alltaeglich

Ein Blog, in dem ich (meist) täglich über meinen ganz alltäglichen Alltag berichte...
"Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen." (Pearl S. Buck)

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Standort: Geneva, GE, Switzerland

Meist gut gelaunt, naturliebend, Storchennestgucker

Donnerstag, April 12, 2007

Beim Aufstehen konnte ich die Morgenröte bewundern, der Tag begann vielversprechend, warm und sonnig. Nachmittags gab es dann ein paar Schleierwolken, aber nichts Schlimmes.

Wir mussten weiter administrative Sachen erledigen - der Garten musste warten! Wir genossen allerdings unser Mittagessen auf der Terrasse. Es fiel mir etwas schwer, mich davon weg zu reissen, um zum Glaspalast zu radeln. Dort angekommen musste ich feststellen, dass ich nur meine Sonnenbrille mit den Korrekturgläsern hatte, und die normale Brille Zuhause vergessen hatte! Meine Kolleginnen fragten belustigt, ob ich mich am Strand wähne! Ich telefonierte JP und er brachte mir noch vor 15 Uhr die vergessene Brille. Trotzdem arbeitete ich fleissig und Abends erhielt ich eine Beige von Entwürfen, aus denen ich in den nächsten Wochen glaubwürdige Honorarrechnungen erstellen sollte.

Der Patron war wieder ständig mit Sitzungen und Konferenzgesprächen beschäftigt und hatte nur wenig Zeit, um einige Anweisungen zu geben.

Ich fuhr rechtzeitig nach Hause, wo mich aber nur Misty erwartete - JP besuchte eine Generalversammlung.


Mittwoch, April 11, 2007

Heute war ein wunderbar sonniger Tag. Noch vor der Wegfahrt zum Glaspalast, zum ersten Mal dieses Jahr mit einer Wolljacke statt dem Mantel, schrieb ich zu Hause einen administrativen Brief auf dem Compi.

Wie herrlich, auf der Fahrt ins Büro den zwitschernden Vögeln zuzuhören und die blühenden Pflanzen und Bäume überall bewundern zu können!

Alle Kolleginnen waren zufrieden über die selten sonnigen Osterfeiertage und hatten sich gut erholt.

Die Mittagspause verbrachte ich picknickend im Parc Bertrand, einer Art Hyde Park, mit einem Bächlein und Teich auf einer grossen Wiese, mit vielen alten, mächtigen Bäumen am Rande des Parkes. Ich beobachtete spielende Kinder am sprudelnden Bächlein und sogar schon eine Sonnenanbeterin im Bikini! Die flanierenden Parkbesucher waren teils leicht bekleidet, teils noch in winterliche Jacken oder Mäntel gehüllt.

Eigentlich hatte ich JP gebeten, unser Gras zu mähen, aber er hatte wieder viel Administratives erledigt, eingekauft und abends ein leckeres Fischmahl zubereitet.

Nach dem Essen war es gerade noch knapp hell genug, die Blumen im Garten mit dem Wasser aus der Regentonne zu begiessen.

Dienstag, April 10, 2007


Wunderbares Frühlingswetter! Leichtfüssig aufgestanden, Misty's Kistchen geputzt, Familenstammbaum für JP auf ein Spreadsheet kopiert (und die Geburtsorte seiner Ahnen gegoogelt und dabei Lust auf eine Entdeckungsreise nach Süddeutschland gekriegt), Velotour mit einem halben Dutzend gutgelaunter Damen, Mechanikerdienst beim Loslösen einer eingeklemmten Velokette, Blätter gewischt, Auto und Velos ein bisschen geputzt, usw. - schon ist es Zeit, sich zur Ruhe zu begeben. Ein rundum schöner Tag!

Montag, April 09, 2007


Als erste von drei Nachbarn öffneten wir die Rollläden, zudem gibt es am Ostermontag keine Zeitungen: Zeit genug um mit unseren dringendsten Arbeiten vorwärts zu kommen! Tatsächlich schreibe ich zwei Geschäftsbriefe, wechsle das Bettzeug im Gästezimmer, fülle zwei Waschtrommeln und werfe daneben etwa einen Blick in die Storchennester: alles OK heute, die kranke Störchin hat sich weiter erholt.

Ich lese die gestern vom Gärtner abgeschnittenen Aeste auf und werfe sie zunächst in den Grüncontainer. Doch dann ändere ich meine Meinung - vielleicht inspiriert vom Beobachten der Nestbauer, flechte ich die Aeste zu einer Wand, die einen Teil der hässlichen und nicht mehr benützten Rutschbahn im Garten bedeckt. Ich habe meinen Spass an dieser Arbeit und auch JP lacht, als er meine Tätigkeit entdeckt. Sie erinnert ihn an das Militär - und mich an die geflochtenen Weidenkratten im Garten meiner Eltern.

