alltaeglich

Ein Blog, in dem ich (meist) täglich über meinen ganz alltäglichen Alltag berichte...
"Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen." (Pearl S. Buck)

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Standort: Geneva, GE, Switzerland

Meist gut gelaunt, naturliebend, Storchennestgucker

Donnerstag, August 31, 2006


Heute durften die Schweizer im ganzen Land strahlenden Sonnenschein geniessen! Wie schön! Ich buk mit unseren Gravensteinern eine Apfelwähe und wir konnten auf der Terrasse essen. Zuvor machte ich mit der Digi einen Rundgang ums Haus und knipste einige Blumen.


















Die Arbeiten im Steinbruch des nahen Hausberges gehen flott voran: man hört das Herunterfallen von Geröll, das auch für die Baustellen im Kanton Genf gebraucht wird. Und es wird zurzeit viel gebaut...

Nachmittags fuhr ich in leichter Kleidung ins Büro, wo mein Patron dermassen unter Zeitdruck war, dass er nicht wie geplant nach Bern reiste, um an der GV des erwähnten Europa-Vereins teilzunehmen. Stattdessen arbeitete er konzentriert an seinem Schreibtisch und wir mussten alle potenziellen Störer abhalten. Doch keine Bange, die Arbeit ging mir nicht aus: ich bereitete ein paar saftige Honorarrechnungen vor und und suchte (und fand!) ein Modell für eine neue Liste.

Abends konnte ich tatsächlich noch in die Migros und Esswaren einkaufen, da heute Abend Sohn Nr. 2 zum Essen kommt. Es geht ihm gut, nur beklagt er sich über einen leicht fiebrigen Zustand.

Mittwoch, August 30, 2006

Heute morgen gab unser Wecker keinen Ton von sich - zum Glück erwachte ich trotzdem nicht allzu spät und konnte zu einer normalen Zeit im Büro ankommen. Meine Kollegin war natürlich schon da und versuchte, unserem Patron sein neues Blackberry-Gerät zu erklären. Ein schwieriges Unterfangen, da er mit dem Umhernavigieren offenbar Schwierigkeiten hat und nur die einfachsten Funktionen wirklich beherrscht.

Zufrieden konnte ich in der Email Post lesen, dass der Buchprüfer des Europa-Vereins nun mit meinem Bilanz- und Gewinn-und Verlustrechnungsvorschlag einverstanden war, und nur noch eine kleine Aenderung im Text nötig war.

In der Mittagspause machte ich zwei Besorgungen und picknickte dann im kleinen Park: zuerst auf einer schattigen, dann doch auf einer Bank an der Sonne! Die jugendlichen Schüler sind zurück und damit auch die achtlos hingeworfenen Abfälle :-(((

Bei der Ausfahrt aus dem Parkhaus machte ich wegen dem Haltesignal ein Rückwärtsmanöver - und nachher begann mein Bike einen Nähmaschinenartigen Laut von sich zu geben. Ich konnte das Problem nicht beheben und fuhr vorsichtig und klappernd nach Hause. Dort nahm mein Gatte das Velo unter die Lupe, schraubte etwas an einem verrutschten Teilstück herum und schon fuhr mein Zweirad wieder fast lautlos durch die Strasse! Merci, Schatz, das war Klasse!

Zu Hause hatte JP heute nachmittag Besuch von einem Modellbauerfreund, der ihm zwei ziemlich grosse F-15 Modelle überliess. Nun heisst es, dafür einen Platz in einer Vitrine zu finden. Zuerst muss jetzt aber noch die Vitrine geortet werden!

Dienstag, August 29, 2006

Grauer Himmel aber kein Regen. Also los an den Treffpunkt: nachdem sich zwei Mitglieder entschuldigt haben, sind wir trotzdem noch ein Quintett, das auf zwei Rädern in der Landschaft herum fährt, hie und da einen Halt einschaltet und doch dem windigen und kühlen Wetter den Ausflug geniesst.

Die Hängebauchschweine haben es uns besonders angetan. Sie buddeln auf dem Misthaufen und "plaudern" mit den andern Tieren der Farm:

Nach einem heissen Tee auf einer Terrasse mit nicht zusammengewischten welken Blättern streben wir nach Hause. JP war ebenfalls mit dem Velo unterwegs, allerdings um Besorgungen zu machen.

Nachmittags kommt meine "Bijoutière" mit dem letzten neu eingefädelten und verbesserten Collier zu mir und wir plaudern eine Weile bei einem Zvieri: eine Auswahl Früchte und Nüsse aus dem Garten!

Nachmittags fällt wieder Nasses vom Himmel, aber jetzt ist das weniger schlimm!

