alltaeglich

Ein Blog, in dem ich (meist) täglich über meinen ganz alltäglichen Alltag berichte...
"Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen." (Pearl S. Buck)

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Standort: Geneva, GE, Switzerland

Meist gut gelaunt, naturliebend, Storchennestgucker

Mittwoch, Februar 28, 2007

Tagwache: 6h00
Wetter: unbeständig, mild.

Im Büro ist es sehr ruhig, der Patron isoliert sich, um an einem komplizierten Rechtsgutachten zu arbeiten. In der Mittagspause fahre ich zum Spital - die Zeit reicht gerade fürs Picknick - und spule zurück ins Büro, um nicht zu spät zu kommen. Dafür kann ich meine Bekannte abends sehen und etwas mit ihr plaudern. Es geht der Patientin etwas besser und sie lauscht interessiert meiner Beschreibung des gestrigen Nachmittags mit dem Veloclub. Als ihr Sohn erscheint verabschiede ich mich und werde um Vorsicht bei der nächtlichen Heimfahrt mit dem Fahrrad gebeten. Ich erkläre ihr, dass ich ein reflektierendes, knallgelbes "Pannengilet" trage und das Rad gut beleuchtet sei. Die Heimfahrt auf einem anderen als dem üblichen Weg verläuft problemlos.

JP hatte den Tag mit Einkaufen und dem Ausräumen von Material in der Wohnung seines verstorbenen Freundes verbracht. Nun häufen sich bei uns in den Kellerräumen die Modellflugzeuge und diverse Schachteln und Tüten... Er traf sich heute Abend noch mit den Modellbauern, doch kommt er für die Augentropfen und das Essen gegen 21 Uhr zurück.

Komisch, obwohl ich heute wenig gearbeitet habe, bin ich ziemlich KO und nach einem kurzen Surftrip lasse ich mich in die Kissen fallen.

Dienstag, Februar 27, 2007


Ein eher grauer, aber ausgefüllter Tag.

Nach dem Frühstück kam ein Techniker und beantwortete alle unsere Fragen zum neu zu installierenden Garagetor. Dann assen wir früh unser Mittagessen und danach radelte ich zum Spital, um nach meiner kranken Bekannten zu sehen. Da sie aber bereits Besuch hatte, hielt ich meine Mission für vollendet und radelte wieder bergauf nach Hause. Dort bereitete ich mich auf eine weitere Mission vor: unsere Radgruppe hatte beschlossen, heute einem unserer Mitglieder beim Sortieren und Verpacken von Kleidern und Medikamenten zu helfen. Wir waren eine fröhliche Bande von einem Dutzend Frauen und Männer, die Bananenschachteln mit Spenden füllten welche per Container nach Madagaskar reisen werden, wo unsere Bekannte ein Projekt unterstützt http://www.fanantenana.org

Die Zeit verging im Fluge und ich fuhr (zum ersten Mal in meinem Leben) in der Smart meiner Bekannten nach Hause zurück.

Das Telefon lief heiss (JPhil hat seinen Flug für Ostern gebucht, wir werden zusammen die Eier suchen können, yupi!) und daneben kochte ich einen schmackhaften Mangold (Krautstengel) Gratin. JP war heute Nachmittag mit dem Velo auf Einkaufstour und erstand Fischnahrung für anspruchsvolle Katzen.

Ich bin doch etwas müde und morgen ist ein voller Arbeitstag angesagt, pfff - schnell in die Klappe!

Montag, Februar 26, 2007

Das Wetter war heute wieder sehr wechselhaft. Wir fuhren zur Augenärztin zur Kontrolle JPs beider Augen. Alles war perfekt, mit dem rechten Auge sieht JP jetzt sogar 125%! Und das linke sieht auch 100%ig und man sehe gemäss der Aerztin fast nicht, dass das Auge kürzlich operiert worden ist. Gute Nachrichten!

Nach einem frühzeitigen Mittagessen düste ich auf dem Velo ins Spital, um in der Abwesenheit ihrer besten Freundin sicher zu sein, dass meine Bekannte genug Essen zu sich nimmt. Ich traf sie beim Essen an, aber Sie sagte mir, dass es ihr heute schlecht gehe. So verliess ich sie sofort, um sie nicht noch mehr zu ermüden. Wie schade, dass ich nichts für sie tun kann.