JP ist mit Suchaufgaben beschäftigt und findet dabei andere, zum Teil verschollene Dinge.

Sonntag, April 08, 2007


Ostern! Gipfelifrühstück, Kirchenbesuch mit JPh, der trotz der kurzen Schlafzeit wegen des gestrigen Kinoausgangs heute morgen mit uns zur Kirche radelte. Der Gärtner erschien schon um halb neun, turnte akrobatisch an unserer Platane herum und hatte bis Mittag seine Arbeit beendet.

Nach der Messe plauderten wir noch mit Bekannten und spurten dann nach Hause, wo ich mich in der Küche mit dem Aufdentischbringen eines guten Mittagsmahles beschäftigte. Es war schön, wieder einmal die ganze Familie um den Tisch zu haben.

Nachmittags kam endlich die Sonne und die Jungs kreierten ein neues Spiel auf der Terrasse mit Würfeln, Bierdeckeln und Steinen. Wir wanderten eine halbe Stunde in der Umgebung, um uns etwas Luft zu holen. Dann tranken wir Tee zu den "Grittihasen " auf der Terrasse, schauten uns auf JPhs Laptop die Photos von Lissabon an, Ziel seiner letzten beruflichen Reise.

Mit einem gemeinsamen Racletteessen nahm JPhs Aufenthalt bei uns ein Ende, und wir fuhren ihn zum Flughafen. Glücklich nehmen wir Abschied - Ostern 2007 war eine schöne Zeit für alle!

Wir waren schon fast eine Stunde wieder zurück zu Hause, als das Flugzeug mit unserem Sohn von der Piste abhob.

Samstag, April 07, 2007


Karsamstag - sonniges Wetter schon am Morgen! Nach dem Frühstück zu zweit (JPh steht etwas später auf) gucke ich in die Storchennester - alles OK - während ich einige Charts vervollständige.

Dann ist es bereits Zeit, zum Stammtisch, Metzger und Markt zu gehen. Wir sind ein halbes Dutzend fröhlicher Frauen beim Kaffeetrinken auf der sonnigen Bistroterrasse mitten im Dorf + ein ausgewachsener Berner Sennenhund. Letzterer lässt den Tischnachbar, der gerade einen Pâté vertilgt, nicht aus den Augen und lässt zuletzt die Krümel zwischen den Beinen des Mannes in seinem grossen Maul verschwinden !

Auf dem Markt herrscht ausnahmsweise wenig Betrieb und bald radle ich beladen mit feinen Sachen nach Hause. Dann bereite ich das Mittagsmahl für 4 zu. JPh holte seinen Bruder am Bahnhof ab und bald beugen sich alle über die Teller - zum ersten Mal diese Saison auf der Terrasse! Ich habe JPs Pappkarton-Hasen hervorgeholt und lasse ihn die erste gelbe Tulpe am Terrassenrand bewundern (Photo).

Nachmittags erscheint noch der Gärtner mit seiner Tochter, um unserer Platane weitere Aeste wegzuschneiden. Die Sache gestaltet sich als schwieriger als er sich das vorgestellt hat und da ihn sein Bein schmerzt will er morgen weiterfahren. Er hat im Moment etwas viele Aufträge und weiss nicht mehr, wie er alle Kunden zufrieden stellen soll...

Während sich die beiden Brüder bei Computerspielen und einem Magic Kartenspiel auf der Terrasse vergnügen, beschäftige ich mich mit der häuslichen Intendenz und JP fährt mit dem Auto auf Einkaufstour.

Abends essen wir dann wieder zu Zweit, während JPh mit C. und dessen Freundin in die Stadt in den Ausgang geht.

Freitag, April 06, 2007


Aufgeweckt durch das Husten von JP, erhebe ich mich an diesem Karfreitag um sensationell frühe 5Uhr 50, füttere Misty, die wieder viel besseren Appetit hat und bereite unser Frühstück vor. JP erscheint auch bald und wir bewundern den fast-noch Vollmond, der noch am Himmel leuchtet! Dann stürze ich mich in den Haushalt, die Sonne kommt und es wird allmählich wärmer. Auf Schritt und Tritt sehe ich Dinge, die zu erledigen wären; es fällt schwer, sich an ein festes Programm zu halten! Zum Glück gibt es heute weder Post noch Zeitungen zu lesen!

JP fährt zum Bäcker und auf die Post in Frankreich, wo heute kein offizieller Feiertag ist.