Abends fährt C. mit unserer Corsa vor, braun gebrannt und zufrieden zurück aus den kurzen Ferien. Wir erhalten ein Päckchen Nougat aus Montélimar - mmmmh!


Montag, August 28, 2006

Nachdem am Vormittag noch die Sonne schien, regnete es am Nachmittag, aber ich konnte ohne Regenschutz zwischen den Tropfen durchfahren.

Im Büro packte ich eine Beige Bundesordner in Schachteln und veranlasste, dass diese Morgen durch die Männer des internen Postdienstes ins Auto meines Patrons befördert werden. Donnerstags ist die GV eines Europavereins, bei dem mein Patron seit 6 Jahren Sekretär ist. Als Partner hat er jetzt aber nicht mehr genug Zeit dieses Amt gewissentlich auszuführen, und tritt deshalb zurück, soll aber, zusammen mit einer anderen Persönlichkeit, zum Vizepräsidenten gewählt werden. Ich führte bisher quasi selbständig die Buchhaltung und besorgte die anfallende Korrespondenz und bin glücklich, dass diese Arbeit zukünftig wegfällt und die Akten an der GV der neuen Sekretärin in Bern übergeben werden. Ich habe schliesslich genug mit den Rechnungen, Abrechnungen, usw. für meinen Patron zu tun, der arbeitet so wild, dass ständig neue Rechnungen zu entwerfen sind.

Ich brachte einige unserer Gravensteiner ins Büro - sie verschwinden genüsslich in den hungrigen Mägen!

Zu Hause läuft alles rund und ich freue mich auf meinen morgigen freien Tag!

Sonntag, August 27, 2006


Heute haben wir beschlossen, nach dem vielen Früchteverarbeiten einen kulturellen Ausflug nach Martigny http://www.gianadda.ch/zu unternehmen. Wir reisen mit Bus und Zug und geniessen die Fahrt am Fenster mit Seeblick. Wir zählen 3 Graureiher, die jeweils auf einem aus dem See ragenden Felsblock stehen und viele Fischer, die geduldig ihre Angeln ins Wasser halten.

Wir kommen zur Mittagszeit beim Museum an und stärken uns erst mal mit einem Steak/Salatteller. Dann fügen wir uns in die Reihe der Besucher und bewundern die Meisterwerke europäischer Kunst, die sonst im Metropolitan Museum von New York hängen. Besonders gut gefällt mir ein Werk van Goghs, "erste Schritte": ein kleines Mädchen macht in einem Garten die ersten Schritte von seiner Mutter zum Vater, der es mit ausgebreiteten Armen erwartet. http://www.insecula.com/oeuvre/O0019940.html

Wir spazieren noch etwas im Skulpturenpark, bewundern die Enten und wandern dann zum Bahnhof, um nach einer angenehmen Fahrt gerade rechtzeitig für die TV-Nachrichten nach Hause zu kommen.

Samstag, August 26, 2006

Aufwachen bei trockenem Wetter, am Stammtisch auf der Terrasse mit lieben Bekannten, Einkaufen von Gemüse und süssen Maiskolben auf dem Markt.

Kochen, Aepfel und Mirabellen verarbeiten, essen, lesen, gefallene Blätter des Platanenbaums zusammenrechen bis es schliesslich nachmittags zu regnen beginnt.

Voilà die Stichworte zu diesem angenehmen, ganz alltäglichen Samstag.

Freitag, August 25, 2006

Und schon ist es wieder Freitag, und es gibt schönes, wenn auch "kühl für die Saison"-Wetter.

JP beschriftet die Etiketten seiner vielen Mirabellen-Konfitüren, ich sortiere die faulenden Aepfel aus und bereite Kompott damit. Ich bringe ein Körbchen Mirabellen und Aepfel ins Büro. Der Patron verzehrt mit Genuss unsere Aepfel und die Kollegin freut sich mächtig über die Mirabellen.

Ein häufiges Menu bei uns ist zur Zeit Teigwaren und Kompott!

Donnerstag, August 24, 2006

Heute bleibt es trotz dem angesagten Regen trocken, zum Glück für meinen Weg auf dem Stahlross ins Büro.

C. leiht unseren Kleinwagen aus, füllt ihn mit Gepäck und fährt mit seiner Freundin für eine Woche in der Provence. "Gute Reise und viel Spass - grüsst mir den Lavendel, das Meer und die Grillen.