Nach einer Rast auf einer Parkbank fuhr ich zum Büro und schlug mich mit Zahlungen und Rechnungen usw. durch den Nachmittag. Meine Kollegin kam nach zwei Tagen Urlaub zurück: wie schön, wieder im Team arbeiten zu können. So konnte ich auch zu einer vernünftigen Zeit nach Hause radeln: puh, war es plötzlich kalt geworden!

Kaum am heimatlichen Herd angelangt, hatte ich zwei Telefonate zu erledigen, dann endlich konnten wir gemeinsam die Kürbissuppe in Angriff nehmen!

Big Fish lief heute am Fernsehen. Der Film wurde uns von C. empfohlen, so setzte ich mich mit Bügelarbeit vor den Bildschirm. Nur schade, dass der Empfang sehr gestört ist.

Sonntag, Februar 25, 2007


Ein Sonntag abwechselnd mit Regengüssen und Sonnenschein: ich mache einen kurzen Besuch bei einer Bekannten im Krankenhaus und kehre pflotschnass nach Hause zurück (der Regenschutz blieb im Velo Nr. 2 in der Garage).

Nachmittags spazieren wir zu Zweit durch die Gegend und kehren gerade rechtzeitig vor dem nächsten Wolkenbruch zurück. Wir können noch die Schneeglöckchen fotographieren. Ich höre am Radio, dass dieser Winter als der wärmste seit 18etwas in die Schweizer Geschichte eingehen wird.

Heute viel telefoniert, etwas an der Steuererklärung gebastelt, gekocht, Raclette vorbereitet und JP Augentropfen in die Augen geträufelt. Irgendwie bin ich nun doch müde geworden.

Samstag, Februar 24, 2007


Nach dem Kontrollbesuch beim Chirurgen in der Klinik fahre ich mit dem Fahrrad bei wechselhaftem Wetter zum Stammtisch, wo wir zu dritt tratschen und uns entspannen. Dann geniesse ich das Einkaufen am Gemüsemarkt und freue mich, am Mittagstisch auch C. begrüssen zu dürfen. Die Geburtstagsparty einer copine seiner Freundin gestern hat ihm gut gefallen. Wir haben nicht gehört, wann er nach Hause zurückkehrte, aber um 13 Uhr steht er munter auf und erzählt uns von seiner Arbeitswoche. Alles ist in Butter; er geniesst es sehr, jetzt am Wochenende nicht mehr auf Examen büffeln zu müssen. Die Sonne scheint, als ich ihn an den Bahnhof führe. C. möchte skaten gehen, aber ob das Wetter im Waadtland besser war als bei uns?? Bei meiner Heimfahrt nach einer Stunde Besorgungen regnete es in Strömen!

Im Garten blühen jetzt nebst Erikas Schneeglöckchen, Krokusse, Primeln und natürlich Gänseblümchen.

Ich trinke Tee mit JP, träufle die Tropfen in seine Augen und erledige Schreibarbeiten.


Freitag, Februar 23, 2007

Um 5h30 schrillt der Wecker, rasch unter die Dusche und ein kleines Frühstück für mich, ein Glas Wasser für den Patienten des Tages. Wir düsen mit dem Auto zur Klinik, wo wir kurz vor 7 Uhr eintreffen. Alles geht sehr rasch und nach der Einnahme einer Dormicum Pille geht die Reise um 7h20 bereits in den Operationssaal. ..

Eigentlich wollte ich in der Stadt eine Besorgung erledigen, aber das Geschäft öffnet erst um 9 Uhr. Also geht es nach Hause, Zeitungslektüre, das Bett mit frischen Laken beziehen, Staubsaugen und die Katze füttern. Schon läutet das Telefon und JP sagt, dass alles gut gelaufen sei. Ich mache zur Mittagszeit einen Besuch bei meinem einäugigen Piraten, bringe ihm Lektüre und teile seine reichhaltige, leckere Mahlzeit.

Nachmittags fahre ich mit dem Auto ins Büro, um Abends meinen Schatz wieder abholen zu können. Leider ist meine Kollegin heute nicht hier und bis alles erledigt ist, wird es spät. Da ruft auch noch unser Jüngster an und frägt nach dem Auto, das er für den Ausgang möchte! Ja, ja, ich komme, Geduld, Geduld!

Ich düse zur Klinik, wo mich JP schon ungeduldig erwartet. Er fühlt sich wohl, ist aber doch ein wenig besorgt, als er unterwegs die Fussgänger doppelt sieht! Das wird sich aber wohl ergeben, schliesslich war der Chirurg beim Kontrollbesuch zufrieden mit dem Ergebnis.