Natürlich essen wir mittags zum Karfreitag Fisch (à la provençale) - auch Misty kriegte ihre Portionen. Es geht ihr wieder bedeutend besser, aber sie hat noch aufzuholen punkto Körpergewicht.

JP saugte den Staub in JPhs Zimmer und ich buk eine Apfelwähe, machte einen Rettichsalat aus chinesischen Radieschen sowie eine Suppe mit unserem Lauch und Maggikraut. Daneben machte ich immer wieder einen Abstecher zum Computer, skypte mit JPh und guckte in die Storchennester.

Donnerstag, April 05, 2007


Um 6 Uhr in der Früh schellte grundlos der Wecker, den mein GG schleunigst zum Schweigen brachte. Ich aber fühlte mich gut ausgeschlafen und erhob mich leichtfüssig, um die miaulende Katze in der Küche zu füttern und im Internet zu den Störchen ins Nest zu gucken. In Bornheim ist die Störchin verletzt und wird weltweit mit grosser Anteilnahme beobachtet.

Nach dem Frühstück weihte ich den neuen Staubsauger ein und fand noch ein bisschen Zeit, die Steuererklärung zu vervollständigen und mit allen Beilagen versandbereit vorzubereiten.

Nach einem grauen Morgen kam nachmittags die Sonne und liess unsere Blumen und die zu blühen beginnenden Kirschbäume in voller Pracht erstrahlen. Fröhlich stieg ich in die Pedalen und radelte Richtung Glaspalast, wo ich einen kurzen und angenehmen Nachmittag verbrachte. Anschliessend machte ich noch ein paar Einkäufe und düste dann nach Hause. In der Stadt war die gute Laune der Leute greifbar: es wurde gesummt, gepfiffen, gelächelt...

JP hatte für mich nach dem Abendessen noch administrative Arbeit auf Vorrat, die ich möglichst rasch erledigte!


Mittwoch, April 04, 2007

Obwohl die Tage länger werden, war heute noch ein meist grauer, kalter und windiger Tag, gerade richtig, um im Büro herumzulungern. Der Patron konnte wegen Hütedienst bei seinen Kindern erst nachmittags ins Geschäft kommen. Zuhause überwachte er mit einem Auge sein Blackberry. Ich vertrieb die Zeit so gut es ging. In der Mittagspause machte ich Besorgungen im nahen Einkaufscenter. Auch viele Kopien hatte ich zu erstellen.

Um dreiviertel sieben hatte mein Patron ein wichtiges Konferenzgespräch mit mehreren Teilnehmern. Und anschliessend musste ich noch Aenderungen an einem Protokoll vornehmen und Email-Entwürfe erstellen. Obwohl ich spät wegging, war der Glaspalast noch nicht beleuchtet, und die Dämmerung begann erst. Ich beeilte mich, so rasch als möglich nach Hause zu kommen, wo JP ein neues Fischgericht ausprobiert hatte.

Nun aber etwas früher als gestern in die Klappe!

Dienstag, April 03, 2007


Ich war heute nicht die erste beim Aufstehen, aber nach dem Frühstück verbrachte ich eine gute Stunden im Garten beim Abräumen des Igelwinterquartiers. Offensichtlich wurde die "Behausung" nicht bewohnt, nur ein paar Regenwürmer kamen zum Vorschein, die dann etwas später von unseren Amseln gepickt wurden! Der Specht in Nachbars Garten pochte wieder im Takt zu meinen Gartenarbeiten (Laub in den Grüncontainer verfrachten).

Nachmittags waren wir sehr zahlreich für unsere Nachmittagsradfahrt. Leider drohten schwarze Wolken und wir erhielten auch ein paar Tropfen auf unsere Velohelme. Trotzdem hatten wir den Plausch und im Bistro wurde rege diskutiert.

JP machte viele Besorgungen, holte die Tickets und bezahlte unseren Maitrip nach den USA sowie einen neuen Staubsauger. Der Frühling wird erwartet! Die einzige Osterglocke im Garten blüht immer noch und eine Narzisse hat sich schon leicht geöffnet.

Abend beendete ich die Steuererklärung - ich werde bestimmt sehr gut schlafen können!

Montag, April 02, 2007

Der arme JP stolperte heute Morgen über ein Mäuerchen beim Parkplatz des Einkaufscenters und erlitt Schürfungen an der Stirne und auf der Hand! Unterdessen sass ich zu Hause vor dem Computer und ergänzte die Steuererklärung. Diese ist schon beinahe fertig ausgefüllt - welch ein Glück!