Nachmittags im Büro erhalte ich ein Email von der Bibliothekarin, die gestern Abend zwei Minuten nach dem Sturz eines wuchtigen Baumes auf das Strässlein, das auch zu meinem Weg gehört, zur Stelle war. Die Anwohner standen ratlos umher. Und ich hatte nichts besonderes gesehen heute nachmittag, da ich wohl, den Kopf über den Lenker gebeugt, möglichst rasch an die Arbeit spulte. Erst auf der Heimfahrt sehe ich, dass die Abschrankung den in grosse Stücke gesägten Baumstamm und die vielen Aeste umfasst, die nun auf dem Grasstück neben der Strasse liegen, am Rande des offenbar schlecht unterhaltenen Waldstückes. Ein Schauder läuft mir über den Rücken: wenn ich gestern nicht wegen der Party früher nach Hause geradelt wäre, hätte ich ja eventuell genau zum Zeitpunkt des Falles dort vorbeifahren können...


Mittwoch, August 23, 2006

Schön und warmes Wetter. Ich arbeite den ganzen Tag, wie jeden Mittwoch, aber der Patron hat viele Termine und ist nur ein paar Stunden im Büro. Meine Kollegin berichtet mir das gestrige Geschehen: unser Patron erhielt einen Telefonanruf mit der Nachricht vom Tod eines guten Freundes, eine Kapazität im Wettbewerbsrecht, der eben seine eigene Kanzlei eröffnet hatte. Der 41jährige Vater eines 4jährigen Kindes verstarb an einer Infektion nach einem banalen chirurgischen Eingriff.

Die Mittagspause verbringe ich am Bächlein im nahen Park, dem Treffpunkt aller Generationen.

Abends gehe ich etwas früher nach Hause, da wir auf unserer Quartierstrasse eine kleine Wähen-Party feiern, damit wir alte Bekanntschaften auffrischen und die neuen Nachbarn kennen lernen können. Alle bringen einen Früchte- oder Gemüsekuchen und dazu haben die Organisatoren eine Sangria zubereitet. Wir plaudern angeregt mit diversen Nachbarn, erzählen den Neuen Anekdoten aus der über 30jährigen Vergangenheit dieser Ueberbauung und sehen uns das Photoalbum zum 25. Jubiläum des Strässchens an. Auch C. hat sich zu uns gesellt und diskutiert mit den Teenagern der Nachbarn. Wir gehen erst nach Hause, als schon die Sterne am Himmel stehen und es langsam kühl wird. Welch ein Wetterglück, solche Tage sind in diesem Monat selten!

Dienstag, August 22, 2006

Obwohl etwas wolkig ist es schön und wir fahren an diesem Dienstagmorgen zu sechst durch die Landschaft. Grr, nachdem ich mit der Digi eine kleine Szene gefilmt habe, vergesse ich, den Knopf zurück auf "Photo" zu stellen und alle meine Landschaftsbilder sind gefilmt! Deshalb kann ich sie nicht per Email versenden; zum Glück habe ich wenigstens ein Erinnerungsphoto! Wir genehmigen uns einen Apero auf der Terrasse eines Bistros und es wird viel geplappert!

JP ist auch mit dem Velo unterwegs: zur Dentalhygienikerin, Bank und Supermarkt!

Nachmittags kommt der Spezialist für Wasserenthärter und kontrolliert unseren Apparat. Gerne höre ich, dass alles i.O. ist. Etwas später empfange ich meine "Bijoutière", die meine Perlenkette zurück bringt, in tadellosem Zustand, neu verknüpft. Sie erzählt mir, wie ihr eine Kugel meiner "Tigeraugenkette" entglitten sei, die sie erst nach mehrfachem Absuchen und Abtastens des Teppichs gefunden hat. Beim Versuch, das Loch zu vergrössern, damit der Faden genug Platz hat, ist dann eine kleine Kugel zerstört worden. Dieser Beruf ist zwar schön, aber gar nicht so einfach wie man meinen könnte. Ich jedenfalls hätte dazu nie die nötige Geduld!

Abends backe ich noch eine Karottenwähe mit Speckwürfeli, mein Beitrag zur morgigen Party der Anwohner des Strässchen, wo wir seit 32 Jahren zu Hause sind.

Montag, August 21, 2006

Die Sonne scheint heute Morgen, aber da Regen angesagt wurde, fährt JP mit dem Rad in die Stadt, um sich seine neue Regenhose zu holen. Dann macht er noch ein paar Aufnahmen vom sich ständig vergrössernden Steinbruch unseres Hausberges.
















Hier die Ausbeute von unseren Mirabellen:




Im Büro scheint es heute ausnahmsweise keine Notfälle zu geben, sodass ich um 18h40 bereits aus der Parkgarage fahre. Ich freue mich auf meinen morgigen freien Tag und gehe zufrieden schlafen.

Sonntag, August 20, 2006

Etwas wolkig, aber trocken und immer wieder Sonnenschein. Heute habe ich mir vorgenommen, die Riesenbeige Wäsche zu bügeln, die seit Tagen geduldig aufs Plätten wartet. Nach einem nicht sehr frühen Start in den Tag und gemütlichen Zmorge stelle ich das Bügelgerät auf, den Radio an und beginne die Arbeit.