Nach einem aufgewärmten Festessen setze ich mich zum Bügeln vor einen "Colombo"-Film und JP macht es mir nach (ohne das Bügeln!). Um Mitternacht sinke ich todmüde in die Kissen, während JP, gut ausgeruht, noch ziemlich fit ist und jetzt erleichtert feststellt, dass er nicht mehr doppelt sieht!

Donnerstag, Februar 22, 2007

Die Augentropfen-Routine erfährt eine neue Variante: neu muss jetzt auch das linke Auge acht mal täglich "bewässert" werden denn Morgen ist sein Operationstermin.

Hier ein kleines Video um den Stress abzubauen:

http://www.youtube.com/watch?v=TZ860P4iTaM

Der Tag war sonnig und mild - am Morgen vergnügte ich mich draussen mit Wischen und drinnen mit administrativen Arbeiten.

Dazwischen gucke ich öfter ins Nest der Pfalzstörche (http://www.pfalzstorch.de ), die seit ein paar Tagen ihr Nest bezogen haben:

http://www.youtube.com/watch?v=fk_ddnKORW0&mode=related&search=

Mittwoch, Februar 21, 2007

Trotz einer eher schlechten Nacht mache ich mich mutig auf die Socken, um den ganzen Tag im Glaspalast zu arbeiten. Der Tag war zwar mild, aber leicht bewölkt. Mittags hatte ich ein Treffen mit einer ehemaligen Kollegin in meinem Alter, die wegen eines Burnouts die Stelle gewechselt hatte und nun wieder in einer Bank arbeitet. Beim Zuhören der Schilderungen ihres Alltags mit seinen Problemen wurde mir einmal mehr bewusst, wie chanceuse ich bin mit meinem 50%-Job und einer stabilen familiären Situation.

Abends überraschte mich JP mit endives au jambon und Kartoffeln. Er hatte das Menü mit Hilfe meiner Angaben, meinen Antworten auf seine telefonischen Fragen und einem Rezeptbuch zusammengestellt und ich fand absolut nichts daran auszusetzen!

Dienstag, Februar 20, 2007


Dienstag - ich geniesse meinen freien Tag mit dem ersten "Velo-Ausritt" des Jahres mit meinen Velofreundinnen. Ein Teil davon macht eine Wanderung und wir treffen uns am runden Tisch zu Bier oder Tee und Gedankenaustausch. Herrlich, bei diesem milden Wetter und blauen Himmel!

Montag, Februar 19, 2007

Ziemlich dichter Nebel umhüllte uns bei der Fahrt zur Augenärztin heute Morgen. Rasch wurden die letzten Details und das OK für die Operation des 2. Auges nächsten Freitag gegeben, dann fuhren wir gleich wieder nach Hause.

Nachmittags schien dann die Sonne auf dem Weg in den "Glaspalast", wie unser Bürogebäude kürzlich in den deutschschweizer Medien genannt wurde! Der Patron war topfit aus den Ferien zurück und erledigte die Dinge mit viel Energie! Das Sekretariat versucht mitzuhalten und ich verliess den Palast erst, als er in Lila leuchtete!

Sonntag, Februar 18, 2007

Sonntag - C. hat sich zum Mittagessen angemeldet und ich bereite Bundesordner mit seinen wichtigen Dokumenten vor, die er jetzt vielleicht selber verwalten will. Tatsächlich nimmt er ein Exemplar mit nach Hause.

Nach dem Essen wechselt er einen defekten "Starter" an der Neonlampe im Badezimmer aus und es gelingt ihm, eine Schnur durch einen Stopper an einem Rucksack zu ziehen, was mir immer misslang. Gegen 16 Uhr führen wir ihn zum Bahnhof, parken das Auto am Seeufer und mischen uns in die flanierende Menge die die Sonne geniesst. Auch sind schon hie und da lesende Leute auf einer Parkbank anzutreffen.

Gegen Abend fahre ich JP nach Hause und wir bewundern den schönen Sonnenuntergang, der die Felswände des Hausberges rot verfärbt.

Samstag, Februar 17, 2007

Noch etwas auf einer Wolke schwebend fuhr ich nach dem Frühstück an den samstäglichen Stamm und zahlte meiner Bekannten zur Feier des gestrigen Ereignisses den Tee.