Nachmittags war es ruhig im Büro und ich konnte zur hellen Tageszeit nach Hause radeln. Abends bügelte ich noch Wäsche nach dem Essen und Zeitungslektüre.

Sonntag, April 01, 2007


Ein sonniger Palmsonntag in der ganzen Westschweiz wurde angesagt, und so war es auch. Eigentlich wollten wir früh losfahren, um einmal mehr JP's BMW zu testen, dessen Motor nach mehreren Reklamationen beim Garagisten immer noch von Zeit zu Zeit fast abstellt. Wir einigten uns darauf, einmal eine uns noch unbekannte Gegend zu entdecken und so fuhren wir in den Kanton Neuenburg.

Nach einem Kaffe in Bavois (wo plötzlich die Alarmsirene heulte), schalteten wir einen weiteren Halt in Le Corbusiers Geburtsstadt La Chaux-de-Fonds ein, wo immer noch Schneehaufen an den Strassenecken lag. Ein hoher, moderner Turm mit Aussichtsterrasse und -Restaurant zog uns an wie Honig die Bären. Wir bereuten es nicht, die Aussicht auf die Schachbrett-Stadt war prächtig und wir genossen feine Eglifilets.

Anschliessend machten wir einen kurzen Stopp in Le Locle, die auch zum "Watch Valley" gehört, und fuhren durch den Tunnel des Col de la Roche hinunter zu Les Brenets. Dort parkierten wir den Wagen und spazierten dem Doubs entlang, hinauf und hinunter durch Waldwege bis zum Ziel der Wanderung: dem Saut du Doubs! Diese French Niagaras waren wirklich eindrücklich, und wir bestaunten sie inmitten vieler anderer Besucher. Manche waren mit einem Ausflugsboot hergekommen, welches aber nur auf der französischen Seite des Doubs zirkulierte.

Nach einem guten Augenschein wanderten wir forschen Schrittes wieder zurück zum Auto, tranken durstig ein Fläschchen Wasser und teilten uns drei Mandarinen. Dann war es Zeit, via Lac de Joux, Val de Travers, Vallorbe, St. Cergue bei Nyon wieder auf die Autobahn und heimwärts zu fahren, wo wir vor der Garage sehnsüchtig von Misty erwartet wurden. Unsere Katze frass zufrieden ihre Lachsmahlzeit und wir genehmigten das gestern vorbereitete Birchermüesli.

Müde aber zufrieden steuerten wir bald danach unserem Schlafzimmer entgegen!


Ein sonniger Palmsonntag in der ganzen Westschweiz wurde angesagt, und so war es auch. Eigentlich wollten wir früh losfahren, um einmal mehr JP's BMW zu testen, dessen Motor immer noch von Zeit zu Zeit fast abstellt. Wir einigten uns darauf, einmal eine uns noch unbekannte Gegend zu entdecken und so fuhren wir in den Kanton Neuenburg.

Nach einem Kaffe in Bavois (wo plötzlich die Alarmsirene heulte), schalteten wir einen weiteren Halt in Le Corbusiers Geburtsstadt La Chaux-de-Fonds ein, wo immer noch Schneehaufen an den Strassenecken lag. Ein hoher, moderner Turm mit Aussichtsterrasse und -Restaurant zog uns an wie Honig die Bären. Wir bereuten es nicht, die Aussicht auf die Schachbrett-Stadt war prächtig und wir genossen feine Eglifilets.

Anschliessend machten wir einen kurzen Stopp in Le Locle, die auch zum "Watch Valley" gehört, und fuhren durch den Tunnel des Col de la Roche hinunter zu Les Brenets. Dort parkierten wir den Wagen und spazierten dem Doubs entlang, hinauf und hinunter durch Waldwege bis zum Ziel der Wanderung: dem Saut du Doubs! Diese French Niagaras waren wirklich eindrücklich, und wir bestaunten sie inmitten vieler anderer Besucher. Manche waren mit einem Ausflugsboot hergekommen, welches aber nur auf der französischen Seite des Doubs zirkulierte.

Nach einem guten Augenschein wanderten wir forschen Schrittes wieder zurück zum Auto, tranken durstig ein Fläschchen Wasser und teilten uns drei Mandarinen. Dann war es Zeit, via Lac de Joux, Val de Travers, Vallorbe, St. Cergue bei Nyon wieder auf die Autobahn und heimwärts zu fahren, wo wir vor der Garage sehnsüchtig von Misty erwartet wurden. Unsere Katze frass zufrieden ihre Lachsmahlzeit und wir genehmigten das gestern vorbereitete Birchermüesli.

Müde aber zufrieden steuerten wir bald danach unserem Schlafzimmer entgegen!