Zum Mittagessen gibt es etwas einfach und rasch zubereitetes, und nach dem Abwasch geht es weiter mit dem Bügeln. JP sitzt derweil auf der Terrasse und ist mit dem Sortieren, Waschen und Verarbeiten der gestern geernteten Mirabellen beschäftigt.

Abends kann ich tatsächlich das Bügelbrett und die 2 1/2 Wäschezainen voller gebügelter Wäsche versorgen. Das war ein arbeitsamer Sonntag aber zu viel Arbeit hat sich aufgehäuft die mein Gewissen belastet.

Samstag, August 19, 2006

Das schöne Wetter hält an und die Temperaturen bewegen sich zwischen 20 und 25°.

Am Stammtisch auf der Terrasse eines Bistros im Dorfzentrum sind wir heute zu viert. Ich stelle ein kleines Körbchen mit frisch geernteten Mirabellen auf den Tisch zum Apero. Heute ist ausnahmsweise auch meine Nachbarin dabei, die mich an das kleine Fest in unserer Quartierstrasse erinnert, das nächsten Mittwoch stattfindet. Die Witwe, ein Mitglied unseres Veloclubs, erzählt wie traurig ihre Tochter seit ihrer Fehlgeburt letzte Woche sei, was auch sie sehr bedrückt. So teilen wir Freud und Leid und gehen dann wieder alle unseren Tätigkeiten nach. Ich kaufe auf dem Markt frisches Gemüse ein und fahre nach Hause, um das Mittagessen auf den Tisch zu zaubern. Wir geniessen es auf der Terrasse.



Nachmittags ernten wir Mirabellen und Aepfel und ich backe eine Apfelwähe. 2006 war ein gutes Jahr für unsere Bäume, offenbar waren die Bienen fleissig und der Frühling frostfrei.

Heute morgen hatte meine künstlerisch ausgebildete Freundin angerufen und gewünscht, dass ich ihr meine defekten Colliers bringe. Ich packe eine zerrissene Perlenkette, eine Malachit und eine "Tigerauge"-Kette in meine Tasche und radle wie verabredet zu ihr. Ihre beiden erwachsenen Söhne (die ich noch als Kinder in Erinnerung habe), die charmante zukünftige Schwiegertochter und der Ehemann grüssen mich und meine Freundin notiert die Probleme und Accessoires, die sie für die Reparatur brauchen wird. Unglaublich, wie meine Freundinnen perfekte Haushalte führen...

Freitag, August 18, 2006

Die Sonne scheint. Nach dem Frühstück und der Zeitungslektüre schwinge ich mich auf den Sattel, um ennet der Grenze zu meiner Coiffeuse zu radeln, denn ich hatte während meiner langen Ferien noch nie die Gelegenheit, meine Kurzhaarfrisur stutzen zu lassen. Da meine Coiffeuse wegen einem Schlüsselproblem Verspätung hat, mache ich zuerst Besorgungen. Ich rufe JP an, er möge doch einen Wurstsalat vorbereiten. Dank ihm kann ich ein ausgezeichnetes Essen auf unserer Terrasse geniessen und trotzdem rechtzeitig im Büro erscheinen.

Abends radle ich zufrieden nach Hause: unglaublich, schon wieder ist eine Arbeitswoche zu Ende!

Donnerstag, August 17, 2006

Die Sonne lacht wieder und wir widmen uns unseren üblichen Beschäftigungen. Es freut mich, das Mittagessen auf der Terrasse servieren zu können und die Temperaturen zum Biken sind ideal. In den Gärten blühen die Hibiskus Büsche, Rosen und viele andere Spätsommerblumen. Auch unsere Rudbeckias blühen noch in voller Pracht.

Nachmittags fährt JP per Velo zu unserem Hausarzt, der ihn wohl zum letzten Mal empfängt, da er sein Haus verkauft hat und seine Kundschaft in Kürze seinem Sohn übergeben wird.

Mittwoch, August 16, 2006

Starker Regen beim Aufstehen, aber da gibt es keine Ausrede, nach dem Frühstück ziehe ich mir die orange Regenmontur über und radle ins Geschäft. Ein Blick auf Parkplatz Nr. 4: kein Wunder, heute steht das Auto der Bibliothekarin dort. Ich weiss, dass sie nur bei schönem Wetter ins Geschäft bikt.

Bald bessert sich das Wetter und in der Mittagspause gehe ich per Bike einkaufen und picknicke im schönen Park Bertrand, durch den jetzt ein renaturisiertes Bächlein fliesst an dessen Rand ich mich auf eine Bank setze und die Parkbesucher beobachte, von denen jede Generation vertreten ist. Nach dieser angenehmen Pause geht es zurück an die Geräte!