Bei sonnigem Wetter wischte ich nachmittags wieder einmal die Einfahrt und sammelte die gefallenen Tannennadeln auf der Wiese ein. Auf unserer Wiese blühen jetzt ein paar blaue Krokusse. Dazwischen füllte ich mehrmals die Waschmaschine und auch das Auto wurde gesäubert. Abends genossen wir Raclette und dann setzte ich mich vor den Fernseher, bügelte und stopfte Löcher in der Wäsche.

Der Film hatte kein Happy End, trotzdem schlief ich tief und lange.

Freitag, Februar 16, 2007



Ein denkwürdiger Tag! Sonne und tolle Fernsicht verschönten diesen Freitag, an dem ich frei genommen hatte, um an der Diplomfeier unseres Jüngsten dabei sein zu können!

Am Morgen fuhr ich nach einer kurzen Mahlzeit zur Coiffeuse. Als ich zurück kehrte stürzten wir uns Beide in die Sonntagskleider und fuhren zunächst nach Lausanne, wo wir unseren zukünftigen dipl. Ing. abholten. Er übernahm das Steuer und wir fuhren nach Yverdon-les-Bains, wo er uns seine Diplomarbeit vorführte, ein mit Mikrokontrolleuren funktionierender Kompass für ein für Landschaftsfotographien bestimmtes Kleinflugzeug. Wir waren glücklich, nun doch noch sein Projekt sehen zu können. Dann musste C. noch beim Sekretariat eines anderen Schulgebäudes seine Schlüssel zurückgeben und so konnte auch sein Papa den Ort entdecken, wo unser Junge die Schulbank gedrückt hatte.

Langsam wurde es Zeit, zur Festhalle zu fahren, wo sich schon viele Leute eingefunden hatten. Die Feier dauerte knapp 2 Stunden mit 3 Reden, der Diplomübergabe an ca. 160 Ingenieure in allen möglichen Sparten und Tanzvorführungen einer jungen Gruppe, die den Festakt umrahmten.

Ich war sehr gerührt, als unser Sprössling aufgerufen wurde und sein Diplom mit einem Händedruck in Empfang nahm. Später beim Apéro gestand mir die Mutter seines besten Freundes (die wir erst bei dieser Gelegenheit kennen lernten) dass es ihr ebenso ergangen sei. Wir plauderten auch mit dem Vater des Freundes und stiessen mit C. auf seine berufliche Zukunft an. Die Halle war dicht bevölkert mit frisch Diplomierten, Eltern und Gästen.


Anschliessend gab es ein Galadiner in der hübsch dekorierten Cafeteria der Schule. Wir hatten sehr angenehme Tischnachbarn. Es war eine Freude, sich mit diesen glücklichen und motiviertenn jungen Leuten auszutauschen. Das Essen bestand aus 6 Gängen und war ausgezeichnet, bloss dauerte es etwas lange, sodass wir um Mitternacht noch vor dem Kaffee die Gesellschaft verliessen und via Lausanne (wo uns C. verliess, um mit seinen Studienkameraden weiter zu feiern) nach Hause fuhren. Um 2 Uhr in der Früh kamen wir zu Hause an - so spät war es schon lange nicht mehr geworden!

Glücklich über den schönen Tag schliefen wir rasch ein .

Donnerstag, Februar 15, 2007


Herrlicher Sonnenschein und milde Temperaturen machten meine Radfahrten zu einem Vergnügen. Am Morgen radelte ich zur Klinik für die jährliche Kontroll-Mammographie, nachmittags fuhr ich ins Büro und entdeckte dabei zum ersten Mal dieses Jahr eine Eidechse auf einem sonnigen Mäuerchen! Das ist für mich immer eine besondere Freude und ein Zeichen, dass der Frühling vor der Tür steht. Misty scheint den Frühling auch zu spüren, sie frass auf unserer Terrasse einen Spatz! Im Garten blühen zur Zeit 3 blaue Krokusse.

Im Büro war es sehr ruhig, ich konnte ein paar Dinge erledigen und es langte noch für einen Einkaufsbummel in der Stadt (Abendverkauf), bevor ich nach Hause fuhr und ein gutes Fischgericht aufgesetzt erhielt. En guete!

Mittwoch, Februar 14, 2007


St. Valentinstag feierten wir morgens und abends mit einem Erdbeerherz - dazwischen war für mich ein voller Arbeitstag, der aber wegen der Abwesenheit des Patrons - der jetzt in den Alpen Skiferien mit der Familie geniesst - ziemlich ruhig verlief.

