall.

Montag, Dezember 04, 2006

Abwechselnd stürmisches, regnerisches und doch mildes Wetter war heute auf der Menükarte. Ich hatte Glück und konnte trocken ins Büro und zurück radeln.

Ich erfuhr, dass die Tochter unseres Patrons am Samstag Morgen kurz vor dem Start zum Escalade Rennen mit ihrem Vater von einer einstürzenden provisorischen Brücke fiel. Das 8jährige Töchterchen brach das Schulterblatt und musste ins Spital gebracht werden. Der Vater kam glücklicherweise ohne Schaden davon und stand wie geplant um 17h00 am Start für sein Rennen. Vielleicht lief er mit seiner Wut im Bauch über die Veranstalter noch rascher als sonst, jedenfalls erreichte er trotz fehlender Kondition ein ausgezeichnetes Resultat. Die Teammitglieder waren alle zufrieden und sind bereit, nächstes Jahr wieder loszurennen. Inzwischen haben wir know how erworben und die Organisation wird nächstes Jahr sicher leichter fallen. Wir können auf das Resultat - 31. Platz von 50 platzierten und über 90 eingeschriebenen Firmenteams - zu Recht stolz sein!

Sonntag, Dezember 03, 2006


Nach einem nebligen Morgen scheint die Sonne wunderbar.

Gleich nach dem Mittagessen gehen wir eine Stunde spazieren und treffen auch diesmal wieder eine meiner Bekannten. Das Wetter ist angenehm mild. Wir kommen bei einem mit Stiefmütterchen gefüllten Treibhaus vorbei und zücken unsere Digi.


Wir feiern einen gemütlichen 1. Advent bei Kerzenschein, Mandarinen und Nüssen. Anschliessend setze ich mich an den Computer, um die Resultate der Teammitglieder des gestrigen Rennens zu notieren und Kommentare für meine Photos auszudenken. Wieder einmal ist der Sonntag viel zu rasch vergangen!

Samstag, Dezember 02, 2006


Relativ früh aus den Federn, frühstücken, am Computer Zahlen beigen, am Markt Spinat einkaufen, am Stammtisch mit der Freundin plaudern und den Ph.D. des Sohnes begiessen: so verlief der neblige Samstagmorgen friedlich.

Gleich nach dem Essen radelte ich ins Hauptquartier des Rennens, wo ich nahe der Zielgeraden bereits die ersten blauen T-shirts unseres Running Teams vorbeiflitzen sah. Auf der Place de Neuve zeigte eine Grossleinwand Bilder der Rennerinnen, die sich gerade auf dem Parcours befanden.


Ich konnte meine ersten Bilder knipsen aber es ist wirklich schwierig, die gewünschten Personen in der Menge rechtzeitig zu erkennen und die Digi bereit zu haben. Aus Leibeskräften schrie ich "hopp, hopp", wenn ich jemanden von der Kanzlei vorbeirennen sah. Ich platzierte mich an verschiedenen Stellen in der Altstadt, um die Aufnahmen zu variieren und es gelang mir auch, besonders in den letzten Runden und bei den etwas weniger schnell rennenden Teammitgliedern, einige Schnappschüsse zu schiessen. So verlief der spannende Nachmittag sehr rasch, Tausende von Zuschauern spornten die Sportler an, es herrschte eine tolle Ambiance.


Interessant war es, die Gesichter der Teilnehmer in der Zielgeraden zu beobachten: während einige lächelnd und scheinbar ohne Anstrengung die letzten Meter unter die langen Beine nahmen, sahen andere gequält aus und hatten rote Köpfe. In der Altstadt und auf dem Park mit dem Podium mischten sich die Kampferdüfte mit dem Duft gebratener Marroni und Glühwein. Musikanten spielten zum Aufwärmen, als Rotkäppchen verkleidete Frauen kümmerten sich um die verloren gegangenen Kinder, alles war prima organisiert und die Startzeiten wurden pünktlich eingehalten.

Um 17h00 startete mein Patron mit zwei anderen Mitarbeitern in der Männergruppe II, welche aus beinahe 2000 Teilnehmern bestand. Ich erblickte zwar ein blaues Firmen Tshirt, aber es steckte nicht der gewünschte Teamleader drin. Langsam brach die Dämmerung herein und zeitweise fiel auch etwas Regen. Kurz, ich entdeckte den Initiator der Renngruppe nicht und konnte ihn zu meiner grossen Enttäuschung nicht bildlich verewigen. Als dann noch die Batterie leer war, kehrte ich zu meinem Fahrrad zurück und fuhr nach Hause, wo mein GG unterdessen das Laub zusammengerecht und das Gras gemäht hatte - toll! Wir genehmigten uns ein Raclette und einen Schluck Wein zur Feier des Tages und dann schaute ich mir meine Bildausbeute und die Resultate des Rennens am Computer an.

Freitag, Dezember 01, 2006

Dezember: damit beginnt in unseren Graden der meteorologische Winter. Heute ist es aber schon am Morgen sonnig und mild. Ich pflücke den allerletzten Apfel vom blätterlosen Baum: leider ist seit gestern eine Seite tüchtig von den Vögeln angepickt worden, aber der Rest des Apfels schmeckt vorzüglich. Das Putzen geht leicht von der Hand und wir essen frühzeitig unser Mittagsmahl, da ich eine halbe Stunde früher als sonst wegfahre, um noch einen Umweg über den Park zu machen, wo die Organisation des Escalade-Rennens ihre Zelte aufgebaut hat und die Rückennummern abgegeben werden. Tatsächlich gelingt es mir, die Nummern unseres Teams noch vor der offiziellen Abgabestunde zu erhalten und sie stolz im Büro zu verteilen.

Der Patron hat eine Reihe von Sitzungen aber keine Bange, mein Pult ist beladen mit Papieren, die bearbeitet werden müssen. Erst abends kann ich von ihm noch ein paar Unterschriften ergattern und er teilt mit mir seinen Stolz über die steile Entwicklung seiner Karriere.

Darauf radle auch ich stolz nach Hause, wo ein gutes Mahl auf mich wartet. Ich beende den Tag mit Bügeln vor der Glotze, die wieder einmal funktioniert.