Dienstag, August 15, 2006

Zwar etwas kühl für die Saison, ist das Wetter trotzdem recht schön und ich freue mich, 4 meiner Velofreundinnen am Treffpunkt vorzufinden. Unser erster Halt ist diesmal auf einer sonnigen Bank an einer Wegkreuzung zwischen Reben und einem Ackerfeld. Wir fahren auf Feldwegen und verkehrsarmen Strassen in der entgegengesetzten Richtung zu derjenigen, in der wir meistens fahren. Wir halten an einem Tennisplatz und trinken ein Glas auf der Terrasse der Cafeteria des Tennisclubs, bevor wir wieder nach Nause strampeln, um unseren Ehemännern das Essen vorzubereiten.

Die Herbstanemonen blühen in unserem Steingärtchen:



Nachmittags jäte und hacke ich unser Steingärtchen, schneide den wuchenden Cotoneaster zurück und befreie den Stamm des Wildkirschenbaums von Efeu und anderen Pflanzen.

Lesen, Kochen, Surfen: schon ist Pyjama-Verteilzeit!

Montag, August 14, 2006

Montag! Nach einem (wie mir scheint) langen Wochenende (weil es schon am Freitag Mittag begann), heisst es nach den üblichen Haushalt- und Gartenarbeiten und dem gemeinsamen Mittagessen wieder an die bezahlte Arbeit zu radeln. Nach einer herzliche Begrüssung meiner Kollegin, die zufrieden aus den Ferien zurückgekehrt ist, stürze ich mich in die Arbeit: alle Rechnungen sollten nun erstellt werden, schliesslich beinhalten sie die Arbeit bis zum 30. Juni!

Auf dem Heimweg ärgere ich mich oft über die Abfälle, die die Jugendlichen hinter dem Schulgebäude einfach liegen lassen. Manchmal lese ich die PET-Flaschen oder Alubüchsen auf und werfe sie 2 Kilometer weiter in die entsprechenden Recycling Container. Doch meist muss ich mich beeilen, denn ich habe JP angerufen, ich sei auf dem Heimweg und er hat das Essen aufs Feuer gestellt. Komme ich dann später als vorgesehen nach Hause, darf ich mich über eventuell angebrannte Kartoffeln, Reis oder zu weich gekochte Teigwaren nicht beklagen!

Sonntag, August 13, 2006

Ein grauer Sonntag. Heute begleite ich JP in die Kirche, um dem 6. Jahrestag des Hinschieds seiner Mama zu gedenken. Zufällig wird die Messe von einem ehemaligen Pfarrer gelesen, der in der Kirchgemeinde waltete, als unsere Kinder klein waren und der allgemein sehr geschätzt wurde.

Nach dem Verlassen der Kirche grüssen wir ein bekanntes Ehepaar, mit dem wir den Heimweg unter die Füsse nehmen, da wir wegen des drohenden Regens zu Fuss zur Kirche gepilgert waren. Spontan werden wir mit einer Freundin der Familie aus der Nachbarschaft zu einem Kaffee bei ihnen eingeladen, die wir nach einigem Zögern annehmen. Zwar hatte sich C. angesagt, aber ob er wirklich zum Mittagessen erscheinen wird, ist nicht sicher. So geniessen wir eine nette Kaffeestunde in angeregter Runde. Wir hatten richtig gehandelt, erschien doch C. erst zum Zvieri und da ich eben eine Apfelwähe gebacken hatte teilte er diese mit gutem Appetit mit uns!

Samstag, August 12, 2006

Der Tag vergeht zwischen Regen und Sonnenschein. Ich treffe meine schwedische Freundin auf der Terrasse des Dorfbistros neben dem Markt bei einer Tasse Tee und wir lassen die Woche Revue passieren.

Zu den Haushalt- und Gartenarbeiten gehört heute auch das Wechseln der Bettwäsche unseres grossen Bettes - ich drehe die Matratze allein, ein kleiner Kraftakt, der etwas Geschicklichkeit erfordert, damit es nicht zu anstrengend ist.

Es ist immer ein besonderes Vergnügen, sich in der frisch gewaschenen Bettwäsche zu räkeln!

Freitag, August 11, 2006

Nachdem ich morgens fleissig gearbeitet habe, radle ich rasch nach Hause für einen raschen, von JP zubereiteten Lunch.

Dann gehe ich per Velo an die Dankesfeier für eine kultivierte Dame, die ein vorbildliches Leben geführt hatte und sich mit ihrem englischen Gleichmut unzählige Freunde geschaffen hatte. Sie verstarb mit einem Lächeln, nach einem reichen und erfüllten, fast hundertjährigen Leben. Eindrücklich. Nach der Feier trinken wir noch ein Glas zusammen und versuchen ein anderes Mitglied zu trösten, deren Tochter eben wegen einer Fehlgeburt hospitalisiert wurde. Einmal mehr wird uns allen bewusst, wie kostbar und kurz das Leben ist.