Gegen Abend leuchtete nach einem eher regnerischen Tag die Sonne ganz kräftig und wiederspiegelte sich in den Glasflächen des Nachbarhochhauses. Es war toll, die irrealen Lichteffekte vom 5. Stock aus zu beobachten. Kurz danach konnte ich ohne Regenschutz nach Hause radeln und zu einem von JP vorbereiteten Candlelight dinner bei Kerzenschein an den Tisch sitzen ...

Dienstag, Februar 13, 2007


Nach dem gestrigen Regenwetter schien heute meist die Sonne. Der Techniker kam pünktlich am Morgen und beguckte sich unser harzendes Garagetor. Der zuständige Mann der Genfer Niederlassung kam am Nachmittag vorbei und wird uns eine Offerte für ein neues Tor unterbreiten. Das Problem des jetzigen Tors ist das Holz, das gearbeitet hat und nun nicht mehr zwischen die Schienen passt.

Anschliessend radelte ich in die Nachbarstadt hinunter, um bei unserem Optiker meine Brille wieder instand setzen zu lassen und Einkäufe zu machen. Ziemlich beladen schob ich das Rad den Berg hinauf.

Nachmittags spazierte ich mit meinen Bekannten über Land. Wie üblich tratschten wir viel und genossen die wärmende Sonne. Den Tee geniessen wir vorläufig noch im Innern des Lokals. Doch konnten wir einen grossen Strauch Haselkätzchen bewundern und hören, dass im Garten einer Freundin nebst Schneeglöckchen und Krokussen jetzt auch die Winterlinge blühen.

Montag, Februar 12, 2007


Eine feuchte Atmosphäre herrschte heute mit Regen Morgens und Nachmittags - kein Wetter für Gartenarbeiten. Trotzdem zählte ich die Blütenknospen unserer Schneeglöckchen und freute mich, mehr als ein Dutzend Glöckchen zu zählen.

Neben dem Haushalt und dem Büro (der Patron war weg aber Abends musste ich ihm bei einem Konferenzgespräch auf sein Mobiltelefon unterstützen: grrr, die Nummern auf richtiges statt Genfer Französisch - welch ein Kopfzerbrechen!) habe ich zu meiner grossen Erleichterung heute das erste von 3 Steuerformularen ausgefüllt. Yupi!

Rasch ins Bett, für morgen hat sich schon um 8 Uhr früh ein Techniker für das Garagetor angemeldet!

Sonntag, Februar 11, 2007


Am Morgen noch grau, erhellte gegen Mittag schöner Sonnenschein den Tag und ich begann, das Mittagessen vorzubereiten. Dann rief C. an und ich holte ihn pünktlich am Bahnhof ab. Er hatte gerade seine ersten paar Tage als Ingenieur gearbeitet und ich war natürlich gespannt auf seine Eindrücke. Er war stolz und zufrieden über seine Erfolge. Zuhause angelangt, stand bereits das von JP fertig zubereiteteEssen auf dem Tisch und wir genossen es gemeinsam.

Unser Sohn erledigte noch ein paar administrative Dinge, dann nahm er den nächsten Bus zum Bahnhof während wir unseren Sonntagnachmittagsspaziergang in der näheren Umgebung unternahmen. Der Wind blies uns entgegen, aber das störte uns nicht. Wir bewunderten ein lustiges Chaos von Bauteilen, das zu einem ausserirdischen Gebäude zusammengebaut war und als Hangar für Gleitschirme dient. Nach einem ca. einstündigen Marsch kehrten dann bei den "Drôles de Dame" auf einen Kaffee ein. Auf dem Rückweg bewunderten wir zwei Pferde und einen Olivenhain, beide vom Winde zerzaust.



Zuhause plauderten wir noch eine Weile und stürzten uns dann wieder in Schreibarbeiten.

Samstag, Februar 10, 2007

Nach über einer Stunde Ablegen von Briefen und Dokumenten frühstücke ich mit JP nach dem schon zur Routine gewordenen Augentropfen-Ritual. Trotz dem Regen radle ich ins Dorf zum Stammtisch für eine Tasse Tee in angenehmer Umgebung. Die üblichen Stammgäste sind im Bistro und geniessen entspannte Momente weg vom Stress. Wir sprechen über unsere Eltern und "Kinder" und tauschen unsere Lebenserfahrungen aus.