Donnerstag, August 10, 2006

Trotz vorüberziehenden Wolken und nicht mehr ganz sommerlichen Temperaturen ist das Wetter recht angenehm. Ich besorge den Haushalt morgens und gehe nachmittags bis abends arbeiten.

Vor dem Bürogebäude blühen die Sonnenblumen, die mit den rostfarbenen Metallstreifen gut harmonisieren.








Morgen kann ich auf meinen Wunsch ausnahmsweise statt nachmittags am Morgen arbeiten, damit ich an der Trauerfeier zu Ehren der kürzlich verstorbenen Mutter eines "Roue libre"-Mitglieds teilnehmen kann. Mein Patron findet es sogar besser so und wird sich nachmittags sonstwie behelfen können.

Ich versuche wieder einmal, nicht zu spät ins Bett zu schlüpfen...

Mittwoch, August 09, 2006

Im Morgengrauen stehen wir auf, denn heute habe ich schon um 7h00 ein Treffen mit der Bibliothekarin meines Arbeitgebers, die ganz in der Nähe wohnt und der ich schon letztes Jahr vorgeschlagen hatte, ihr meinen Weg zum Büro mit dem Velo zu zeigen. Montags hatte ich ein Email von ihr erhalten, in dem sie mir mitteilte, dass sie letzten Sonntag am 2. Genfer "Slow-up"teilgenommen und dabei viel Spass gehabt habe http://www.slowup.ch/
Nun würde sie sich gerne mir anschliessen und da ich nur am Mittwoch schon morgens ins Büro radle, einigten wir uns auf dieses Datum.

Das Wetter war gut, ich wartete wie abgemacht auf meine Kollegin, die für diese erste Fahrt ins Büro noch Elastikschnüre zum Befestigen ihrer Tasche suchen musste! Los gehts, zu zweit, und meine Arbeitskollegin staunt, wie kurz die Strecke auf der verkehrsreichen Hauptstrasse ist. Wir fahren durch kleine Quartierstrassen und von alten Bäumen überdachte Alleen, vor und hinter fünf Schulhäusern. Sie erzählt mir, dass hier ganz in der Nähe ihre Grossmutter wohnte und erwähnt Ereignisse, die aus dem letzten Jahrhundert stammen und die sie von Mutter und Grossmutter erfahren hatte. Als ich ihr dann noch zeige, wie die Verkehrsampel zum Ueberqueren einer Hauptverkehrsader automatisch die Präsenz der Radfahrer erfasst und wir durch ein holpriges Strässchen vor dem Bürogebäude ankommen, ist sie total begeistert. Wir fahren in das Parkhaus und ich darf mein Bike ebenfalls auf ihren Parkplatz stellen. Die Bibliothekarin will schon heute ihr Rad für einen Service zum Mechaniker bringen und plant, bei schönem Wetter öfters zur Arbeit zu biken!

Nach diesem anregenden und motivierenden Tagesbeginn stürze ich mich in die Arbeit, der Patron ist noch nicht angekommen! In der Mittagspause gehe ich Einkaufen und picknicke in einem nahen Park, Gravensteiner als Nachtisch und Trinksame aus der Flasche, die immer am Velo festgeklemmt ist.

Der Tag vergeht im Nu, es wird schon deutlich früher dunkel.

Dienstag, August 08, 2006

Ein sonniger Dienstag: ich geniesse mit meinen Velofans eine schöne Radtour mit unseren Freunden aus England, die bei ihren monatlichen Reisen nach Genf darauf achten, möglichst an zwei Dienstagen mit uns durch die Genfer Landschaft radeln zu können. Wir reservieren spontan bei unserer Fahrt durch Bardonnex einen Tisch für 6 für das Buffet auf der Terrasse des Café de la Comète. Nach einer Fahrt entlang dem Flüsschen Aire heisst es wieder nach Bardonnex hinaufstrampeln und wir kommen rechtzeitig und hungrig auf der Terrasse des Bistros an. Das reiche Buffet, eine Karaffe Wasser und eine kleine Flasche Rosé machen uns glücklich und auch der Preis ist sehr günstig. Wir geniessen unser fröhliches Zusammensein in vollen Zügen und vergessen unsere (eventuellen) Sorgen. Wir beobachten die Schwalben, die in der Nähe ihres Nestes ihre Kreise ziehen und staunen über die Höhe der Maisstauden. Die Trauben beginnen sich blau zu verfärben und lassen süsse Erinnerungen an unsere letztjährige "Weinlese" aufkommen.