Nachmittags surfe ich abwechselnd zwischen Besen und PC. Abends, als ich den berühmten Schweizer Film "Mein Name ist Eugen" ansehen will, muss ich nach kurzer Zeit auf den Lokalsender umschalten, denn unser Apparat macht immer öfter schlapp. Schade, aber einen kleinen Eindruck vom Film habe ich trotzdem erhalten. Der Film interessiert mich aus zwei Gründen: 1. mein Neffe kennt einen der Hauptdarsteller, der im gleichen Schulhaus wie er verkehrt und 2. habe ich das Buch in meiner Jugendzeit amüsiert gelesen. Es handelt von Berner Lausbuben, die ihre Eltern mit ihren dummen Streichen zur Verzweiflung bringen.

Freitag, Februar 09, 2007

Zwar war das Gras heute Morgen gefroren, aber der Tag wurde schön und sonnig und ich entdeckte die ersten Blüten an unseren kleinen Schneeglöckchen im Garten. Misty hatte ein ganz warmes Fell - wahrscheinlich lag sie hinter der grossen Fensterscheibe an der Sonne.

Nachmittags machte JP mit dem Velo Besorgungen, ich aber radelte ins Geschäft. Dort herrschte rege Stimmung, denn der Patron hat Montag und Dienstag Vorlesungen in Bern und fährt anschliessend für das Ende der Ferien ins Wallis zur Familie. Wir mussten noch PPT-Präsentationen à jour schreiben und im Internet Neuigkeiten zum Thema suchen. Auf Vorschlag meiner Kollegin wurde eine Gruppensitzung einberufen, an der der Patron die Arbeit verteilte und sich über die letzten Entwicklungen der laufenden Geschäfte informieren liess.

Das Bürohaus erstrahlte in violetten Farbtönen, als ich endlich den Heimweg unter die Räder nahm. Der liebe JP hatte das Essen vorbereitet und ich konnte mich nur noch hinsetzen: Merci, mein Schatz!

Donnerstag, Februar 08, 2007

Starker Regen und Windböen veranlassten mich, mit dem Auto anstelle des Rads zur Zahnärztin zu fahren. Tatsächlich hatte ich vor ca. 10 Tagen wegen eines Bonbons einen Stockzahn zerbrochen und nun endlich einen Termin für die Reparaturarbeiten erhalten, nachdem die Zahnärztin wegen einer Grippe meinen ersten Termin annullieren musste. Zum Glück geht alles gut und nach einer Stunde ist mein Zahn wieder komplett, fühlt sich glatt an und hat die richtige Grösse. Ein kleines Wunder - ich bin der Zahnärztin und ihrer Gehilfin sehr dankbar - und werde mich in Zukunft vor klebrigen Bonbons und Caramels hüten!

Da im Heizraum seit ein paar Tagen ein ungewohnt russiger Geruch herrscht, haben wir dies der Firma gemeldet, die unsere Anlage revidiert. Schon am frühen Nachmittag kommt ein Experte, findet die Ursache und wechselt ein falsches Bestandteil aus, das der Arbeiter der die kürzliche Revision durchführte angebracht hatte. Dieser unkompetente Mann wurde inzwischen gefeuert! Alles schön und recht, nur fand ich es abends etwas kühl im Wohnzimmer - der Chef hatte vergessen, die Heizung nach der Reparatur wieder einzuschalten! Das war aber kein Problem für JP, der weiss, auf welchen Knopf man in diesen Fällen drücken muss!

Im Büro ging es ruhig zu - ich konnte einige Arbeiten finalisieren und meinem Chef eine nicht zu lange Debitorenliste vorlegen.

JP machte im nahen Ausland eine Menge Besorgungen und legte sich früh schlafen.

Mittwoch, Februar 07, 2007

Der gestrige und heutige Regen haben dem letzten Schneehäufchen den Garaus gemacht. Bei dem grauen Himmel fällt es mir leicht ins Büro zu radeln, das mich heute für den ganzen Tag verschluckt. Der Patron ist immer noch auf Reisen und lässt weder von sich hören noch benutzt er sein Blackberry, aber es ist sehr ruhig und wir Sekretärinnen kommen gut vorwärts mit der Arbeit, zumal auch der Mitarbeiter heute seinen freien Tag fürs Zügeln hat.