Der restliche Nachmittag vergeht im Fluge. Wie immer am Dienstag, verfasse ich ein Zirkularmail für die vernetzten Mitglieder der "Roue libre" mit den besten Photos, die ich mit der Digikamera geschossen habe. Und dann sollte ich nicht zu spät in die Federn, schliesslich ist anderntags Arbeitsbeginn spätestens um 8 Uhr!

Montag, August 07, 2006

Happy birthday, Mami! Das Wetter ist auch bei ihr angenehm, nicht so heiss wie andere Jahre.

Da wir gestern erst um Mitternacht nach Hause gekommen waren, schlafen wir heute etwas aus. An Aufräumarbeiten mangelt es nicht, JP hat das Auto noch nicht völlig entleert und vertieft sich in seine administrativen Aufgaben, die sich in seiner 4 wöchigen Abwesenheit aufgehäuft haben.

Nachmittags fahre ich wieder ins Büro: meine Kollegin kommt erst in einer Woche aus den Ferien zurück. Glücklicherweise ist es ziemlich ruhig und ich komme mit der Arbeit einigermassen zurecht.

Wie schön, abends wieder einen lieben Menschen zu Hause anzutreffen, der das Abendessen vorbereitet hat!

Sonntag, August 06, 2006

Nach einem erfrischenden Schlaf im ruhigen Landort geniesse ich gemütlich das Frühstück mit meinen Eltern, die ebenfalls gut geschlafen haben. Dann sitze ich mit meinen Eltern im Wohnzimmer, wo wir uns die Radiopredigt anhören. Anschliessend bereiten wir unsere Gravensteiner für die Apfelwähe vor und backen eine sehr geschätzte Apfelwähe.

Das Wetter ist sehr regnerisch. Am späteren Nachmittag erscheint aber die Sonne wieder und wir können auf dem Sitzplatz an der Sonne sitzen, nachdem ich vorher die von Mami liebevoll besorgten Blumen im Garten bewundert habe. Dann fährt auch wie verabredet mein Göttergatte aus dem Elsass mit dem Auto vor und nach einem frühen Znacht geht es weiter via Bern, wo wir unsere Neffen begutachten und die Neuigkeiten der Familie erfahren. Mein Bruder will sich von der Fuchtel der Oelschaiche befreien und deshalb nächste Woche mit dem Einbau einer Wärmepumpenheizung beginnen. Wir geniessen mexikanische Dips und dann heisst es sich verabschieden und das letzte Wegstück unter die Räder nehmen.

Samstag, August 05, 2006

Nachdem ich unter unseren Apfelbaum ein paar möglichst schöne Gravensteiner Aepfel für meine Eltern zusammengesucht und ein rasches Frühstück genossen habe, mache ich mich zu Fuss auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle. Da diese kürzlich verschoben wurde und nun nur noch 10 Minuten von unserem Heim entfernt ist, bin ich 10 Minuten zu früh an der Haltestelle am menschenleeren Strassenrand. Ich lasse mich bequem an den Bahnhof befördern, der Automat druckt mein Billet aus und ich besteige den geplanten Zug, der mich rechtzeitig zum Treffpunkt mit C. bringen wird. Sohn Nr. 2 erwartet mich in Lausanne mit unserer Corsa und wir fahren zusammen via Yverdon-les-Bains an unseren Heimatort, wo uns meine Eltern erwarten. In Yverdon machen wir einen kurzen Halt vor dem Gebäude der Ingenieurschule, wo C. seit zwei Jahren die Bänke abwetzt. Die Aussicht ist schön, wir bewundern die Sonnenuhr - leider ohne Sonne - das Areal ist verlassen, nur eine Katze stolziert vorbei.

Nach ein paar Kilometern mit stockendem Verkehr kommen wir gegen elf Uhr bei meinen Eltern an. Wir laden die Aepfel ab und schieben die mitgebrachte Lasagne in den Ofen.

Leider ladet das Wetter zunächst nicht zum geplanten Spaziergang ein. C. verlässt uns im Laufe des Nachmittags, um an der Geburtstagsparty seines Cousins in Bern teilzunehmen. Gegen Abend hellt sich der Himmel wieder auf und ich mache mit meiner Mutter einen Spaziergang in der nahen Umgebung, durch einen Feldweg mit schöner Aussicht. Der liebe Vati putzt uns dann unsere schmutzigen Schuhe. Nach einem einfachen Nachtmahl sehen wir uns zu Dritt eine schöne TV Sendung aus Wien mit Tanz und Musik an. Ganz im Gegenteil zu uns, die wir nur 3 TV-Programme empfangen können, sind meine Eltern verkabelt und können Dutzende von Programmen empfangen. Müde gehe ich für meine Verhältnisse ziemlich früh schlafen.