In der Mittagspause kaufe ich neue Batterien für meinen Taschenrechner - er hat gerade vor der Steuererklärungenausfüllzeit seinen Geist aufgegeben... Der Eisplatz am Ufer des Sees ist geräumt und in der feuchten Luft liegt wie ein Hauch von Frühlingserwachen!

JP macht etwas Haushalt, viele Besorgungen und schaut bei der Witwe seines Freundes vorbei. Heute kann ich wieder einmal zu einer vernünftigen Zeit nach Hause radeln, die restliche Kürbissuppe und den Abend geniessen.

Dienstag, Februar 06, 2007


Als Erste aufgestanden, zeigt mir ein Blick durch das Fenster eine graue, regnerische Gegend. Schade, da wird mein Dienstagsbummel vielleicht ins Wasser fallen! Ich fuchtle mit dem Besen in Küche und Korridor umher, wechsle den Sand im Katzenkistchen, fahre zur Post und zur Bank, koche Fenchel und Kartoffelstock und spiele dazwischen Krankenschwester, indem ich immer gekonnter die Augentropfen ins Auge meines Patienten träufle. Das Telefon läutet oft, die Mitglieder des "Clubs" melden sich für heute nachmittag ab. Zum Dessert testen wir die "beschwipsten Himbeeren", ein Geschenk, dass wir im Schwarzwald erhalten haben - lecker!

Nachmittags stoppt der Regen, ich behändige mich unseres Aluminiummülls zum Entsorgen und finde am Trefpunkt tatsächlich eine liebe Bekannte, die, mit einem Regenschirm bewaffnet, mit mir unter den grauen Wolken ein paar Kilometer plaudernd marschieren wird. Wir bereuen es nicht, treffen unterwegs mehrere Bekannte aus dem Dorf und bewundern die Zyklamen in einigen Gärten.




Montag, Februar 05, 2007

Am Morgen mussten wir zwar noch die Scheiben am Auto kratzen, aber schon bald waren wir an der strahlenden Sonne auf unserer Fahrt zur Augenärztin. Diese prüfte die Sehkraft des operierten Auges und konnte zufrieden feststellen, dass diese 100% beträgt (vorher 35%). Das zweite Auge mit seinen 80% ist jetzt neu deutlich schwächer und sollte nach Meinung der Aerztin auch möglichst bald operiert werden. Es scheint aber schwierig zu sein, ein verfügbares Datum mit dem Chirurgen zu finden, die Sekretärinnen werden dafür sorgen. JP muss die Augentropfen nun nur noch 6 x im Tage ins Auge träufeln.

Nachmittags strampelte ich ins Büro, wo der Patron bereits am Flughafen auf das Boarding des Flugzeuges in die USA wartete. Er gab telefonisch Instruktionen und diktierte mir auch beim Zwischenhalt in London Emails und Instruktionen. Dazwischen archivierte ich mit meiner Kollegin eine Menge Akten und nun sind wir zufrieden, wieder Platz für neue Dossiers zu haben.

Sonntag, Februar 04, 2007


Wir dürfen einen sonnigen Sonntag geniessen und machen neben den Augentropfenapplikationen einen zweistündigen Spaziergang in der Gegend. JP versucht es ohne Brille, sein "neues" Auge sieht bereits viel besser als vorher und die Farben erscheinen ihm heller.

Der Salève ist noch mit einer leichten Schneeschicht bedeckt, aber die Felder leuchten in einem kräftigen Grün. Wir grüssen Bekannte und plaudern eine Weile mit jemandem, der uns über einen ziemlich missratenen Hausanbau aufklärt: der Mann wollte selber bauen und ist inzwischen gestorben. Seit 5 Jahren verkommt das Gebäude langsam und ist ein Schandfleck des Quartiers (Photo beim nächsten Spaziergang - es gibt nicht nur Idyllen in unserer Welt).

Wieder zurück zu Hause geniessen wir ein Zvieri und tauschen eine Menge IMs mit JPh aus, bis wir uns für die Mahlzeit trennen. Spöter und flicke ich bei einem TV-Film. Irgendwas ist mit dem Gerät nicht in Ordnung, nach kurzer Zeit wird das Bild unscharf. Offenbar jedenfalls liegt das Problem nicht an der Antenne.