Freitag, August 04, 2006

Heute fällt das kostbare Nass den ganzen Tag vom Himmel. Auch JP hat Regengüsse und kommt mit der Arbeit am GZ nicht richtig vorwärts. Aber die Arbeit geht ihm rund um sein Haus trotzdem nicht aus - er empfängt einen Experten zur Evaluation seiner Immobilie und während einer vorübergehenden Aufhellung wandert er zu Fuss in die Stadt, um sein Telefon überprüfen zu lassen, da meine Anrufe oft nicht ankommen.

Ich arbeite nachmittags so viel wie möglich, um meinen Patron etwas von administrativen Arbeiten zu entlasten.

Abends bereite ich meinen Rucksack vor bevor ich mich zur Ruhe begebe. Morgen heisst es früh aufzustehen für die Reise zu meinen Eltern, da Mami am kommenden Montag ihren Geburtstag feiern wird.

Donnerstag, August 03, 2006

Am Morgen erhalte ich einen Anruf von perfekte Hausfrau, die mir Setzlinge schenken will. Ich fahre flugs zu ihr (mit dem Velo, selbstverständlich, sie wohnt ganz in der Nähe) und erhalte Salat- und Lauchsetzlinge, um die Pflanzen zu ersetzen, die sie mir vor unseren Ferien überreicht hatte und die den ausserordentlich heissen Juli (der die höchsten Mittelwerte erreichte, seit diese dokumentiert werden, dh. seit dem 19. Jahrhundert) nicht überstanden. Ich pflanze diese sofort und etwas später folgt auch schon der Regen! Gut für den Garten, etwas unbequem zum Radeln. Also Pelerine anziehen und ins Büro strampeln - schliesslich ist der Regen hoch willkommen!

Arbeiten, heimfahren und das übliche Abendprogramm!

Mittwoch, August 02, 2006

Bei schönem Wetter bike ich ins Büro, wo mich neben den vielen Rechnungen, die ich erstellen sollte, auch die Arbeiten erwarten, die sonst meine Kollegin erledigt. Diese lässt es sich aber in Djerba gut gehen - schon richtig, sie hat es verdient! Ich muss auch all die Emails seit Freitagabend ausdrucken und ablegen, da ist schon bald ein halber Tag vorbei!

In der Mittagspause gehe ich auf die Post und schicke mein Paket an den Neffen, der morgen Geburtstag hat.

Müde fahre ich abends nach Hause, telephoniere mit meinem Schatz und gehe bald unter die Decke!

Dienstag, August 01, 2006

Heute ist der schweizerische Nationalfeiertag und wir feiern unseren 31. Hochzeitstag!

Doch der GZ muss weiter bearbeitet werden und ich koche JP noch einen grossen Topf Apfelmus, damit er für seine frauenlose Zeit wenigstens ein Dessert hat!

Nachmittags schneide ich noch die letzten Himbeerstauden raus und nach einem Zvieritee machen wir uns gemeinsam auf die Socken und marschieren zum Bahnhof, wo ich einen Zug nach Basel besteige. In Basel habe ich Zeit, für meinen Neffen ein Geburtstagsgeschenk einzukaufen, dann beginnt die Fahrt im Neigezug ohne Umsteigen bis Genf. Ich notiere die Geschehnisse der letzten Tage und schaue zum Fenster hinaus: es ist Feiertag und die Leute reisen oder machen Ausflüge. Irgendwo im Jura erblicke ich ein Kanu auf einem Fluss und in Moutier regnet es. Doch weiter südlich wird es wieder sonnig und ich zähle die Schweizer Fahnen, die auf Masten und an Fenstern flattern. Es sind mehrere Dutzend!

In Genf ist es warm und ich belade mein Rad mit meinen Paketen und mache mich auf den Heimweg. Mitten im Stadtverkehr klingelt mein Mobiltelephon zuunterst in meiner Handtasche - einen Kilometer weiter kann ich C. zurückrufen. Schön, wieder einmal von ihm zu hören und das nächste Wochenende zu organisieren. Ich winde mich einen Weg mitten durch die Festgemeinde im Park der Uni Genf und komme gegen 21 Uhr zu Hause an. Misty bettelt um Futter, JP ruft an und ich versuche, noch rasch ins Dorf zu radeln, bevor das traditionelle Feuer erlischt. Das Feuerwerk wurde dieses Jahr wegen der extremen Trockenheit und Feuergefahr im ganzen Kanton verboten. Die Leute sind bereits auf dem Heimweg aber ich treffe doch noch ein paar Bekannte zum Plaudern und das Neueste austauschen. Dann mache ich eine Kehrtwendung, genehmige mir zu Hause noch ein einsames Bier zur Feier des Tages und lege mich Schlafen - morgen erwartet mich bestimmt ein strenger Arbeitstag!