Samstag, Februar 03, 2007


Nach einer guten Nacht mit einem Plastikschutzkörbchen für das frisch operierte Auge Frühstücken wir eher früh für das Wochenende. 8 mal im Tag träufle ich JP 2 Tropfen Medikamente ins Auge, das erste Mal um 8 Uhr. Dann fahre ich ihn gegen 10 Uhr in die Klinik, wo die gestern operierten Patienten vom Chirurgen begutachtet werden. "Perfekt!" lautet das Verdikt des Doktors. JP, der Intelektuelle, frägt ihn nach dem wissenschaftlichen Namen der Operation. Mit dem Stichwort "Phacoemulsification" durchforstet dann JP während dem Wochenende das Internet und sieht sich mit viel Interesse die Photos und Beschreibungen dieser Kunst an.

Gerade noch rechtzeitig erscheine ich am samstäglichen Stammtisch, an dem wir heute zu Dritt plaudern. Dann geht es zum Metzger und auf den Markt, frisches Gemüse einkaufen und zu Hause bereite ich die Mahlzeiten vor. Wir stecken unter dem Hochnebel, nur hie und da leuchten ein paar Sonnenstrahlen. Es ist aber mild, und der Schnee ist schon bald völlig verschwunden.

Mit vielen Telephonaten mit Familienangehörigen, Putz- und Wascharbeiten draussen und drinnen geht der Tag rasch dem Ende entgegen.

Freitag, Februar 02, 2007

Hochnebel und +2° C heute Morgen, als wir kurz nach 7 Uhr zusammen in die Klinik fahren, wo JP heute an einem Auge ein neues Kristallin erhält.

JP wird zu seinem Zimmer geführt, das er mit einem netten Mann aus Ottawa teilt. Ich helfe ihm beim Einräumen seiner Kleider und plaudere noch eine Weile mit ihm, bis er eine erste Beruhigungspille und Augentropfen erhält. Wir sind zuversichtlich und ich freue mich, ihn heute Abend nach der Arbeit abholen zu können. Deshalb werde ich ausnahmsweise mit dem Auto ins Büro fahren. Inzwischen mache ich das Haus sauber und beziehe unser Bett mit frischen Laken.

Um 12 Uhr ruft JP an: alles gut gegangen, er fühlt sich wohl und isst mit gutem Appetit das Mittagessen.

Ich fahre beruhigt an die Arbeit und der Nachmittag vergeht im Nu, obwohl der Patron wieder auswärts bei Kunden ist. Aber wir können Dossiers archivieren und ich bereite Rechnungen vor.

Abends fahre ich zur Klinik, wo JP gerade Besuch von seinem Chirurgen erhält, der die Augenklappe wegnimmt und vom Ergebnis vorläufig befriedigt ist. Dann kann er sich ankleiden, vom Zimmernachbar Abschied nehmen und ich fahre mit meiner wertvollen Fracht nach Hause. Ein paar Telefonate, ein Candle light Dinner (natürlich ohne Alkohol), schon schreibt JP sein erstes Mail und dann legen wir uns zur Ruhe.

Donnerstag, Februar 01, 2007

Ausnahmsweise fahre ich am Morgen mit dem Rad zur Dorfbäckerei und hole frisches Brot - das Thermometer zeigt schon um 8 Uhr +2° - keine Gefahr, denke ich und mein Velo entgleitet mir plötzlich und landet auf der Strasse, die vom geschmolzenen Schnee am Strassenrand an einer leicht abfallenden Stelle vereist ist. Nicht weiter schlimm, ich rapple mich wieder auf und fahre heil und ohne blaue Flecken nach Hause zu einem genüsslichen Frühstück. Ich hole die gestrige Zeitungslektüre auf und erhalte Telefonanrufe, ein bisschen Haushalt, Email, Kochen, Essen: schon muss ich wieder die Strasse unter die Räder nehmen.

Der Patron ist krank und arbeitet für die dringendsten Fälle von zu Hause aus. Meine Kollegin und ich benutzen die Gelegenheit um die Akten die wir für archivwürdig halten aus den überfüllten Schubladen zu nehmen. Dann bittet mich ein Mitarbeiter einen 2seitigen Brief vom Italienischen ins Französische zu übersetzen, das ich mit Babelfish und Dictionnaire so ungefähr erledigen kann. Ich finde eine Kollegin, die italienisch besser beherrscht und die Morgen meinen Entwurf verbessern wird.

Das Gebäude leuchtet in rot und weiss, als ich den Heimweg antrete. Der Schnee ist tagsüber weiter geschmolzen und ich kann wieder die gewohnten kleinen Wege benutzen.

Nach Abendessen und Gutenachttee ist es Zeit, sich in die Laken zu kuscheln.